Esch (Gemeinden Hallwang, Salzburg)

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Esch (Ortschaft)
Esch (Gemeinden Hallwang, Salzburg) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Salzburg-Umgebung (SL), Salzburg
Gerichtsbezirk Salzburg (Land)
Pol. Gemeinde Hallwang  (KG Hallwang I)
Koordinaten 47° 50′ 43″ N, 13° 6′ 9″ O47.84519444444413.1025544Koordinaten: 47° 50′ 43″ N, 13° 6′ 9″ O
Höhe 544 m ü. A.
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 13746
Zählbezirk/Zählsprengel Esch-Mayrwies, Oberesch (50316 000,001)
Ortschaft Esch (Gemeinde Hallwang) und Siedlungsraum Langwied Esch (Stadt Salzburg)
Ortschaft Esch (Gemeinde Hallwang) und Siedlungsraum Langwied Esch (Stadt Salzburg)
Ehemaliges Ortschaftgebiet 1938 teilweise nach Salzburg eingemeindet.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS

Esch ist eine Ortslage bei der Stadt Salzburg, und Ortschaft der Gemeinde Hallwang im Bezirk Salzburg-Umgebung mit Ortsteilen in der Stadt selbst.

Geographie

Esch liegt am nordöstlichen Stadtrand Salzburgs, nördlich des Heubergs. Es umfasst die Ansiedlungen entlang der B 1 (Wiener Straße) zwischen Salzburg-Gnigl und dem Talübergang Zilling der West Autobahn (A 1), also dem Anstieg aus dem Salzburger Becken auf die Höhenstufe des Salzburger Seengebiets, rund 150 Höhenmeter – das Steilstück der B1 kurz nach der Stadtgerenze wird Rennerberg genannt.[1] Nördlich des Rennerberg liegt am Schernbach (von Eugendorf zum Söllheimerbach) die Fichtlmühle, und unterhalb der Hammerschmidtgraben.

Die Ortschaft umfasst, stadteinwärts, das Dorf Oberesch (Esch im engeren Sinne,  540 m ü. A.)[2] oberhalb des Rennerbergs, die Rotte Unteresch unterhalb, nahe Söllheim, das Dorf Mayrwies-Esch (auch Mayrwies450 m ü. A.) bis an die Stadtgrenze, und das Salzburger Stadtgebiet Langwied Esch, bis an die Grenze von Gnigl, am Westende des Heubergs. Ab Untersch sind die Ortslagen schon weitgehend mit der Stadt verwachsen. Dabei hat Oberesch um die 250 Gebäude, Unteresch um die 30, Mayerwies 250, und Langwied-Esch 550 Gebäude.[3] Die Hallwanger Anteile liegen in der Katastralgemeinde Hallwang I, die Salzburger in Hallwang II, und gehören zum Stadtteil Langwied.

Zum Hallwanger Ortschaftsgebiet gehört auch der Weiler Matzing südlich Oberesch gegen den Heuberg hinauf, und Daxlueg am Heuberg.
Zum Umfeld gehören auch das Dorf Zilling[2] und das Gehöft Haubenödt nahebei (Zählsprengel Oberesch), sowie Söllheim (Zählsprengel Esch-Mayrwies), also das gesamte Hallwanger Gebiet südlich der Westautobahn.[4]

Nachbarortschaften und -orte bzw. Stadtteile
Hallwang (Gem.)

Zilling (Gem. Hallwang)
Reicherting (Ortsch. Zilling, Gem. Hallwang)

Pebering (Gem. Eugendorf)
Berg (Gem. Hallwang)

Söllheim (Ortsch. Berg, Gem. Hallwang)
Sam (Stt. Landwied, Gem. Salzburg)

Nachbargemeinden Schwaighofen (Gem. Eugendorf)
Gnigl (Stt., Gem. Salzburg) Heuberg (Gem. Salzburg, u. Hallwang)
nur in einem Punkt: Ortschaft Eugendorf (der Ort Straß)

Geschichte

„Söllheim, Esch“. Franzisco-Josephinische Landesaufnahme, Blatt 30-47 Bruneck, um 1900

Der Ortsname leitet sich vom einst am Hangfuß des Heuberges stockenden Eschenwald ab.

Noch Mitte des 19. Jahrhunderts war Esch ein kleiner Weiler von wenigen Häusern, knapp 2 Wegstunden weg von Salzburg an der Linzer (Reichs-)Straße, vor dem Rennerberg lag der Wirth in Mayrwies, und sonst nur eine Reihe einzelner Handwerkshäuser und Bauerngüter.

Ab 1893 führte hier die Salzkammergut-Lokalbahn vorbei, von Söllheim über den Hammerschmidtgraben nach Zilling, mit einer Haltestelle Fichtlmühle bei Oberesch, womit die Ortsentwicklung begann.

1939, als in der NS-Zeit in Österreich allerorten Großgemeinden gebildet wurden, wurde der Südteil Hallwangs nach Salzburg eingemeindet.[5] Zu dieser Zeit wurde auch mit dem Bau der Westautobahn begonnen (im Raum: Zillinger Viadukt), der aber nach 1941 weitgehend eingestellt wurde.[6] Erst in den späten 1950ern wurde der Bau vollendet. Parallel wurde die Lokalbahn eingestellt und abgebaut (heute Wanderweg/Radweg L261).[7]

In den 1970ern entstand dann zwischen Gnigl und Rennerberg ein ausgedehntes Gewerbegebiet, seit den 1990ern auch zunehmend in Oberesch, in Verbindung mit dem Gewerbegebiet Eugendorf-Straß, so dass sich hier eine wirtschaftskräftige Achse entwickelte. Einen weiteren Impuls der Stadtentwicklung bekam der Raum durch die Ansiedlung der Rudolf-Steiner-Schule (Waldorfschule) Salzburg[8] 1994, und die Gründung einer Pfarre für den Salzburger Teil, St. Severin, 2006.

Einzelnachweise

  1. Renner heißt der Hof an der Steigung (heute Wiener Bundesstraße 52/54) schon im Franziszäischen Kataster um 1830, vergl. auch Rennerbergrennen. In Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.; örtlich findet sich auch Rengerberg.
  2. a b Im Franziszäischen Kataster sind Esch die Häuser oberhalb der Straße, das heutige Oberesch ist Rechlwirt benannt;
    Hallwang-Rechl ist heute aber die Bushaltestelle unterhalb, bei der Fichtlmühle, die Haltestelle in (Ober-)Esch heisst Zillinger Straße/Zillingberg; vergl. Fahrpläne SVV, Fahrplanauskunft, svv-info.at
    Oberesch ist heute auf ganzer Länge, von Renner/Fichtlmühle bis zum Zillinger Viadukt als Ortsgebiet der B 1 mit Esch ausgeschildert.
  3. Adressen 2012, grob geschätzt
  4. Oberesch 260 Gebäude, Esch-Mayrwies 300 Gebäude, Stand 2001, mit entsprechendem Wachstum: Gesamtbevölkerung Hallwangs Volkszählung 2001 zu 2012: 3499 zu 3897, Werte Ortsverzeichnis 2001 und aktuelle Daten Bevölkerungsentwicklung (pdf), beide Statistik Austria
  5. Raumordnungsgesetz per 1. Jänner 1939
  6. Beginn des Autobahnbaus in Österreich (1945 - 1954): Die sonderbare Rolle der "Autobahnen" bei Salzburg zwischen 1945 und 1954. In: Verkehrs-Notizen, wabweb.net
  7. Die Ischlerbahntrasse ist hier bis heute, obschon nur geschottert, aus verkehrsrechtlichen Gründen bis Oberesch als Landesstraße L ausgewiesen.
  8. Rudolf-Steiner-Schule Salzburg
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