Helenental

48.01861111111116.181388888889240Koordinaten: 48° 1′ 7″ N, 16° 10′ 53″ O

Reliefkarte: Niederösterreich
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Helenental
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Niederösterreich

Das Helenental ist ein Teil des Schwechattales im Wienerwald in Niederösterreich bei Baden bei Wien. Im engeren Sinne nur der unterste Abschnitt, versteht man heute auch das ganze Schwechattal bis Mayerling darunter.

Das romantische Tal ist ein altbekanntes Erholungsgebiet für das nahe Wien sowie die Badener Kurgäste und steht als Naturschutzgebiet "Hoher Lindkogel - Helenental" unter dem besonderen Schutz der niederösterreichischen Landesregierung.[1]

Inhaltsverzeichnis

Lage und Geschichte

In der Mitte der Tafel senkrecht das Helenental (Karte ist gewestet)

Auf der einen Seite der Schwechat durchquert die von Baden Richtung Alland führende Straße an der heutigen Stadtgrenze den Urtelstein (ursprünglich: Urteilstein) in einem kurzen, 1826 mittelst 15 000 Sprengschüssen[2] geschlagenen, Kaiser Franz I. huldigenden[3] Tunnel. Auf der anderen Flussseite führt ein Wanderweg, der in dem Lied Ich kenn ein kleines Wegerl im Helenental besungen wird. Am Talbeginn befinden sich die beiden Burgruinen Rauheneck und Rauhenstein.

Da die Schwechat dort oftmals auch Hochwasser führt, ist am Schwechatufer eine automatische Wasserstandserfassung eingebaut.

Ansiedlung Helenental

Die im eigentlichen Helenental verstreuten Häuser gehören am rechten, südlichen Ufer zur Gemeinde Alland, am linken zu Heiligenkreuz.
Im weiteren Sinne liegen im Helental auch noch die Orte Krainerhütte, Sattelbach und Schwechatbach.

Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenboxf1
Helenental (Zerstreute Häuser)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Baden (BN), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Baden
Pol. Gemeinde Heiligenkreuz  (KG Heiligenkreuz)
Ortschaft Sattelbach
Koordinaten 48° 1′ 5″ N, 16° 11′ 25″ O48.01805555555616.190277777778256
Höhe 256 m ü. A.
Postleitzahl A-2500f1
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Heiligenkreuz (30613 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenboxf1
Helenental (Zerstreute Häuser)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Baden (BN), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Baden
Pol. Gemeinde Alland  (KG Innerer Kaltenbergerforst)
Ortschaft Schwechatbach
Koordinaten 48° 1′ 15″ N, 16° 9′ 58″ O48.02083333333316.166111111111269
Höhe 269 m ü. A.
Postleitzahl A-2500f1
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel 'Maria Raisenmarkt' (30601 001)
Adressen Schulzheim
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Verkehr

Urtelsteintunnel am Eingang des Helenentales

Die Straße die durch das Tal führt ist die ehemalige Bundesstraße 210. Abzweigungen führen nach Siegenfeld und in Sattelbach nach Heiligenkreuz. Im Jahr 2008 wurde noch ein zusätzlicher Radweg errichtet. Um den Urtelstein zu umfahren mussten deshalb zwei Brücken über die Schwechat errichtet werden.

Durch seine kurvenreiche Straße ist das Helenental auch sehr beliebt bei Motorradfahrern.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten

Entlang der Wanderwege sind Raststationen und Restaurants aber auch andere markante Punkte vorhanden. Einer dieser Punkte ist die Cholerakapelle, die oberhalb der Straße im Wald etwas versteckt liegt. Sie wurde anlässlich der Choleraepidemie in den Jahren 1830 und 1831 von den Wiener Bürgern Carl und Elisabeth Boldrino aus Dankbarkeit für ihre Verschonung errichtet. Die Kapelle wurde bald ein Wallfahrtsort und wurde 1847 vergrößert und 1892 nochmals mit Glasfenstern erweitert. Daneben etablierte sich auch eine Jausenstation. Eine bekannte Persönlichkeit, die hier viel Zeit verbrachte, war Beethoven. Regelmäßige Wallfahrten haben sich am 15. August von Baden ausgehend etabliert.

Das Netz von Promenadewegen geht auf Erzherzog Anton zurück, der es in den Jahren bis 1829 errichten ließ. Als Höhepunkt ließ er die Antonsgrotte errichten, die ungefähr gegenüber der damals noch nicht vorhandenen Cholerakapelle steht.

Alexander Steinbrecher hat den Schlager Ich kenn ein kleines Wegerl im Helenental geschrieben.[4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Niederösterreichische Naturschutzgebiete
  2. Hundert Jahre „Durchbruch“. Badener Zeitung, 24. April 1926[1] links Mitte
  3. Die Portalüberschrift lautet Imperante Francisco I.: [Ausgeführt] während der Regentschaft Franz I. — Baden war, falls nicht bis zum Ableben Franz I., 1835, dann doch zumindest bis zum Attentat an Thronfolger Erzherzog Ferdinand im August 1832, kaiserliche Sommerresidenz.
  4. Ich kenn ein kleines Wegerl im Helenental auf Mosapedia abgerufen am 2. April 2009