Mayerling

Dieser Artikel erläutert den Ort; den Film siehe Mayerling (1968).

f1f1

Mayerling (RotteOrtschaft)
Katastralgemeinde Mayerling
Mayerling (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Baden (Niederösterreich)f8, Niederösterreich
Gerichtsbezirk Baden
Pol. Gemeinde Alland
Koordinaten 48° 3′ N, 16° 6′ O48.04555555555616.095555555556326Koordinaten: 48° 3′ N, 16° 6′ Of1
Höhe 326 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 135 (2001)
Gebäudestand 44 (2001)
Fläche d. KG 1,9818dep1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03355
Katastralgemeindenummer 04019
Zählbezirk/Zählsprengel Alland (30601 000)
Bild
Panorama von Mayerling mit dem Franziskanerinnenkloster
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Mayerling ist ein Ort im Wienerwald in Niederösterreich, und Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde Alland im Bezirk Baden.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Wanderkarte der Großgemeinde Alland

Das Rotte liegt auf 326 m ü. A. Höhe an der Schwechat, 1½ km südöstlich von Alland, und 2½ km südwestlich von Heiligenkreuz, und etwa 12 km nordwestlich der Stadt Baden. Sie liegt an der B 210 Badener Straße Alland – Baden.

Der Ort Mayerling besteht in erster Linie aus dem Schloss Mayerling mit dem Karmelitinnenkloster (Karmeliterkloster Mayerling), dem Franziskanerinnenkloster Mayerling mit Pflegeheim, einer Gaststätte, dem Hotelrestaurant Hanner und einigen Einzelhäusern.

Die Ortschaft umfasst knapp 50 Gebäude mit etwa 140 Einwohnern. Zum Katastralgemeinde- und Ortschaftsgebiet gehört auch das Hotel Marienhof, an der Straße Alland − Heiligenkreuz (B 11 Mödlinger Straße), und die Tallandschaft flussabwärts, am Fuß der Bischofsmütze (614 m ü. A.), bis knapp vor Schwechatbach.

Neben der B 210 nach Alland und Baden führt die L 4001 nach Marienhof an die B 11 und die L 4004 nach Süden über Raisenmarkt – Schwarzensee nach Neuhaus an der Triesting wieder zur B 11.

Nachbarortschaften und -katastralgemeinden
Alland
Nachbargemeinden Heiligenkreuz (Gem.)
Maria Raisenmarkt (KG Raisenmarkt) Schwechatbach

Geschichte

Mayerling um das Jahr 1872 (links oben, Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Der Ort ist schon 1136 als murlingen erwähnt,[1] und wurde wohl von Stift Heiligenkreuz aus begründet. Die Familie derer zu Murlingen ist dann vermutlich schon Ende des 12. Jahrhunderts wieder erschloschen,[1], der Landsitz fiel an das Stift zurück, das über 700 Jahre das Gut führte.

Aus dem 15. Jahrhundert stammte eine Kirche zum hl. Laurentius, die in die heutige Schlossanlage integriert wurde.

Durch eine Tragödie ist der Ort weltbekannt geworden und Ziel vieler kulturinteressierter Touristen. In Mayerling erschoss Kronprinz Rudolf – er hatte erst wenige Jahr zuvor das Schloss erworben und zu seinem Landsitz umgebaut – am 30. Januar 1889 erst seine Geliebte Mary Vetsera und beging anschließend Selbstmord. In der Folge entstand das Karmel, die Schwestern pflegen bis heute auch die Gedenkstätte und Grablege des Paares.

Siehe auch: Geschichte Allands und Schloss Mayerling

Galerie

Literatur

  • Lars Friedrich: Mayerling. Chronik eines Dorfes 1136-1889-2008. BoD Verlag, Hattingen 2008, ISBN 978-3-8334-9318-8.

Weblinks

 Commons: Mayerling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b „Ozo et Ofridus de murlingen“ in einer Zeugenliste; Bernhardus de Murlingen erwähnt 1196. Mayerling, burgen-austria.com