Der Kulturraum, Episode V#
Andrea Habeler: Mummenschanz#
(Eine Erkundung)#
Eine Figur, eine Statue, eine Puppe, eine Maske, ein Idol, den Star nicht zu vergessen… Wir kennen viele Beispiele dafür, wie Menschen zu Wesen eine emotionale Beziehung haben, die keine Menschen aus realer Begegnung, sondern Wesen sind.
In dieser Sequenz sehen Sie Bildhauerin Andrea Habeler und ihren Igor, wie sie sich nach Guy Fawkes umsehen. Die Maske an der Wand einer Gleisdorfer Pizzeria geht auf eine Comic-Serie von 1982 zurück: „V for Vendetta“, anfangs von Alan Moore geschrieben, von David Lloyd gezeichnet.
Die Maske, wie man sie hier sieht, kommt aus dem 2006 gestarteten Spielfilm „V for Vendetta“ zurück. Sie wurde dann einerseits zur Marke für das Internetkollektiv „Anonymous“, kann andrerseits in einigen Protestbewegungen gefunden werden.
Da war also der britische Attentäter Guy Fawkes, welcher mit Kumpanen 1605 versuchte, das Parlament, den König und etliche Bischöfe zu ermorden: „Gunpowder Plot“. Er wurde nach seinem Tod zu einer Art von nationalem Antiheld und im vorigen Jahrhundert zur Comicfigur.
Im Kino brachte es Guy Fawkes zu einer Rebellen-Karriere, die über jene Maske ins realer Leben übersetzt wurde. Da ist also ein Menge Mummenschanz rund um kuriose Narrative und gesellschaftliche Zusammenhänge.
- Andrea Habeler: Ein Wesen (Eine Erkundung)


