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Burgruine Taggenbrunn#

Bezirkshauptmannschaft: St. Veit an der Glan Kaernten, St. Veit an der Glan

Gemeinde: St. Georgen am Längsee Kaernten, St. Georgen am Laengsee

Katastralgemeinde: Taggenbrunn Kaernten, Taggenbrunn



Ausgedehnte, weithin sichtbare Anlage mit Resten eines Wohnbaues des 15. Jahrhunderts; große Ringmauern mit drei vorstehenden Rundtürmen und einem Zugbrückentor. Reste des Palas und der Wirtschaftsgebäude.

Die Burg wurde 1157 als "Castrum Takenbrunne" erstmals urkundlich erwähnt; sie war damals Besitz der Salzburger Erzbischöfe.

Im 13. und 15. Jahrhundert wurde sie zerstört, ein weitgehender Neubach und Ausweitung zu einer modernenBurganlage erfolgte von 1497 bis 1503 zu einer modernen Befestigung unter Erzbischof Leonhard von Keutschach, ein weitgehender Neubau erfolgte (nach 1494) unter Erzbischof Leonhard von Keutschach. Bis 1692 war die Burg in Salzburger Besitz; mit dem Ende des souveränen Fürstentums Salzburg 1803 fiel Taggenbrunn an Österreich und wurde Staatsbesitz. 1858 kaufte Antonie von Reyer Taggenbrunn, 1883 ging Taggenbrunn in den Besitz der Familie Paulitsch und im selben Jahr an die Familie Kleinszig über.

2011 erwarb die Unternehmerfamilie Alfred und Andrea Riedl die Burg Taggenbrunn. Seither werden die Ruine und die umliegenden Gebäude aufwändig restauriert. (Historisch besonders wertvoll sind u.a. der Getreidespeicher und das Marhaus, die Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet wurden und heute noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten sind.) Die gesamte Anlage wurde in den letzten Jahren kultiviert, heute wird auf einer Fläche von ca. 40ha Wein angebaut. Das vollständig restaurierte Stallgebäude aus 1803 kann bereits für Veranstaltungen gebucht werden; 2017 wurde das Weingut und das Hotels eröffnet. Die Burg selbst wird noch renoviert.


Eigentümer: Fam. Alfred und Andrea Riedl


Weiterführendes#



Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen und im Sommer 2019 an Hand von Web-Recherchen aktualisiert.

Literatur#

  • Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten, Vorarbeiten von Karl Ginhart, neubearb. von Ernst Bacher, Ilse Friesen, Geza Hajos, Wolfram Heike, Elisabeth Herzig, Horst R. Huber, Margarete Migaes, Jörg Oberhaidacher, Elisabeth Reichmann-Endres, Margareta Vyoral-Tschapka, 2. verb. Auflage, Wien 1981, Seite 694f;
  • Henckel, Hugo, Burgen und Schlösser in Kärnten II, Klagenfurt-Wien 1964, Seite II/165ff
  • Valvasor Topographia Archiducatus Carinthiae Nachdruck der Ausgabe von 1688, Klagenfurt 1975, Seite 218f
  • Wiessner, Hermann — Seebach, Gerhard — Vyoral-Tschapka, Margareta, Burgen und Schlösser in Kärnten (Kärnten I), Burgen und Schlösser um Wolfsberg, Friesach, St. Veit, 2. erw. Aufl., Wien 1977, Seite I/125ff