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Wie IT meinen Beruf und mein Leben verändert hat#

von Wolfgang Danninger

Danninger
IT habe ich immer nur als Anwender verwendet. In der Schule gab es dieses Fach noch nicht und in meiner universitären Ausbildung habe ich nie das Programmieren gelernt.

Taschenrechner waren während meines Studiums schon auf dem Markt. Sie waren aber sündteuer und durften bei Prüfungen nicht verwendet werden. Ich erinnere mich noch an eine Exkursion zu Freytag und Berndt, einem kartografischen Verlag, bei dem die älteren Mitarbeiter stolz erzählten, sie wären mit ihren Brunsviga Rechenmaschinen schneller als die jungen Mitarbeiter mit ihren Taschenrechnern.

Die Motivation, mich mit Computer zu beschäftigen waren meine beiden Kinder, vorallem der Sohn, der von seinem Amiga begeistert war. Ich wollte natürlich mit seinen Kenntnissen mithalten.

So lernte ich die ersten Schritte im Umgang mit dem PC und ich muss gestehen, mit Hilfe meines Sohnes.

Ich habe 1976 bei der oö Landesverwaltung zu arbeiten begonnen, aber es dauerte noch Jahre bis die ersten PCs in den Büros aufgestellt wurden. Für Kollegen die älter als ich waren, aber auch für manche gleichaltrigen blieb der PC immer ein Geheimnis, das gemieden wurde soweit es nur möglich war und sie waren froh, als der Tag kam, an dem sie in Pension gehen konnten, da sie sich dann nicht mehr mit den PCs beschäftigen mussten.

Seit ich in Pension bin, spielt der PC eine größere Rolle, da die PCs im Büro primär für Verwaltungsaufgaben verwendet wurden. Der Zugang zum Internet war eingeschränkt, um es nicht allzu sehr privat zu nutzen.

Die Speichermöglichkeiten von digitalen Fotos aber auch von Daten hat sich erheblich vergrößert. Fotografieren war früher ein sehr teures Hobby. Vor allem die Farbfotos kosteten ein kleines Vermögen und man hat sich bei der Zahl der Aufnahmen sehr beschränken müssen. Die Digitalfotografie kostet praktisch nur mehr etwas bei der Anschaffung der Kamera.

Fotos brauchen nicht mehr auf Papier ausgearbeitet werden. Wenn man es will, ist dies heute erheblich günstiger als es bei den Analogkameras gewesen ist. Die digitale Speicherung ermöglicht eine rasche Übersicht, die man früher nicht einmal mit Kontaktabzügen hatte, da diese auch aufwändig geordnet werden mussten.

Ein weiteres Hobby, die Ahnenforschung über das Internet, wäre in dem Umfang nicht möglich gewesen, da man früher alle Pfarrbücher durchsehen musste. Diese waren nur zentral im Linzer Landesarchiv oder in den jeweiligen Pfarren einzusehen. Heute ist dies über das Internet problemlos, so wie viele andere heimatkundliche Forschungen. Hier ist der Zugriff auf Daten und Informationen rasch und wesentlich umfangreicher möglich als dies früher der Fall war. Zudem ist der Kontakt und der Austausch von Daten und Wissen zu anderen Forschern über das Internet heute kein Problem, auch wenn diese auf einem anderen Kontinent wohnen.