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Franz Grillparzer#

* 15.1.1791 Wien + 21.1.1872 Wien, Dichter

Franz Grillparzer - Volksgarten - Photo: Peter Diem
Foto: P. Diem

Der Sohn eines Advokaten studierte Philosophie und Jus in Wien. Als er 18 Jahre alt war, starb sein Vater, ein Jahrzehnt später die Mutter und er mußte er die Familie versorgen. Obwohl er schon in seiner Jugend dichtete, arbeitete Grillparzer als Hofmeister und in verschiedenen staatlichen Ämtern, zuletzt war er Direktor des Hofkammerarchivs. 1817 wurde sein erstes Drama, "Die Ahnfrau" erfolgreich uraufgeführt, 1818 "Sappho", es folgte eine Anstellung als Burgtheater-Dramatiker. Weitere wichtige Werke: "König Ottokars Glück und Ende" (1823), "Ein treuer Diener seines Herrn" (1828), "Des Meeres und der Liebe Wellen" (1831), "Weh dem, der lügt" (1838). Die großen Altersdramen " Ein Bruderzwist in Habsburg", "Die Jüdin von Toledo" und "Libussa" wurden posthum uraufgeführt. Nach dem Willen des Autors hätten sie vernichtet werden sollen.

Das Grillparzer-Denkmal im Volksgarten wurde von einem Komitee unter dem Ehrenschutz des Erzherzogs Carl Ludwig realisiert und 1889 enthüllt. Namhafte Künstler der Ringstraßenzeit wurden damit betraut. Es ist eine überlebensgroße Sitzfigur des Dichters. Die architektonisch gestaltete Wand dahinter zeigt Szenen aus seinen Dramen.


Standort: Wien 1, Volksgarten
Künstler: Carl Kundmann (Figur), Carl Hasenauer (Architektur), Rudolf Weyr (Konzept, Reliefs)