Rollenspiele#
(Inszenierung mittels KI)#
von Martin KruscheIch hab nun innerhalb unserer archipelischen Community eine Reihe an Gesprächen zum Thema KI geführt. Die meisten von uns haben in der Sache noch wenig Know how. Deshalb diese Leiste des Projektes.
Wir verschaffen uns in der Praxis Eindrücke, was sich zeigt, wenn man bei der Arbeit eine KI nutzt. Ich sehe bei unseren Genres derzeit noch keinen gar so großen Druck in diese Richtung „Maschine macht Mensch überflüssig“. Das wird freilich zu überraschenden Entwicklungssprüngen führen.
Ich kann mich von der KI unterstützen lassen, um einzelne Ergebnisse zu generieren, die ich selbst nicht zustande brächte. Aber erstens bin ich nach wie vor die Quelle der Erzählung, innerhalb derer sich das dann ereignen mag. Zweitens ist meine Sachkenntnis gefordert, um das entstehende KI-Produkt zu beurteilen.
Sie sehen auf dieser Seite zwei spezielle Motive, nämlich Männer, mit denen ich bisher nicht bloß zusammengearbeitet, sondern jeweils auch Bücher verfaßt habe. Den Kulturwissenschafter Matthias Marschik mochte ich mit einem Lancia Stratos auf eine Landstraße stellen, denn Marschik ist mindestens bezüglich Autos italophil. Der Stratos braucht freilich eine strenge Hand und Erfahrung.
Genau das schadet aber auch bei einem Golf GTI nichts, wie ihn Fotograf Richard Mayr in den 1970ern gefahren hat. Ein sehr schnelles, agiles Fahrzeug, mit dem man sich allerhand Knochen brechen konnte, wenn einem Fehler unterliefen. Der Golf war zwar für Leute wie mich damals unerschwinglich, aber im Vergleich zum Stratos eine preiswerte Rakete.
Ich hab als Youngster auch geträumt, mit Autos sehr schnell zu sein, mußte aber akzeptieren, daß mich mein Fahrtalent in die Kategorie Durchschnitt geschoben hat. Außerdem habe ich mich schon zeitig in Werkstätten sehr wohl gefühlt, obwohl mir handwerkliches Geschick ganz fundamental fehlt.
Vermutlich wurde ich deshalb Autor, denn Text verlangt bloß, die Tastatur halbwegs zu beherrschen. Also habe ich mich per KI zum Mechaniker eines sehr schnellen Autos gemacht, denn der Roush-Mustang ist ein Monster.
Sie sehen den Punkt in dieser Geschichte? Ich muß als Erzähler etwas taugen und ein Mindestmaß an Sachkenntnis mitbringen. Dann kann ich ganz gut mit einer KI manches bearbeiten, wo ich alleine kompetenzmäßig nicht hinkomme.
Fotograf Richard Mayr würde keine KI brauchen, um solche Fotomontagen herzustellen. Er beherrscht – im Gegensatz zu mir - dieses Handwerk. Aber ich hab mit der KI keine fünf Minuten pro Bild gebraucht. Das wäre handwerklich wohl nicht zu schaffen.
Allerdings hätte Mayr bei einer Fotomontage die Kontrolle über alle Bilddetails. Ich dagegen muß hinnehmen, was mir die KI liefert, nachdem ich ein Referenzfoto raufgeladen und mein Prompting in die Tasten gehauen hab.
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