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Theresia von Avila#

Theresia

Teresa de Cepeda wurde am 28. März 1515 als drittes von neun Kindern einer adeligen Familie in Avila (Spanien) geboren. Als Teresa 12 Jahre alt war, starb ihre Mutter und sie weihte sich der hl. Maria. 1530-1532 verbrachte sie in einem Kloster der Augustinerinnen. Einige Zeit zwischen Heirat und Berufung unentschlossen, trat sie 1535 bei den Karmelitinnen in Avila ein. Nach der Profess erkrankte sie schwer und hatte in der Folge mystische Erlebnisse. Zu Ostern 1556 feierte Teresa ihre „geistliche Verlobung mit Christus“. Nach einer Höllenvision beschloss sie 1560, Klöster von Einsiedlerinnen zu gründen. Diese Ordensreform stieß auf wenig Begeisterung, der Provinzial nahm seine Zustimmung zurück. Auch als sie 1562 mit bischöflicher Erlaubnis das Kloster zum hl. Joseph gründete, kam es zu Protesten kirchlicher und weltlicher Obrigkeiten. Trotz anhaltender Schwierigkeiten setzte Teresa ihr Reformwerk fort, es entstanden der Zweigorden der Unbeschuhten Karmelitinnen und zahlreiche Klöster. Teresa von Avila starb am 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes.

Biographen loben ihr Organisationstalent ebenso wie ihr mystisches Erleben, das sie in Schriften wie „Die Seelenburg“ systematisch schilderte. Ihre Werke gelten als Klassiker der Theologie und der spanischen Sprache. Sie gründete 14 Klöster für Schwestern als beschaulicher Orden und - mit Hilfe des hl. Johannes vom Kreuz ab 1568 - auch den männlichen Zweig (Teresianischer Karmel, Unbeschuhte Karmeliten).

Wichtig für den Kult der „großen“ hl. Theresia, war, dass man ihren Leichnam nach zwei Jahren unverwest fand. 1614 wurde sie selig-, 1622 heiliggesprochen. Seit 1617 ist sie Patronin Spaniens, 1970 ernannte sie der Papst zur Kirchenlehrerin. Der Tag des Heiligengedächtnisses war von der Gregorianischen Kalenderreform betroffen. Da am 4. Oktober (Todestag) bereits Franz von Assisi im Kalender stand, feierte man Theresia am 5. - der erste jener zehn Tage, die wegen der Reform 1582 ausfielen. Daher wird der Gedenktag seither erst am 15. Oktober begangen. „Theresia von Avila, Ordensfrau, Kirchenlehrerin“ ist ein gebotener Gedenktag im Generalkalender.

Darstellungen zeigen Theresia in der Tracht der Karmelitinnen (brauner Habit, weißer Mantel, schwarzer Schleier), mit Buch, brennendem Herz und Pfeil. Attribute sind ein Engel oder eine Taube. In Wiener katholischen Kirchen befinden sich Darstellungen im Stephansdom, Franziskanerkirche, Maria am Gestade, Peterskirche, Karmeliterkirche, Pfarrkirche St. Josef, Waisenhauskirche, Paulanerkirche, Pfarrkirche St. Thekla, Pfarrkirche Margareten, Votivkirche, Versorgungsheimkirche Lainz, Kirche Am Steihof, Lazaristenkirche, Pfarrkirche Weinhaus, Karmeliterkirche, Schulbrüder Strebersdorf.

Die hl. Theresia von Avila ist die Patronin von Spanien und ihrer Ordensgemeinschaften, der Bortenmacher, Schriftsteller, für Spiritualität; gegen Herz- und Kopfleiden.


Quellen:
Alle heiligen Zeiten. Lieder und Texte im Jahreskreis. Atzenbrugg 2010. S. 195f.
Hiltgart L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Stuttgart 1970. S. 480
Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen (Bearb. Josef Gelmi). Innsbruck 1988. S. 787f.
Heiligenlexikon: Theresia

Bild: "S. Theresia". Kleines Andachtsbild, 1826. Gemeinfrei