Spanische Eleganz in der Renaissance#
Zum Wams, bzw. am Wams angenestelt, trug der aristokratische Mann die mit Werg, Kleie oder Rosshaar ausgestopfte Melonenhose, die nur oberschenkellang die Beine kugelförmig umschloss. Der einfache Mann trug unausgestopfte, kaum knielange Hosen aus Wollstoff.
Zur Hose gehörte die im Laufe des 16. Jahrhundert üblich werdende Schamkapsel, die sich aus dem Hosenlatz der Strumpfhose entwickelt hatte, und nun durch das kurze Obergewand sichtbar modisch ausgestaltet, vergrößert und wattiert wird. Trotz Verboten in Polizei- und Kleiderordnungen findet die Schamkapsel im 16. Jahrhundert häufig Verwendung und verschwindet erst gegen Ende des Jahrhunderts.
Um den Hals wurde eine breite Halskrause aus mehrere Schichten von Spitze gelegt.
Wichtige Accessoires waren zu dieser Zeit neben Handschuh und Fächer, das nur als Ziertuch dienende Taschentuch.
Der Manteau konnte durch Haken und Ösen geschlossen sein, oder wie nach 1570/75 üblich, im Rock zu einer Dreiecksform geöffnet, wodurch der darunterliegende Rock sichtbar war.