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Drone Rescue Systems GmbH

Bezeichnung der Firma
Drone Rescue Systems GmbH
Organisationsform
GmbH
Gründungsjahr
2017
Auszeichnungen
Horizon 2020
Geschäftsbereich
Entwicklung von Sicherheitssystemen von Drohnen
Stichworte / Themen
Mechatronik
Elektronik
IT-Dienstleistung
Adresse
Stremayrgasse 16/IV8010 Graz
Basierend auf Daten der Plattform technologie.at, mit Unterstützung der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG. Es werden Unternehmen mit Sitz in der Steiermark vorgestellt, unabhängig von einem etwaigen Mutterkonzern oder anderer Filialen.


Gleiten statt stürzen#

Drohnen kamen einerseits als Spielzeuge in unserem Alltag an. Da gibt es Winzlinge, so klein wie eine Kinderhandfläche. Plötzlich waren aber auch mächtige Brummer mit wenigstens fünf Rotoren in den Modellbaugeschäften zu finden.

Andrerseits haben wir Drohnen in Spielfilmen kennengelernt. Als unbemannte Waffensysteme. Dabei konnte man staunen, daß solches Fluggerät von Personal gesteuert werden kann, das auf einem anderen Kontinent sitzt. Via Medien kamen uns mittlerweile Konzepte nahe, mit denen zum Beispiel Paketzustelldienste auf Luftwege ausweichen könnten.

Derweil wurden Drohnen zum Freizeitvergnügen mit kleinen Kameras ausgerüstet, was einem etwa Nachbarschaftskonflikte einbringen konnte, wenn sich jemand ausspioniert fühlte. Andrerseits haben Profi-Fotografen bald entdeckt, daß man sich sehr teure Hubschraubereinsätze sparen kann, wo sich ausreichend muskulöse Drohnen auch mit großen Kameras ausstatten lassen.

Und dann wieder die Spielfilme. Drohnen zum Drogentransport oder um ein Sprengstoffpaket an seinen Zielort zu bringen. Zwischen all diesen Optionen laufen längst Debatten, wie das im Luftraum geregelt werden kann, damit es im Flugverkehr zu keinen Katastrophen kommt, wenn Laien ohne jedes Know how mit ihren Apparaten womöglich die Bahnen von Flugzeugen kreuzen.

Manche Videoclips zeigen uns, wie jemand mit abschießbaren Wurfnetzen Drohnen aus der Luft holt. Es gibt auch Raubvogelattacken zu sehen. Und neuerdings scheinen sich größere Drohnen schon ganz gut zum individuellen Personentransport zu eignen. Quasi moderne Luft-Mopeds. Da sind also eine Menge Optionen. Aber schon jetzt finden sich allerhand fixe Profi-Anwendungen, die konsequent genutzt werden

Dabei mag auch der Laie erkennen: Fällt so ein Teil vom Himmel, geht teure Ausrüstung kaputt, die jemandem am Kopf treffen könnte. Zwei Malheurs, die niemand braucht. Deshalb wurde in Graz ein System entwickelt, mit dem der Multikopter einen Sicherheitsfallschirm erhält.

Diese Parachute Safety Solution, also Sicherheitslösung per Fallschirm, reagiert, wenn das Flugverhalten der Drohne den Sensoren einen Absturz signalisiert. Dabei ist natürlich nicht nur die technische Konzeption des Systems wichtig, sondern auch, daß die Lösung in einem möglichst geringen Gewicht realisierbar wird. Dafür müssen dann rund 300 bis 400 Gramm zusätzlich aufgepackt werden und der Multikopter stürzt im Notfall nicht mehr, sondern gleitet zu Boden. Das System muß selbstverständlich ganz autonom arbeiten.

Drohnenfallschirm made in Styria#

Die Firma Drone Rescue Systems in Graz entwickelt ein innovatives Rettungsschirm-System für Drohnen und will den Markt mit Weltraum-Know-how erobern.

In nicht allzu ferner Zukunft kann es sein, dass die Post nicht mehr vom Postboten geliefert wird, sondern mithilfe eines autonomen Zustellsystems. Große Konzerne haben die Zukunftsmusik bereits angestimmt, und das Szenario zeigt, dass Drohnen die Paketzusteller von morgen sein können. Unabhängig davon, wer künftig die Post bringt – die unbemannten Luftfahrzeuge sind bereits in unserem Luftraum angekommen oder besser gesagt: abgehoben.

Die Anzahl der Drohnen steigt weltweit rasant an. In den USA sind bereits über 2,5 Millionen privat und gewerblich genutzte Drohnen unterwegs – bis 2020 soll die Zahl auf knapp fünf Millionen ansteigen – so die Prognose der beiden Start-up-Gründer von Drone Rescue Systems Markus Manninger und Andreas Ploier (Anm. laut Studie von Allianz Global Corporate & Specialty). Die technologischen Möglichkeiten wachsen, und der Markt für die unbemannten Flugobjekte boomt. Damit gehen aber auch große Sicherheitsrisiken einher, denen sich das steirische Duo stellen will. Ein innovativer Rettungsschirm soll dabei helfen, den Luftraum künftig sicherer zu machen.

Markus Manninger und Andreas Ploier, Gründer von Drone Rescue Systems, Foto: © SFG
Markus Manninger und Andreas Ploier, Gründer von Drone Rescue Systems
Foto: © SFG

Mit Algorithmen zu mehr Sicherheit#

Drone Rescue entwickelt Fallschirmsysteme für Drohnen, die einen möglichen Absturz schon frühzeitig erkennen. Der Rettungsschirm wird im Notfall automatisch geöffnet und dadurch kann die Drohne sicher landen, ohne dass es zu Personen- oder Materialschäden kommt. Dies bietet vor allem für die kommerzielle Nutzung zahlreiche Vorteile und eröffnet dadurch viele verschiedene Anwendungsgebiete, die aufgrund strenger Sicherheitsbestimmungen noch nicht erschlossen werden konnten.

Das Besondere an dieser Entwicklung: Das System kann nicht nur mit statischen Parametern gespeist werden, sondern lernt mittels Algorithmen, sich selbst an die jeweiligen Anforderungen anzupassen. Der Mensch muss nicht mehr eingreifen, da das Rettungssystem auch außerhalb der Sichtweite funktioniert.

Im Jahr 2014 entstand die Idee zum Unternehmen, als einem befreundeten Fotografen innerhalb kurzer Zeit zwei Drohnen abgestürzt waren. Gründer Markus Manninger, selbst leidenschaftlicher Paragleiter und studierter Telematiker, erkannte hier das Potenzial und beschäftigt sich seither gemeinsam mit dem Betriebswirt Andreas Ploier intensiv mit dieser Thematik. Seit dem Jahr 2017 wird das steirische Start-up vom Business Incubation Center der Weltraumorganisation ESA subventioniert. Mittlerweile beschäftigt Drone Rescue insgesamt acht MitarbeiterInnen.