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Tiefgründige Hanginstabilitäten frühzeitig erkennen #

Gravitative Massenbewegungen wie Felsstürze und Erdrutsche bedrohen immer wieder Ortschaften, Siedlungen und Infrastrukturen. Zahlreiche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die Aktivität von tiefgründigen Hanginstabilitäten häufig unbekannt ist. Genau diesem Problem widmet sich das Forschungsprojekt VIGILANS, an dem das Institut für Angewandte Geologie der BOKU beteiligt ist.#

Ziel des Forschungsprojektes VIGILANS ist es mittels innovativer Fernerkundungsmethoden aktive tiefgründige Massenbewegungen wie z.B. Felsgleitungen frühzeitig zu erkunden.
Ziel des Forschungsprojektes VIGILANS ist es mittels innovativer Fernerkundungsmethoden aktive tiefgründige Massenbewegungen wie z.B. Felsgleitungen frühzeitig zu erkunden.
Foto: ©sky4geo

Ziel des Forschungsprojektes VIGILANS ist es mittels innovativer Fernerkundungsmethoden aktive tiefgründige Massenbewegungen wie z.B. Felsgleitungen frühzeitig zu erkunden, um Schäden an Infrastruktur und Siedlungen zu vermeiden. Tiefgründige Felsgleitungen sind Großhangbewegungen, die sich häufig sehr langsam talwärts bewegen, ganze Talflanken betreffen und bis hunderte Meter in die Tiefe reichen. Sie sind zwar Gegenstand zahlreicher Untersuchungen, die aktuelle Hangaktivität ist jedoch oft nicht bekannt. Der Grund dafür ist, dass diese Hänge sich nur wenige Millimeter bis Zentimeter pro Jahr bewegen und daher hochgenaue Messsysteme bzw. entsprechende Messzeiträume zur Erfassung der geringen Bewegungsraten nötig sind.

In VIGILANS werden die modernen Methoden, wie satellitengestützten Interferometric Synthetic Aperture Radar (InSAR) und Unmanned Aerial Vehicle Photogrammetry (UAV-P) Oberflächendeformationsraten kombiniert und mit Felddaten von bodengestützten Überwachungssystemen validiert. „Das Institut für Angewandte Geologie hat im Rahmen von VIGILANS die Bewegungsdaten dieser Methoden mit Ergebnissen der klassischen Vermessung, des terrestrischen und luftgestützten Laserscannings und der geologischen Kartierung an einem Fallbeispiel im Ötztal vor Ort verglichen“, erläutert BOKU-Geologe Univ.Prof. Dr. Christian Zangerl.

Das Forschungsprojekt VIGILANS wird unter der Leitung des Ingenieurbüros Sky4geo in Partnerschaft mit der Universität für Bodenkultur, der Geologische Bundesanstalt (GBA), der Wildbach und Lawinenverbauung (WLV) Stabstelle Geologie und dem Institut für Naturgefahren des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) durchgeführt. Das Projektwird nun am 18. Juni in einem Online-Workshop präsentiert. Dabei erhalten die Teilnehmer*innen Einblick in die Untersuchungsgebiete wie Wattens – Navis und Ötztal in Nordtirol, ein Gebiet in Osttirol sowie Einblick in das Gebiet Saalbach-Hinterglemm, Salzburger Land.

Thema: „3D - Visualisierungen von langsamen Großhangbewegungen“

https://www.sky4geo.com/reg

Kontakt#

Dr. Anne Hormes
sky4geo – Analyse von Naturgefahren
Planötzenhofstrasse 29b
A-6020 Innsbruck
Tel: +43 670 205 7290
ah(at)sky4geo.com

Univ.Prof. Mag. Dr. Christian Zangerl
Institut für Angewandte Geologie
Universität für Bodenkultur Wien
christian.j.zangerl(at)boku.ac.at