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IPUS Mineral- & Umwelttechnologie GmbH

Bezeichnung der Firma
IPUS Mineral- & Umwelttechnologie GmbH
Branche
Energie- / Umwelttechnik
Organisationsform
GmbH
Gründungsjahr
1991
UID-Nummer
ATU 30117405
Auszeichnungen
Fast Forward Award Gewinner
Fast Forward Award Finalist
Geschäftsbereich
Biologische und chemische Prozesse
Stichworte
Biogasanlagen
Landwirtschaft
Cluster
Green Tech Cluster
Adresse
Werksgasse 2818786 Rottenmann
Kontakt
http://www.ipus.at
office@ipus.at
Bewertung
4,06

Unternehmensprofil#

IPUS ist der führende Spezialist für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Migulatoren.

Migulatoren sind mineralische Bioregulatoren. Sie stabilisieren, beschleunigen und regulieren biologische und chemische Prozesse.

Migulatoren werden in der Biogastechnologie, in der industriellen und kommunalen Abwasserreinigung und in der Landwirtschaft genutzt.

IPUS bietet innovative Möglichkeiten, klimaschädigende Gase zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.


Erfolgsgeschichte - Ein Mineral für alle Fälle#

Als Ergänzung zur Verfügung gestellt von: Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH SFG

Die Natur stellt uns eine Vielzahl von Materialien zur Verfügung. Die meisten von ihnen können wir Menschen in irgendeiner Form brauchen. Manche von ihnen sind direkt „intelligent“. Ein Unternehmen in der Obersteiermark macht sich das zunutze.

„Klinoptilolith ist ein Mineral vulkanischen Ursprungs, das je nach Bedarf Stoffe aufnehmen und auch wieder abgeben kann. Es ist ein Migulator, also ein mineralischer Bioregulator, der überall da eingesetzt wird, wo biologische oder chemische Prozesse stabilisiert oder reguliert werden müssen.“ Was Bernd Dettenweitz, Geschäftsführer von IPUS Mineral- und Umwelttechnologie aus Rottenmann, so beiläufig und trocken erklärt, hat in der Praxis weitreichende Folgen.

Labor
Labor
Quelle: SFG

In alle möglichen Feinheitsgrade gemahlen und mit Zusatzstoffen versetzt, kann es eine ganze Menge. Zum Beispiel gefährliches Ammoniak binden, das bei der Biogaserzeugung anfällt und so ganz nebenbei den Gärprozess beschleunigen, was zu einer Effizienzsteigerung der gesamten Anlage führt. Abwässer werden damit gereinigt und es kann als Zusatz in Futtermitteln helfen, Nutztiere gesund zu halten und deren Leistung zu verbessern. Es bindet freie Radikale im Körper der Tiere, reduziert schädliche Keime und Schadstoffe und fördert die Entwicklung nützlicher Mikroorganismen in der Verdauung und das selbst dann noch, wenn mit den Verdauungsendprodukten in Form von Gülle der Acker gedüngt wird.

Bekannt ist dieses Mineral schon seit dem Altertum: „Cleopatra mischte Klinoptilolith in ihre Schönheitsmasken. Das US-Militär verwendete es als schnell blutstillendes Mittel und in der UdSSR galt es sogar als strategischer Rohstoff. In Westeuropa war dieses Mineral lange nahezu unbekannt“, weiß Bernd Dettenweitz. Je nach Einsatzzweck wird es verschieden fein gemahlen und mit verschiedensten Zusätzen wie zum Beispiel Kalzium, Magnesium oder Eisen versetzt. Am Einsatzort, also Biogasanlage, Kläranlage, Tierkörper (um nur einige zu nennen), werden diese Zusätze dann freigesetzt und schädliche Stoffe von diesem Migulator gespeichert und auf natürlichem Wege abtransportiert. Durch seine große Oberfläche – zehn Gramm Klinoptilolith besitzt eine innere Fläche so groß wie ein Fußballfeld – ist es extrem speicherfähig.

IPUS beschäftigt sich seit dem Jahr 2000 mit diesem bemerkenswerten Mineral und hat sich dessen natürliche Eigenschaften zunutze gemacht. Abgebaut wird es in der Slowakei und in der Steiermark verarbeitet. Die Steirische Wirtschaftsförderung SFG hat schon früh das Potenzial dieses Unternehmens und seines einzigartigen Produktes erkannt und es in mehreren Projekten gefördert. Sichtbares Zeichen der Anerkennung und des Erfolges war die Verleihung des Fast Forward Awards 2004. Die Einsatzmöglichkeiten dieses Migulators sind noch lange nicht ausgereizt und so wird man in Zukunft noch viel hören vom Rottenmanner Unternehmen – und dem Mineral mit dem unaussprechlichen Namen Klinoptilolith.