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Notiz 080: Niederlande#

von Martin Krusche

Am Anfang stand: „Der Fiat 500 Club Nederland wurde am 24. Mai 1980 von einigen fanatischen Fiat 500 Fahrern gegründet. Der Verein hat mehr als 4000 Mitglieder, vorwiegend aus den Niederlanden, aber auch aus anderen Ländern. Gemeinsam haben sie alle, daß sie Fiat 500 Fans sind.“

Die tiefen Felgen lassen vermuten, daß der Motor etwas mehr Kraft abgeben darf, als es ab Werk eingerichtet war, um diese Walzen geschmeidig zu drehen. (Foto: Henk Verbeek)
Die tiefen Felgen lassen vermuten, daß der Motor etwas mehr Kraft abgeben darf, als es ab Werk eingerichtet war, um diese Walzen geschmeidig zu drehen. (Foto: Henk Verbeek)

Fiat hatte erst mit dem Fiat 600 eine neue Situation geschaffen, einen fulminanten Akzent gesetzt, wo es für Europa um ein allgemein leistbares Automobil ging. Der Fiat Nuova 500 war dann ein nächstes Meisterstück von Dante Giacosa und seinem Team.

Das österreichische Puch-Auto, der Steyr-Puch 500, hatte bezüglich Export starke Einschränkungen. So die Bedingungen von Kooperationspartner Fiat, der die Karosserie für den steirischen Kleinwagen lieferte.

Allerdings wirkten im Puch-Schammerl viele Jahre der Erfahrung mit dem Fahrzeugbau in einem alpinen Land. Das bedeutet vor allem, ein thermisch gesunder, sehr standfester Motor und exzellente Bremsen.

Autosport-Fans wissen, das sind wichtige Grundlagen eines attraktiven Autos, das erstens über die volle Distanz eines Rennens durchhält und zweitens nur so schnell sein kann, wie die Bremsen gut sind. Sie ahnen schon, darin war man in Graz sehr gut. Als die scharfen Puch-Versionen verfügbar waren, mußte sich auch größere Konkurrenz umsehen.

So mancher Big Healey-Pilot biß sich auf die Lippen, weil er ein Pucherl (etwa mit Hans Ortner am Steuer) nicht abschütteln konnte. Das sind ein paar Zusammenhänge, weshalb die Puch-Autos in verschiedenen Teilen Europas bis heute ihre Fans haben.

Was die Niederlande betrifft, wußte man freilich schon seinerzeit Puch-Mopeds zu schätzen, was heute von einer regen Club-Szene illustriert wird. Die Marke hatte einen guten Ruf. Doch auch was die Autos angeht, wird man heute in den Niederlanden fündig.

Henk Verbeek: „Seit 1978 bin ich mit Fiat 500 unterwegs. 1980 hab ich den Fiat 500 Club mitgegründet und seit 1982 hab ich einen Puch. Das ist mit anderen Fahrzeugen zu einer schönen Steyr-Puch-Sammlung gewachsen.“ (Ich hab mit Verbeek durch den Sauerländer Martin Vormann Kontakt bekommen. Die Puch-Piloten sind eben quer über den Kontinent vernetzt.)