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Papa mit Kind zu Hause?#

Österreichische Universitäten blicken auf individuelle Lebensentwürfe von Vätern. Erleben Papamonat und Väterkarenz eine erstmalige Konjunktur?#

Ins Bild gerückt#

Nicht selten wird gegenwärtig behauptet, das Familienbild sei einem Wandel unterzogen. Was heißt das aktuell für individuelle Familien und die Rolle der Väter? Mit dem Imagefilm „Papa mit Kind zu Hause?“ geht das interuniversitäre Netzwerk >UniKid – UniCare Austria< dieser Frage auf den Grund.

Genauer gesagt lässt dieser Film „echte“ Väter an den Universitäten zu Wort kommen und gibt Einblick in den Familienalltag: Exemplarisch berichten vier Väter, die an vier österreichischen Uni­Standorten forschen, arbeiten oder studieren, über ihre Karenzzeit. Ganz persönlich und authentisch erzählen sie in kurzen Sequenzen von ihren Erfahrungen.

Anders aufgerollt

„Wir wollen mit dem Imagefilm einfach bewusster hinschauen. Dadurch entsteht ein authentisches Bild über die Vaterrolle zwischen Familie und universitärer Laufbahn“, unterstreicht ´>UniKid – UniCare Austria< Netzwerksprecherin Bronwen Arbeiter-Weyrer. Über weite Strecken war der Diskurs von Familie und Kariere in Hinblick auf Frauen thematisiert.

Erhält das Thema Vereinbarkeit mit Blick auf Männer und moderne männliche Rollenbilder nun andere Durchschlagskraft? Generell sind sich Human Resources ExpertInnen einig: Sie sehen immer mehr das Potential, dass das Thema Vereinbarkeit von Familienaufgaben mit Erwerbstätigkeit in Hinblick auf Zufriedenheit und Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beinhaltet. Auch die Vaterrolle gewinnt dabei an Stellenwert.

Matz ab!

Der Film wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ermöglicht und steht ab 15.01.2018 auf der Webseite des Bundesministeriums und auf den Startseiten vieler Universitäten Österreichs zur Verfügung.

Bekenntnis der Universität Salzburg#

Wissenschaftler und wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Salzburg nutzen die Väterkarenz in tendenziell höherem Maße, als das allgemeine Universitätspersonal. Addiert man beide Personalbereiche der Universität auf, kommt man auf über 40 Prozent der Väter, welche eine Väterkarenz in den vergangenen 5 Jahren (2012 – 2016) angetreten haben. Die Dauer beträgt bei knapp der Hälfte der Karenzen bis zu 3 Monate.

Jede 10. Väterkarenz beträgt rund 4 Monate und für über 4 Monaten entscheidet sich in etwa 17 Prozent. Die „Langvarianten“ von mehr als einem halben Jahr sind immerhin mit gut einem Viertel vertreten. Damit liegt die Universität Salzburg bereits jetzt im gesellschaftlichen Vergleich im Spitzenfeld.

„Das Bekenntnis der Universität Salzburg zur Väterkarenz ist unbestritten. Auch in Zukunft setzen wir auf die Weiterentwicklung und strukturelle Verankerung von Maßnahmen in diesem Bereich, um die gesellschaftliche Vorreiterrolle weiter ausbauen zu können“, unterstreicht Vizerektor für Qualitätsmanagement und Personalentwicklung Rudolf Feik.

Studium. Beruf. Familie.#

Das Zusammendenken dieser drei Aspekte kennzeichnet das interuniversitäre Netzwerk >UniKid-UniCare Austria<. Das Netzwerk wurde 2004 als UniKid-Netzwerk der Kinderbüros und Kinder­betreuungsbeauftragten der österreichischen Universitäten gegründet. Die Umbenennung erfolgte aufgrund der Erweiterung des Serviceangebotes an einzelnen Standorten, der Beschäftigung mit dem Themenbereich Pflege von Angehörigen und der vermehrten internationalen Kooperationen.

Die Netzwerk-Website bietet für Eltern/Erziehungsberechtigte, aber auch pflegende Angehörige, die an österreichischen Universitäten arbeiten oder studieren, gebündelte Informationen und listet hilfreiche Kontakte: www.unikid-unicare.at.