Übergänge: ich kann es spüren#
(Lyrik)#
von Martin Kruscheich kann es spüren
wie ich bei
meinen gängen
ins gestrüpp
die pose eines
alten mannes
eingenommen hab
so vermag ich
zu verwalten
was mir an kraft
geblieben ist
an manchen stellen
steckt seit jahrzehtnen
ein schmerz in
meinem fleisch
in meinen knochen
wie blanke nägel
die gelentlich
erblühen
ich hab
gefahrenzonen
nie gescheut
jetzt
wenn ich diese
wunden stellen
spüre
denke ich
sentimental
wie es sich
angefühlt hat
zu überleben
mein dasein
hat sich in mich
eingegraben
mit rissen
schnitten und mit
ungezählten brüchen
das hat sein gutes
heute darin:
ich bin nicht
rätselhaft verschlissen
und das geschenk
der letzten jahre
hat eine
schlüssige geschichte
als fundament
drum geh ich
langsam
durchs gestrüpp
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