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Universität Graz#

Karl-Franzens-Universität
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Universitas Carolo-Franciscea

Rektorin: Univ.-Prof. Dr.phil. Christa Neuper
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(Nachfolger ab Oktober 2019: Ao.Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek)

Die zweitälteste Universität Österreichs wurde 1585 durch Erzherzog Karl II. von Innerösterreich zunächst mit einer Philosophischen und einer Theologischen Fakultät im Jesuitenkolleg (jesuitische Erziehungs- und Unterrichtsorganisation) gegründet und ist heute Österreichs zweitälteste Universität und eine der größten des Landes.

Die Universität Graz hat fünf "Profilbildende Bereiche"

  • Climate Change Graz
  • BioHealth
  • Complexity of Life in Basic Research and Innovation (COLIBRI)
  • Smart Regulation
  • Dimensionen der Europäisierung
Universität Graz Hauptgebäude
Karl-Franzens-Universität Graz
Foto: Dr. Marcus Gossler. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0
gliedert sich in sechs Fakultäten
  • Katholische Theologie
  • Rechtswissenschaften
  • Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
  • Geisteswissenschaften
  • Naturwissenschaften
  • Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaften

und folgende universitäts- und fakultätsübergreifende Leistungsbereiche

  • Zentrum für digitales Lehren und Lernen
  • die 7. fakultät - Zentrum für Gesellschaft, Wissen und Kommunikation
  • Steuerungsgruppe Fachdidaktik Steiermark
  • Konfuzius-Institut
  • Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung
  • treffpunkt sprachen – Zentrum für Sprache, Plurilingualismus und Fachdidaktik
  • Vestigia – Zentrum für die Erforschung des Buch- und Schrifterbes
  • Universitäts-und fakultätsübergreifende Leistungsbereiche
  • Zentrum für Lehrkompetenz
  • Zentrum für PädagogInnenbildung
  • Zentrum für Regionalwissenschaften
  • Zentrum für Soziale Kompetenz
  • Zentrum für Südosteuropastudien
ReSoWi, UniGraz
ReSoWi-Zentrum der Universität Graz. Architekt: Günther Domenig.
Foto: Georg Mittenecker. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 2.5
die von 6 Forschungsnetzwerken ergänzt werden
  • The Human Factor in Digital Transformation
  • Gehirn und Verhalten
  • Heterogenität und Kohäsion
  • Modelle und Simulation
  • Kultur- und Deutungsgeschichte Europas
  • Umwelt und globaler Wandel

und bietet zur Zeit (Studienjahr 2018/19) für ca. 31.000 Studierende 120 Studien an.

Die Universität Graz engagiert sich in zahlreichen weltweiten Netzwerken, so wurde sie u.a. als einzige österreichische Uni in das "Utrecht Network" und in die "Coimbra Grou"p aufgenommen. Ihre geografische Lage und eine langjährige Zusammenarbeit mit dem südöstlichen Europa prädestinieren die Uni Graz dazu, der Region einen Schwerpunkt in Lehre und Forschung zu widmen.

Mit der Initiierung von interdisziplinären und interuniversitären Partnerschaften setzt die Universität Graz auf Kooperation und Vernetzung der steirischen Universitäten und Fachhochschulen (im November 2011 wurde mit der Gründung der "steirischen Hochschulkonferenz" der Grundstein für eine intensivere Zusammenarbeit aller Universitäten und Hochschulen am Standort gelegt)

"NAWI Graz" gilt als eines der Best-Practice-Modelle der österreichischen Hochschullandschaft: 2004 haben sich Karl-Franzens-Universität und TU Graz entschlossen, die naturwissenschaftlichen Disziplinen an beiden Einrichtungen abzustimmen. Der erste und bislang einzige Schulterschluss zweier Universitäten in Österreich will die naturwissenschaftliche Forschung und Lehre in Graz weiter stärken und ausbauen.


Geschichte

Die zweitälteste Universität Österreichs wurde 1585 durch Erzherzog Karl II. von Innerösterreich zunächst mit einer Philosophischen und einer Theologischen Fakultät im Jesuitenkolleg gegründet; 1752 bis 1773 übernahmen schrittweise staatliche Behörden die Kontrolle über die Universität; 1778 folgte die Juridische Fakultät. Nach der Umwandlung in ein Lyzeum (mit Promotionsrecht in Philosophie und Theologie) sorgte Kaiser Franz I. 1827 für die Wiedererrichtung der Hohen Schule als Karl-Franzens-Universität, die 1863 auch eine Medizinische Fakultät erhielt. Der heutige Campus entstand ab 1870.

Schlusssteinlegung 1895
Die Schlußsteinlegung für den Neubau der Karl Franzens-Universität in Graz 1895 durch Kaiser Franz Josef.
Originalzeichnung von Alex Kircher
Kaiser Franz Josef I. vor der Universität 1895
Kaiser Franz Josef I. vor der Universität am 4. Juni 1895.
Universitätsarchiv
Einen gravierenden Einschnitt erlitt das florierende wissenschaftliche Leben 1938, als zahlreiche Lehrende – darunter die Nobelpreisträger Otto Loewi, Viktor Hess und Erwin Schrödinger – sowie knapp ein Drittel der Studierenden durch die Nationalsozialisten aus "rassischen", religiösen oder politischen Gründen entlassen und vertrieben wurden.

In den Jahren 1939 bis 1945 waren die theologischen Fakultäten Graz und Wien zusammengelegt; 1975 wurde die Grundstruktur verändert (die Juridische Fakultät wurde in eine Rechtswissenschaftliche und eine Sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät geteilt, die Philosophische Fakultät in eine Geisteswissenschaftliche und Naturwissenschaftliche Fakultät); im Zuge des UG 2002 wurde 2004 die Medizinische Fakultät zu einer eigenen Universität. 2007 erhielt die Universität mit der Bündelung der Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaften (URBI) wieder eine sechste Fakultät.

2007 wurde das Universitätszentrum Theologie (UZT) in der Heinrichstraße 78 fertiggestellt und eröffnet und vereint ab dem WS 2007/08 alle 13 Institute der Theologischen Fakultät an einem Standort.

Ebenso wurde das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) eröffnet, das auf dem Areal des ehemaligen Anna-Kinderspitals und der ehemaligen Kinderchirurgie zwischen Mozartgasse und Heinrichstraße errichtet wurde. Das ZMB ist Teil des Bio-Clusters Graz, der von der Uni Graz und der Technischen Universität Graz getragen wird und integriert unter anderem das Institut für Molekularbiologie, Biochemie und Mikrobiologie sowie andere eng verknüpfte biowissenschaftliche Bereiche.

Im selben Jahr wurde eine neue Fakultät für Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaften (URBi) gegründet.

Nobelpreisträger der Universität Graz#

Professoren#

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Fritz Pregl

(1869-1940) Professor für Medizinische Chemie an der Universität Graz.

Nobelpreis 1923 für Chemie (für die von ihm entwickelte Mikroanalyse organischer Stoffe)




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Julius Wagner-Jauregg

(1857-1940) Professor für Psychiatrie (1889-1892) an der Universität Graz. Nobelpreis 1927 für Medizin (für die Entdeckung der therapeutischen Bedeutung der Malariaimpfung bei der Behandlung von progressiver Paralyse, Dementia paralytica)




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Erwin Schrödinger

(1887-1961) Professor für Theoretische Physik (1937-1938) an der Universität Graz.

Nobelpreis 1933 für Physik (für die Entdeckung neuer fruchtbarer Formen der Atomtheorie)




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Otto Loewi

(1873-1961) Professor für Pharmakologie (1909-1938) an der Universität Graz. Nobelpreis 1936 für Medizin (für die Entdeckung der chemischen Übertragung von Nervenimpulsen)




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Viktor F. Hess

(1883-1964) Professor für Experimentalphysik (1920-1931 und 1937-1938) an der Universität Graz.

Nobelpreis 1936 für Physik (für die Entdeckung der kosmischen Strahlung)




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Karl v. Frisch

(1886-1982) Professor für Zoologie (1945-1950) an der Universität Graz. Nobelpreis 1973 für Medizin (für vergleichende Physiologie und Verhaltensforschung) Erinnerungen




Assistent#

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Carl Ferdinand Cori

(1896-1984) Ab 1921 Assistent an der von Otto Loewi geleiteten Lehrkanzel für Pharmakologie in Graz, entschied sich Cori 1922, in die USA zu gehen, wo er am gut ausgestatteten Staatsinstitut für Krebsforschung in Buffalo im Staate New York eine Anstellung am Institut für Pharmakologie eine Anstellung fand. Nach neun Jahren in Buffalo folgte Gerty Theresa Cori, geborene Radnitz, 1931 ihrem Mann als biochemische Forschungsassistentin an den Fachbereich für Pharmakologie der Medizinischen Fakultät der Washington Universität in St. Louis, Missouri. Im Jahre 1947 erhielt er gemeinsam mit seiner Frau für die „Entdeckung der katalytischen Umsetzung von Glykogen“ den Nobelpreis für Medizin.


Studenten/Absolventen #

Svante-Arrhenius.jpg

Svante Arrhenius

(1859-1927) Postgraduate Student bei Boltzmann und Ettingshausen an der Universität Graz 1887 und 1890.

Die Grazer Philosophische Fakultät schlug 1890 die Ernennung des stellenlosen Arrhenius zum außerordentlichen Professor für Physikalische Chemie vor, doch folgte er schließlich einem Ruf in das heimatliche Stockholm. Nobelpreis 1903 für Chemie (für seine Theorie der elektrolytischen Dissoziation)


Walther Nernst

(1864-1941) Studierte an der Universität Graz.

Nobelpreis 1921 für Chemie (als Anerkennung für seine thermochemischen Arbeiten)


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Ivo Andrić

(1892-1975) Promovierte 1924 an der Universität Graz. Nobelpreis 1961 für Literatur (für die epische Kraft, mit der er Motive und Schicksale aus der Geschichte seines Landes gestaltet)


Weiterführendes#

Kooperationen KFU / Austria-Forum#

  • Botanik mit Professor Dr. Paul Blanz
  • Germanistik mit a.o. Professor Dr. Werner Hofmeister
  • Volkskunde mit Professor Dr. Günther Jontes
  • Wirtschaftwsissenschaften mit Prof. Dr. U. Leopold
  • Digitalisierungsgruppe Karl Lenger

Literatur#

  • Tradition und Herausforderung. 400 Jahre Universität Graz, 1985