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Konditorei Zauner#

Sondermarke#

Briefmarke, Konditorei Zauner
© Österreichische Post

Konditorkunst mit Tradition#

Seit beinahe 200 Jahren wird in der Konditorei Zauner in Bad Ischl Süßes produziert – die Österreichische Post würdigt das traditionsreiche Unternehmen nun mit einer Sondermarke aus der Serie „Gastronomie mit Tradition“.

1821 gründete der Wiener Zuckerbäcker Johann Zauner in Bad Ischl im Salzkammergut eine Trattoria. Elf Jahre später eröffnete er die Konditorei Zauner, das heutige Stammhaus in der Pfarrgasse, das auf der Sondermarke zu sehen ist. Sein Enkel Viktor Zauner übernahm das Unternehmen in dritter Generation und führte es in eine erfolgreiche Blütezeit. 1927 kam zum Stammhaus das Café Esplanade am Ufer der Traun dazu, das heute als Grand-Café und Restaurant geführt wird. 1958 wurden die Ischler Törtchen bei der Weltausstellung in Brüssel mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, der im Laufe der Jahrzehnte noch viele weitere Auszeichnungen für verschiedene Zauner-Produkte bei internationalen Konditoreibewerben folgten.

Josef Zauner führt heute in sechster Generation die Geschäfte der Konditorei Zauner. 1980 wurde der ehemaligen k. u. k. Hofzuckerbäckerei und heutigen Konditorei Zauner das Recht zur Führung des österreichischen Staatswappens zuerkannt. Neben den Klassikern Zaunerstollen, Zaunerkipferl und Zauner Oblaten bietet die Konditorei auch exklusive Torten und Törtchen wie die Kaisertorte sowie feine Schokoladen und Pralinen wie etwa das Zauner Baronesserl an.

Der berühmte Zaunerstollen#

Im Jahr 1905, unter der Leitung von Viktor Zauner, wurde nach einer originellen Entstehungsgeschichte der berühmte Zaunerstollen entwickelt: Der Konditor Josef Nickerl kreierte für Zauner die feinen Ischler Oblaten, die bis heute eines der beliebtesten Produkte der Konditorei Zauner sind. Beim Backen wurden alle Oblaten, die nicht perfekt in Form waren, aussortiert. So entstand eine große Menge an qualitativ einwandfreiem Oblatenbruch, den Nickerl nicht einfach wegwerfen wollte. Er vermischte die Brösel mit einer Haselnuss-Schoko-Masse und formte kleine Makronen daraus, die rasenden Absatz fanden. Gemeinsam mit Viktor Zauner optimierte Nickel noch die Form der neuen Spezialität, überzog das Ganze mit Schokoladeglasur, und so war der Zaunerstollen erfunden, der heute noch ein Symbol für höchste Konditorkunst ist.