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Ein Moment im „Kulturraum“.
Ein Moment im „Kulturraum“.

Flocke: Der Kulturraum#

(Eine dynamische Erweiterung)#

von Martin Krusche

Wenn wir im „Archipel“ mit Ergebnissen unserer Arbeit nach draußen gehen, im Realraum ein Publikum suchen, braucht es für manche Vorhaben einen fixen Ort, an dem wir die Veranstaltung mit einem klaren Zeitplan umsetzen können. So etwa die Ausstellung „artgerecht“, ab 8. Mai 2026.

Wir haben inzwischen - komplementär dazu - eine flexible, sehr variable Variante entwickelt. Der „Kulturraum“ ist primär Ausstellungsraum; und zwar auf Wanderschaft. Das bedeutet, wir nutzen Leerstände in Gleisdorf, die wir temporär bespielen dürfen. Natürlich sind wir wieder draußen, sobald ein neuer Betrieb einzieht. Aber dann geht es in einem anderen Leerstand weiter. Das Publikum läßt sich über die Dokumentation im Web mitnehmen.

Schon die erste Station in der Weizerstraße 4 (neben dem Eissalon) hat uns gelehrt, wie anders eine Ausstellung unter solchen Bedingungen zu realisieren ist. Sehr prozeßhaft. Gewissermaßen schwebend. Nicht einmal annähernd so statisch wie es in einem White Cube üblich ist.

Es hat mehr von einem saloppen Erzählen, dessen engere Kohärenz – wie angedeutet – im Internet aufgeblättert wird. Dort kann ich die Themen inhaltlich vertiefen. Beim Leerstand müssen wir uns dagegen mit sehr kurzer Aufmerksamkeit des Publikums begnügen. Es wirkt eben viel auf einen ein, wenn man am Gehsteig vor einem Fenster steht.

Es muß in der kuratorischen Arbeit besonders beachtet werden, welchen Rahmen wir mit welchen Inhalten bespielen können. Dabei kann das Flüchtige einen sehr eigenwilligen Reiz entfalten.




Science Fiction-Autor Jürgen Kapeller (links) und Fotograf Richard Mayr im „Kulturraum“.
Science Fiction-Autor Jürgen Kapeller (links) und Fotograf Richard Mayr im „Kulturraum“.