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„Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“ - Tagebücher 1839–1858, Band I
Seite - 504 -
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Tagebücher504 haben die theater das vorrecht, daß zu ihren stunden nicht gespielt werden darf. resi Pall[avicini] ist in der hoffnung, sie gehen in 5–6 tagen nach mai- land zurück. dagegen kam montecuccoli vor einigen tagen von dort und erzählte mir die curiosesten dinge, er sagt l’ira di dio über spaur, mehr als dieser es verdient und mehr sowohl in Quantität als Qualität, als ich es von dem ehrlich aussehenden gutmüthigen m. erwartet hätte, aber so ist es einmahl. die dinge sind so hübsch eingerichtet in dieser Welt, daß man sich nur durch Bosheit helfen kann. Wo eines rückt, da muß das Andre weichen da herrscht der kampf und nur der stärk’re siegt.1 gabrielle ist seit einem monathe in Prag. die Waldsteins aber sind nun schon in leutomischel zurück. ich bin nun wieder, als wahrhaftiger bouche-trou, der studienhofkom- mission zugetheilt worden, genieße aber dabey wenigstens das Angenehme eines eigenen Zimmers. desimon ist am 4. Jänner in görz gestorben, 80 Jahre alt. meine dortigen Angelegenheiten geben mir gerade viel zu denken. [Wien] 18. februar das hauptereigniß in der politischen Welt bilden gegenwärtig die allenthal- ben umlaufenden gerüchte, daß der könig von Preußen eine constitution geben wolle. so wohlberechnet und in Preußens interesse diese maßregel auch wäre, so glaubwürdig die Personen auch sind, von denen man diese gerüchte wiederholen hört, und so überzeugt ich auch bin, daß es sich hier ohnehin nur um ein paar Jahre früher oder später handelt, so glaube ich doch nicht daran. großes, und namentlich in dieser richtung, erwarte ich von keinem könige mehr, doch läugne ich nicht, daß mich die idee im er- sten Augenblicke mächtig anregte. übrigens bringen die Zeitungen nichts neues als die jämmerlichen katzbalgereyen in den französischen kam- mern, alljährlich dasselbe, heuer Pritchard und tahiti bis zum ekel,2 eine englische Zeitung, ich weiß nicht mehr welche, bemerkte neulich darüber etwas, was sehr wahr und einfach und ebendeßwegen noch von niemand 1 friedrich schiller, Wallensteins tod, 2. Aufzug, 2. Auftritt: Wo eines Platz nimmt, muß das andre rücken, / Wer nicht vertrieben sein will, muß vertreiben; / Da herrscht der Streit, und nur die stärke siegt. 2 der britische missionar und konsul auf tahiti george Pritchard wurde im Zuge der etab- lierung des französischen Protektorats über die insel im märz 1844 ausgewiesen.
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„Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“ Tagebücher 1839–1858, Band I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
„Österreich wird meine Stimme erkennen lernen wie die Stimme Gottes in der Wüste“
Untertitel
Tagebücher 1839–1858
Band
I
Autor
Viktor Franz Freiherr von Andrian-Werburg
Herausgeber
Franz Adlgasser
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2011
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78612-2
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
744
Schlagwörter
Viktor Andrian-Werburg (1813 - 1858), Revolution 1848, Austrian Neoabsolutism, Austria future (1842), Late Vormärz, Reform and Repression
Kategorie
Biographien

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort (Ffritz Fellner) 9
  2. Viktor Franz Freiherr von Andrian-Werburg (1813–1858) – eine Lebensskizze 11
  3. Überlieferung der tagebücher 37
  4. Editionsrichtlinien 41
  5. Tagebücher 1839–1847 43
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