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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Vorarlberger Museumswelt#

6820 Frastanz / Vorarlberg, Obere Lände 3b 6820 Frastanz, Obere Lände 3b

"Vorarlberger Museumswelt" umfasst 2019 sechs Museen.

Als erstes wurde 1998 das Elektromuseum auf dem Gelände der ehemaligen Textilwerke Ganahl eröffnet. Das Museum ist in seiner Art das Einzige in Vorarlberg und weit über die Grenzen hinaus bekannt. Neben der alten Wasserkraftanlage mit einer Schalttafel aus Marmor wird die Entwicklungsgeschichte der Elektrizität von der Erzeugung bis zum Verbraucher, an Hand vieler Exponate dargestellt.

Dem Verein für Brandschutz und Feuerwehrgeschichte in Vorarlberg schien das ehemalige Fabriksgebäude ebenfalls ideal zur Einrichtung eines Landes-Feuerwehrmueums. Denn den Feuerwehren wurden immer mehr historische Geräte und Fahrzeuge zur Lagerung und Aufbewahrung übergeben. Man gründete einen Verein zur Erforschung der Feuerwehrgeschichte, und sammelt Gegenständen rund um das Feuerwehrwesen in Vorarlberg und Österreich, sowie dem benachbarten Ausland.

Im 2014 eröffneten Jagdmuseum hat die Vorarlberger Jägerschaft nicht nur die Geschichte aufbereitet. Die Jäger laden die Besucher vielmehr dazu ein, sich mit den aktuellen Herausforderungen der Jagd wie der "Wald-Wild-Problematik" - in Vorarlberg auseinander zusetzen. Standort ist das zweite Obergeschoss der Energiefabrik an der Samina. In einem "Wald" aus zwanzig Info-Säulen werden etwa die einzelnen Wildarten dargestellt. Der geschichtliche Abriss konzentriert sich auf die Entwicklung der Jagd in Vorarlberg. Es waren in erster Linie Bauern und Bürger, welche die Jagd ausübten, später wohlhabende Industrielle. Die vier Jagdbezirke mit ihren regionalen Besonderheiten und den verschiedenen Fachbereichen werden ebenso vorgestellt wie die Jägerschule, die Hundeausbildung, die Jagdwaffen oder Inhalte der Wald- und Jagdpädagogik.

Die Gründung des Rettungsmuseums geht auf die Initiative des Hohenemser Rot-Kreuz-Sanitäters Ernst Schwarz zurück. Durch internationale Kontakte konnte er zahlreiche Exponate erwerben und tauschen, darunter manches Unikat. 1994 fand die umfangreiche Privatsammlung Platz im “Klausur Gebäude” beim Krankenhaus Hohenems. Nach dessen Verkauf kam das “1. Österreichische Rettungsmuseum” nun in die „Vorarlberger Museumswelt“ nach Frastanz.

Zwischen 1700 und 1850 war Frastanz der einzige Or tin Vorarlberg, in dem die Bauern in größerem Stil ihre Felder mit Tabak bepflanzten. Im 2017 eröffneten Tabakmuseum Frastanz werden die Geschichten rund um den Tabakanbau wieder lebendig. Im moderner Ausstellungsarchitektur präsentiert es Dokumente, Schnupftabakdosen, Pfeifen und Objekte rund um die Tabakkultur. Gezeigt werden prunkvolle Meerschaumpfeifen der Adeligen ebenso wie die selbstgeschnitzten Holzpfeifen der Bauern. Einen Kontrast zum modern gestalteten Tabakmuseum bietet die mit Originalmöbeln nachgebaute „Vorsteherstube“, das Schaltzentrum der Tabakgeschäfte im Ort aus dem 19. Jahrhundert.

Das Grammophonicum geht auf die Privatsammmlung von Reinhard Häfele aus Frastanz zurück. Zahlreiche Geräte und Tonaufnahmen gelten international als Raritäten, sie stammen aus den ersten vier Jahrzehnten mechanischer Tonaufzeichnung. Mehr als 70 Phonographen und Grammophone, aus New York, Paris und Wien, aber auch aus Vorarlberger Haushalten und Gasthäusern sind zu sehen und zu hören. Außerdem dokumentiert das Grammophonicum eine Geschichte der Populärkultur, der Lebensstile und der Produktästhetik.


Quelle:

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hmw