Österreichischer Kabarettpreis

2012: Hosea Ratschiller, Manfred Deix, Thomas Stipsits, Manuel Rubey

Der Österreichische Kabarettpreis, bis 2006 auch „Karl“ genannt, wird seit 1999 jährlich in Wien vergeben. Die Wahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Kultur-Journalisten. Bis 2010 wurden Kabarettisten in zwei Kategorien (Haupt-, und Programm/Förderpreis) ausgezeichnet, 2011 kam die neue Kategorie Sonderpreis dazu.

Die Preise

2011: Christof Spörk, Ernst Stankovski (stellvertretend für Louise Martini) und Sigi Zimmerschied
2010: Michael Niavarani, Nadja Maleh und Viktor Gernot

Der Hauptpreis würdigt die inhaltlich anspruchsvolle, innovative und kontinuierliche Arbeit eines Kabarettisten, dokumentiert anhand seines aktuellen Programms, das er in der letzten Spielzeit vorgestellt hat.

Der Programm- bzw. Förderpreis zeichnet eine herausragende Produktion bzw. einen förderungswürdigen Nachwuchskünstler, aber auch einen satirisch-literarischen Beitrag der letzten Saison aus.

Der Sonderpreis wird seit 2011 an Menschen verliehen, die sich um die Satire im deutschsprachigen Raum verdient gemacht haben, spartenunabhängig und egal ob als Künstler oder Förderer. 2011 wurde die Schauspielerin und Chansonnière Louise Martini mit dem Sonderpreis geehrt, 2012 der Karikaturist Manfred Deix. Neben dem Sonderpreis erhielten sie auch ein Gemälde bzw. einen Comic des Malers Reinhard Trinkler.[1][2]

Bis 2009 wurden die Preise von Wien Energie gestiftet, nach deren Ausstieg 2010 von der Stadt Wien, 2011 kamen die BAWAG P.S.K. und die HDI Versicherung als Partner dazu. Bis 2010 war der Hauptpreis mit 7.000 Euro und der Programm- bzw. Förderpreis mit 3.000 Euro dotiert, ab 2011 ist die Dotierung 5.001 Euro (Hauptpreis) und 4.999 Euro (Programm-/Förderpreis). Der Sonderpreis ist undotiert. Zusätzlich erhalten die Preisträger eine Statue. Seit 2011 ist diese, entsprechend der überarbeiteten Corporate Identity des Preises, in Form eines Spiegels gestaltet, der symbolisieren soll, dass Kabarettisten und Satiriker der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.

Die Preisverleihung fand 2007 erstmals im RadioKulturhaus statt, 2010 in der wiedereröffneten Kleinkunstbühne Vindobona, 2011 und 2012 im Jazz & Music Club Porgy & Bess.

Preisträger
Jahr Hauptpreis Programm-/Förderpreis Sonderpreis (seit 2011)
2012 Manuel Rubey und Thomas Stipsits für „Triest“ Hosea Ratschiller Manfred Deix
2011 Sigi Zimmerschied Christof Spörk Louise Martini
2010 Viktor Gernot und Michael Niavarani Nadja Maleh
2009 Thomas Maurer Buchgraber & Brandl
2008 Klaus Eckel Gery Seidl
2007 Andreas Vitásek maschek.
2006 Pigor & Eichhorn (Thomas Pigor, Benedikt Eichhorn, Ulf Henrich) Pepi Hopf
2005 Leo Lukas Walter Seidl
2004 Lukas Resetarits Klaus Eckel, Pepi Hopf, Martin Kosch und Thomas Stipsits
für „Die lange Nacht des Kabaretts“
2003 Thomas Maurer Werner Brix
2002 Alf Poier Mike Supancic
2001 Roland Düringer Severin Groebner
2000 Andrea Händler Ludwig Müller
1999 Bernhard Ludwig Kabud

Weblinks

 Commons: Österreichischer Kabarettpreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Österreichischer Kabarettpreis 2011 auf reinhard-trinkler.de, abgerufen am 04. Dezember 2012
  2. Österreichischer Kabarettpreis 2012 auf reinhard-trinkler.de, abgerufen am 04. Dezember 2012