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"Mit Helden tun wir uns schwer"#

Der Historiker Arno Strohmeyer über die Lektionen, die die Erfolge und das Scheitern der Monarchie für die Gegenwart bereithalten.#


Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus der Wiener Zeitung, 3. November 2018

Von

Walter Hämmerle


Arno Strohmeyer
"Wir leben in einer Zeit des unglaublich beschleunigten Wandels. Der Rückblick auf die Vergangenheit kann da Sicherheit geben": Arno Strohmeyer.
Foto: © Moritz Ziegler

"Wiener Zeitung": Am 12. November 1918 wurde die Republik begründet. Wer heute durch die Innenstädte von Wien, Innsbruck, Graz oder Salzburg geht, spaziert durch eine imperiale Kulisse. In hundert Jahren ist es der Republik nicht gelungen, der Gegenwart ihren formalen Stempel aufzudrücken. Konnte sie nicht oder wollte sie nicht?

Arno Strohmeyer: Bei solchen Fragen sollte man immer berücksichtigen, dass die Republik in Österreich zwei Schritte benötigt hat, um wirklich bei den Menschen anzukommen. Der erste Versuch ab Herbst 1918 stand unter keinem guten Stern und war schnell wieder Vergangenheit. Erst im zweiten Anlauf nach 1945 hat sich die neue Staatsform erfolgreich und dauerhaft im Bewusstsein verankert.

Was macht das Jahr 1918 für Historiker so interessant?

Damals fand tatsächlich ein Epochenwechsel statt, eine Zäsur von einschneidender Bedeutung. Unser Blick auf das kleine Österreich verengt oft die große Perspektive: 1918 ist nicht nur die Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie untergegangen, sondern auch das Deutsche Kaiserreich, das Osmanische und, wenngleich schon 1917, das zaristische Imperium. Offensichtlich wurde der Aufstieg der USA zur vorherrschenden Weltmacht. An dieser welthistorischen Zäsur macht die Geschichtswissenschaft den Übergang von der Neuzeit zur Zeitgeschichte fest, 1918 beginnt Neues in vielfacher Hinsicht.

Zuerst stand aber der Verlust des Bestehenden im Fokus. Der Bruch wurde auf die eine oder andere Weise als Tragödie empfunden. Selbst viele, die damals jubelten, bedauerten doch auch die Auflösung des Vielvölkerstaats. Die Gründer der Ersten Republik, etwa Otto Bauer oder Ignaz Seipel, fühlten sich als Bürger eines Großreichs und haderten nun mit ihrem Dasein als unbedeutende Kleinstaatler.

Ja, mit der Monarchie endete ein Lebensgefühl, und es gab kaum Euphorie über den Beginn des Neuen. Die Niederlage von 1918 führte für Österreich zum Verlust des Großreichs, zudem stand es vor den Trümmern seiner wirtschaftlichen Existenz. Dies alles hat das Bewusstsein der Menschen geprägt, Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Kleinstaats, und die Forderung nach einem Zusammengehen mit Deutschland waren die logische Folge. Heute wissen wir, dass auch Kleinstaaten höchst erfolgreich sein können und zu jenen Staaten zählen, die über die höchste Lebensqualität und soziale Sicherheit verfügen. Und trotzdem weinen manche noch immer dem einstigen Großstaat und seiner internationalen Rolle nach.

Das politische Image der Monarchie war lange ausgesprochen negativ. Vor allem die SPÖ sah das Reich als Völkerkerker, wo Zensur und Unterdrückung vorherrschten. Heute dagegen erlebt die Monarchie eine Renaissance und wird als mögliches Rollenmodell für die Zukunft der heutigen EU erforscht. Wie ist es zu diesem Imagewandel gekommen?

Geschichtsbilder entstehen immer durch Erinnern und Vergessen. Welche Ereignisse und Traditionen wie erinnert, welche Passagen der Geschichte vergessen werden, das wird durch die jeweiligen Rahmenbedingungen der Gegenwart bestimmt. Deshalb ist unser Blick auf die Monarchie im Jahr 2018 ein anderer, als er in den 20er, 30er, 50er oder 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war.

Inwiefern?

1918 standen, jedenfalls auf dem Gebiet des heutigen Österreichs, die Niederlage und der Verlust im Zentrum; in jenen Gebieten der Monarchie, die endlich die ersehnte Unabhängigkeit erhielten, etwa in Böhmen, das vom Trauma der Niederlage gegen die Habsburger in der Schlacht am Weißen Berg 1620 geprägt war, prägte der Aufbruch die Erinnerung. Für die Nationalsozialisten waren die Habsburger aufgrund ihrer übernationalen, erzkatholischen Ausrichtung zuallererst Verbrecher an der "Schicksalsgemeinschaft des deutschen Volkes". Und auch nach 1945, als sich Österreich erneut auf die Suche nach positiven Versatzstücken in der Geschichte machte, taugte die Monarchie nicht zur Entwicklung eines positiven Nationalgefühls. Also griff man auf die älteren Traditionen der Bundesländer als Vorläufer des Kleinstaats Österreich zurück, auf den Zusammenschluss Oberösterreichs, Niederösterreichs, Kärntens, der Steiermark, von Tirol und der Vorlande im Mittelalter. Und auch aus dieser Perspektive kommen die Habsburger nicht gut weg. Ein positiver Blick auf die Monarchie hatte deshalb erst eine Chance, als die Zweite Republik ein gefestigtes Nationalgefühl besaß. Noch wichtiger für diese neue Perspektive auf die Vergangenheit war aber sicher die Entwicklung der Europäischen Union. Durch den Beitritt Österreichs 1995 wurde die Perspektive massiv erweitert. Und beides müssen wir im Zusammenhang mit der Zäsur von 1989 sehen, als der Kalte Krieg und die Spaltung Europas endeten.

Was macht die Monarchie für das aktuelle Europa so interessant?

Auch Europa leidet an einem unterentwickelten Zusammengehörigkeitsgefühl. In so einer Situation sucht man stets in der Geschichte nach Spuren einer gemeinsamen Vergangenheit, nach Anknüpfungspunkten für eine gemeinsame Identität. Die Forschung kann das sehr schön anhand der Nationen nachweisen, die allesamt in der Geschichte nach Urgründen für ihre Entstehung suchten. Genau das Gleiche macht die EU jetzt, allerdings stößt sie dabei auf enorme Schwierigkeiten. Das antike Römische Reich taugt nicht als Vorläufer, auch beim Frankenkönig Karl dem Großen gibt es Probleme. In dieser Situation wird jetzt plötzlich die Habsburgermonarchie interessant, weil es eben auf einer bestimmten Ebene durchaus gewisse Parallelen zur Lage der heutigen Union gibt. So entstehen Versuche, die Monarchie als Versuchslabor für die EU neu zu interpretieren und neu zu bewerten. Trotzdem sollten wir die daraus resultierenden Vergleiche und Analogien mit Vorsicht genießen, weil es zwar Ähnlichkeiten zwischen dieser Vergangenheit und unserer Gegenwart gibt, aber eben auch erhebliche Unterschiede.

Was sind die wichtigsten Parallelen zwischen der Monarchie und der heutigen EU?

Sicher das Verständnis von Zentralgewalt und Föderalismus, und dann gleich die erstaunliche Tatsache, dass eine übernationale Struktur über einen so langen Zeitraum zu bestehen vermochte. Beides macht die Monarchie für heute so interessant.

Die Eliten und Institutionen von Monarchie wie Republik werden erstaunlich häufig als Vertreter und Verkörperungen eines "Operettenstaats" porträtiert und verunglimpft, manchmal liebevoll, manchmal gehässig. Der geflügelte Satz, wonach die Lage zwar hoffnungslos, aber nicht ernst sei, prägte damals und prägt bis heute das Verhältnis der Bürger zu ihrem Staat. Haben Sie als Historiker eine Erklärung für diese erstaunliche Kontinuität?

Vielleicht die, dass sich die österreichische Geschichte mit Helden schwertut. Die letzten hundert Jahre der Monarchie sind reich an Niederlagen, an großen wie kleinen, und arm an Siegen. Bis auf Prinz Eugen, den siegreichen Feldherren in den Kriegen gegen die Osmanen, hat es kein militärischer Anführer geschafft, sich im kollektiven Bewusstsein als Held zu verankern. Allenfalls noch Feldmarschall Radetzky, aber der hat eben auch seine Schattenseiten, weil er die Revolution von 1848 blutig niederschlug. Natürlich wurden die Habsburger überhöht, besonders Kaiserin Maria-Theresia als zweite "Magna Mater Austria". Dass es gleichzeitig immer auch zu einer ironischen Unterwanderung der Mächtigen gekommen ist, auch zu einer Selbstironisierung, muss aber wohl auch mit dem Naturell der Österreicher zu tun haben; jedenfalls unterscheidet uns das erheblich von den Deutschen, wobei es da auch innerhalb Österreichs ein starkes Ost-West-Gefälle gibt.

Worin besteht der Zusammenhang zwischen dem Helden-Defizit und dem (ost-)österreichischen Hang zur Selbstironie? Was macht es mit einer Gesellschaft, wenn diese über hundert Jahre fast verlässlich als Verlierer vom Schlachtfeld zieht, und es aber trotzdem gelingt, ein Reich zusammenzuhalten?

Das Prinz-Eugen-Denkmal am Heldenplatz im 1. Wiener Bezirk Innere Stadt
Das Prinz-Eugen-Denkmal am Heldenplatz im 1. Wiener Bezirk Innere Stadt.
Foto: Bwag. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 4.0

Die Fähigkeit zur Selbstironie ist ein Zeichen von Selbstbewusstsein. Das ist die Voraussetzung dafür, die eigene Schwäche pointiert in den Vordergrund zu rücken. Und auch Niederlagen haben einen, wenigstens relativen Vorteil: Man kann aus ihnen lernen, dass es trotzdem weitergeht. Gerade in der Spätphase der Monarchie, die zugleich eine Zeit der kulturellen und wissenschaftlichen Hochblüte war, gab es zahlreiche Satirezeitungen, die die politischen Themen entsprechend aufarbeiteten.

Beim Blick auf 100 Jahre Republik wird stets der Bruch betont. Gleichzeitig sind die institutionellen und strukturellen Kontinuitäten enorm, welche Monarchie und Republik verbinden: Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch, wichtige Teile der Verfassung, zentrale Einrichtungen wie Rechnungshof, Verfassungsgerichtshof, die Verwaltungsebenen der Bezirke und Gemeinden, nicht zu reden von den Parteien: Sie alle haben ihre Wurzeln in der Monarchie.

Das stimmt, obwohl die neue Staatsform doch einen massiven Einschnitt darstellt. Viele Errungenschaften der Monarchie waren tatsächlich richtungsweisend. So war das Habsburgerreich der erste europäische Staat, der 1912 den Islam als dem Christentum gleichwertige Religion anerkannte. Solche Traditionen sollten wir uns viel stärker ins Bewusstsein rufen, um deutlich zu machen, dass nicht alles in der Monarchie morsch und überkommen war. Gerade, was das Zusammenleben verschiedener Nationalitäten anlangt, war dieser Staat oft vorbildlich und innovativ, etwa in der Sprachen- und Bildungspolitik. Das gilt auch im Bemühen, Regeln für die Autonomie nationaler Minderheiten in einem größeren Ganzen zu entwickeln, deren wir uns heute gar nicht mehr bewusst sind; das betrifft zum Beispiel nicht-territoriale Konzepte für Gruppen, die über größere Räume verteilt leben. Diese Lösungen können heute für Europa wieder wertvoll werden, keineswegs nur für ethnische Minderheiten, sondern auch für religiöse, gerade im Hinblick auf den Islam.

Wenn man allerdings die religiöse und ethnische Toleranz der späten Monarchie betont, darf man auch nicht vergessen, dass ihre Entstehung auf Intoleranz beruhte. Die Gegenreformation im 16. und 17. Jahrhundert drängte den Protestantismus an den Rand, oft gewaltsam, um über den Katholizismus und das Haus Habsburg dem heterogenen Reich eine gemeinsame Identität zu verpassen.

Am Ende zerbrach das Vielvölkerreich an einem Mangel an gemeinsamer Identität. Welche Lektionen hält das Scheitern der Monarchie für das Europa der Gegenwart und Zukunft bereit?

Entscheidend war am Ende, dass zentrifugale Kräfte wie der Nationalismus eine so extreme Wirkkraft entfalten konnten. Eine Lektion ist sicher die Bedeutung gemeinsamer Symbole, wie sie das Kaisertum und die Person des Kaisers darstellten; wichtig ist zudem Konsens im Hinblick auf die gemeinsame Vergangenheit. Beide Faktoren können helfen, eine Identität zu entwickeln. Ansatzweise erfüllen die gemeinsamen europäischen Institutionen bereits diese Rolle, etwa das EU-Parlament samt entsprechenden Wahlen, der Europäische Gerichtshof oder "Brüssel" als Synonym für eine europäische Hauptstadt. Auch ein gemeinsamer Feind kann helfen, dass sich Gemeinschaften enger zusammenschweißen. Für die Monarchie spielten die Türken eine wichtige Rolle. So gesehen ist es durchaus möglich, dass Europa auch heute ganz schnell zusammenrückt, wenn etwa der Schutz der USA wegfällt und eine feindliche Macht die Union bedroht. Das kann sehr, sehr schnell gehen.

In der Regel benötigt das Zusammenwachsen aber lange Zeit, das zeigen alle historischen Beispiele. Die Habsburgermonarchie entstand aus den österreichischen Erblanden, Ungarn und Böhmen 1526. Es hat 150 Jahre und mehr gedauert, bis man überhaupt einen gemeinsamen Namen für dieses Gebilde gefunden hatte. Die EU ist im Vergleich dazu immer noch unglaublich jung. Da sollten wir uns nicht verrückt machen, wenn die Dinge dauern oder einzelne Mitglieder wieder ausscheiden. So ein Prozess benötigt Generationen, und auch Rückschläge gehören dazu. Der Kern der EU ist aus meiner Sicht aber bereits in einem Ausmaß zusammengewachsen, dass sich die Menschen hier gar keine andere Alternative mehr vorstellen können.

Es gibt die These, dass im Ausgleich mit Ungarn von 1867, der die Monarchie zur Doppelmonarchie machte und die gemeinsamen Institutionen schwächte, der Keim zum späteren Scheitern angelegt wurde. Wenn das stimmt, was bedeutet dies für die immer wieder auftauchende Idee eines Europa der zwei Geschwindigkeiten?

Ungarn hatte von Anfang an immer eine Sonderrolle, es war nie ganz integriert. Das hängt mit den stark libertären Traditionen des ungarischen Adels zusammen, mit der Sprache und der sehr frühen Nationsbildung. All dies wirkt bis heute, wie die aktuelle Rolle Ungarns in der EU zeigt. Es gibt hier eine starke Tradition der Selbstständigkeit und des Miteinanders, und diese Kräfte haben auch zum Ausgleich 1867 geführt, der durchaus der Versuch einer politischen Lösung für den ungarischen Nationalismus war. Die Möglichkeit des Scheiterns besteht immer, das muss sich auch die heutige Union eingestehen. Wichtig ist, sich die nötige Zeit zuzugestehen. Gerade die Staaten Osteuropas sind mit einer völlig anderen Geschichte Mitglieder der EU geworden. Hier besteht eine viel stärkere Skepsis gegenüber einer noch stärkeren Integration, als sich die westlichen Staaten oft bewusst sind.

Die Dringlichkeit, mit der wir über Europa reden, hängt mit dem Gefühl zusammen, dass uns die Zeit davonläuft. Es fällt schwer, in den langen Zeiträumen der Vergangenheit zu denken. Wie reagiert darauf ein Historiker, der weiß, dass solche Entwicklungen trotzdem Generationen dauern und nicht Jahre?

Wir leben in einer Zeit des unglaublich beschleunigten Wandels, alles dreht sich immer schneller. Der Rückblick auf die Vergangenheit kann da Sicherheit geben, deshalb werden auch runde Jubiläen und Jahrestage immer intensiver gefeiert. Und daraus wiederum kann, wie bereits gesagt, Identität entstehen. Aber wir dürfen nicht übersehen, dass wesentliche Ereignisse der Geschichte von unterschiedlichen Staaten unterschiedlich verstanden werden: 1945 bedeutete für Westeuropa die Befreiung von der Nazi-Herrschaft und für Osteuropa den Beginn einer neuen Unterdrückung, diesmal durch die Sowjets. Das muss man nicht nur wissen, sondern auch berücksichtigen.

Im Wien des "Fin de Siècle" wurden Malerei und Architektur revolutioniert, die Psychoanalyse aus der Taufe gehoben, blühten Literatur und Naturwissenschaften. Wien stand damals auf einer Ebene mit Paris und London und vor Berlin. Wie ist es zu erklären, dass eine dem Untergang geweihte Gesellschaft an ihrem Ende eine Explosion kultureller und wissenschaftlicher Leistungskraft hervorbringt?

Spitzenleistungen in der Kunst finden tatsächlich oft in krisenhaften Zeiten statt. Wenn ein Umbruch auf vielen Ebenen sich anbahnt, dann regt das auch die Kreativität künstlerischer Geister an. Für die Wissenschaft ist stets entscheidend, dass sie über die notwendige Freiheit und Mittel verfügt. Beides war in der späten Phase der Monarchie gegeben. Und es schadet sicher nicht, wenn wir in Österreich die Erinnerung wachhalten, dass wir sehr wohl zu großen wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen imstande sind.

Information#

Arno Strohmeyer, geboren 1963 in Niederösterreich, studierte Geschichte und Ethnologie in Wien. Er promovierte 1991/92 mit der Arbeit "Das europäische Gleichgewicht der Kräfte in der Frühen Neuzeit: Idee und System". Nach Stationen u.a. in Bonn und Leipzig lehrte er 2006 als Gastprofessor an der Universität Wien.

Seit 2007 ist er Ordentlicher Professor für Allgemeine Geschichte der Neuzeit an der Universität Salzburg. Zu seinen Schwerpunkten zählen u.a. Herrschaftssysteme und Widerstand, die Verflechtung von Religion und Politik, Historiografie und Quellenedition.

Monografie: "Die Habsburger Reiche 1555–1740. Herrschaft – Gesellschaft – Politik" (Darmstadt 2012).

Walter Hämmerle, geboren 1971, hat Publizistik und Politikwissenschaft studiert und ist Chefredakteur der "Wiener Zeitung".

Wiener Zeitung, 3. November 2018