Andor Losonczy

Andor Losonczy (* 2. Juni 1932 in Budapest) ist ein ungarisch-österreichischer Komponist und war von 1986 bis 1998 Professor für Klavier am Mozarteum in Salzburg.

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Leben

Losonoczy wurde als Sohn des Pianisten und Komponisten Dezső Legány in Budapest geboren. Von 1952 bis 1955 studierte er Klavier bei Pál Kadosa und Komposition bei Endre Szervánszky an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und bei Jenő Takács an der Universität Pécs sowie beim Schönberg-Schüler Eduard Steuermann in Darmstadt.

Nach dem Studium arbeitete er bei der Filharmónia Budapest. 1960 wurde er Dozent am Mozarteum in Salzburg. Von 1986 bis 1998 war er dort Professor für Klavier. Insbesondere beschäftigte er sich mit Neuer Musik und der Musik der Romantik. Er forschte in den Bereichen Elektronische Musik und Computermusik am IRCAM in Paris, am Studio für Elektronische Musik in Salzburg und an der Colgate University in Hamilton, New York. Mehrmals führte es ihn zu den Darmstädter Ferienkursen. Ebenda brachte der Pianist György Kurtágs 8 Klavierstücke op. 3 (1960) zur Uraufführung.[1] 1999 wirkte er beim Dokumentarfilm Where does the Sound come from? von Herbert Pesecka mit.

Losonczys Werke aus Ungarn (vor 1960) sind verschollen. Die danach entstandenen wurden u.a. durch das Ensemble Orion, das Österreichische Ensemble für Neue Musik, das Aspekte New Music Ensemble und das Ensemble Sortisatio aufgeführt. Er ist Mitglied im Österreichischen Komponistenbund und Ehrenmitglied des Festivals Aspekte Salzburg.

Auszeichnungen und Preise

Literatur

  • Losonczy, Andor. In: Harald Goertz: Österreichische Komponisten der Gegenwart. Ein Handbuch. Doblinger, Wien, München 1979, ISBN 3-900035-58-X, S. 61.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Rachel Beckles Willson: György Kurtág: The Sayings of Péter Bornemisza, Op. 7. A 'Concerto' for Soprano and Piano. Royal Holloway, University of London, Ashgate Verlag, Surrey 2004, ISBN 0-7546-0809-3, S. 52.