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Mai, Erster#

Der dienstfreie Tag der Arbeit wird seit 1890 begangen. 1889 gedachte der Internationale Arbeiterkongress in Paris des Hundertjahr-Jubiläums der Französischen Revolution. Aus diesem Anlass wurde beschlossen, den 1. Mai als Weltfeiertag des Proletariats auszurufen. Manifestationen in allen Ländern sollten die Forderung nach dem Achtstundentag unterstützen. Seit 1919 ist der 1. Mai in Österreich Staatsfeiertag. Er ist ein Fixpunkt im sozialistischen Festkalender, der traditionelle Aufmarsch in der Prater Hauptallee oder auf der Wiener Ringstraße (seit 1926) ein Antibrauch zum feudalen bzw. bürgerlichen Praterkorso und als "roter Umgang" zur Fronleichnamsprozession. Die Teilnehmer treffen sich in den SPÖ-Bezirkssektionen und marschieren in die City. Den Abschluss des Festtages bildet traditionell ein Feuerwerk im Prater.

Bei der im Frühjahr 2016 durchgeführten IMAS-Umfrage "Traditionen und Bräuche" (Archiv Nr. 016041) gaben 61% an, Maiaufmärsche zu kennen und 13%, selbst teilzunehmen.

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Quellen:
Alois Döring: Rheinische Bräuche durch das Jahr. Köln 2006. S. 203 f.
Helga Maria Wolf: Das neue BrauchBuch. Wien 2000

Bilder:
Kundgebung auf der Wiener Ringstraße, 1. Mai 2013, Fotos: Doris Wolf


Siehe auch:
-->Kundgebung 1926