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Extra #4#

Weststeirische Kontraste#

Ein schönes Beispiel für die Tiefe der Geschichten rund um manche Wegmarken kommt aus der Weststeiermark. Ursula Glaeser (Kulturbüro Stainz) schickte dieses Foto von einem Hochkreuz, an dem nur noch die Spuren des Wetters etwas erzählen. Glaeser: „Das sogenannte Waldkreuz im Dornegger Wald bei Kraubath i.d.W. (Groß St. Florian).“
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Es ist sehr wahrscheinlich, daß hier mehr als bloß ein Geschehen markiert wurde, von dem das Kreuz heute nichts mehr mitteilt. Im Kontrast dazu ein üppig bespielter Breitpfeiler, bei dem die Dominanz der Gottesmutter nicht zu übersehen ist. Glaeser nennt als Standort Petzelsdorf, Groß St. Florian.

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Bemerkenswert ist Glaesers Entdeckung im Umfeld des Bildstockes. Da werden Maria beim Mistkübel mahnende Worte bezüglich des Abfalls in den Mund gelegt. (Siehe Bild unten!) Es warnt angeblich „Deine Muttergottes“ persönlich.

Freilich wäre sie für solche Fragen gewissermaßen überqualifiziert, würde sich wohl auch selbst nicht so nennen, aber ähnliche Mahnungen kann man gelegentlich quer durch die Steiermark finden.

Diese beiden Wegmarken illustrieren sehr anschaulich den Kontrast zwischen Belebtheit und Verlassensein, wobei aber das Waldkreuz gerade in seinem reduzierten, wettergegerbten Zustand eine eigentümliche Schönheit zeigt, an die ein üppiges wie buntes menschliches Arrangement von Dingen nicht recht heranreicht.


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