I Stangl

I Stangl (* 1. März 1954 in Mödling[1]) ist der Künstlername des österreichischen Kabarettisten Karl-Ernst Stangl und bedeutet seinen eigenen Aussagen zufolge im Finnischen kleiner Elch.

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Leben und Wirken

Stangl wuchs in der Hinterbrühl auf und lebte dann in Wien, bis er 1981 wieder in die Hinterbrühl zurückkehrte. Stangl begann nach der Hotelfachschule in der Gastronomie und betätigte sich unter anderem als Vertreter, nachdem er aus einer Gastwirtsfamilie stammt, ehe er die Akademie für Sozialarbeit in Wien absolvierte und als Behindertenbetreuer arbeitete. Nach dem Abschluss der Akademie zog er es eigenen Angaben zufolge allerdings vor „lieber auf direktem Wege Kabarettist zu werden“.

Stangl gründete mit anderen Studenten zuerst Frank Budweiser und die Alufolien.[1] Er ging aber bald mit dem Ensemble „Meck Tonald's Spießburger Casparét“ auf Tournee. Er spielte aber bereits seit 1981 überwiegend Solo-Programme, die praktisch alle in Zusammenarbeit mit seinem Ko-Autor Hannes Vogler entstanden sind. Dazu zählten nummernkabarettistisch gestaltete Abende wie „Doktor Macher & Mister Soft“, „Denken ist kein Schicksal!“ und „GNIF – Garantiert nicht im Fernsehen“. Mit diesem Ansatz stand Stangl Anfang der 1980er Jahre neben Andreas Vitasek gewissermaßen in der zweiten Reihe des neuen österreichischen Kabarett-Aufschwungs, der 1974 mit dem Kabarett Keif (Erich Demmer, Lukas Resetarits, Erwin Steinhauer, Wolfgang Teuschl und andere) begonnen hatte.

Am dritten Entwicklungsschub war er selbst auch als Veranstalter beteiligt, indem er von 1991 bis 2001 als Leiter des Kabarett Niedermair in Wien unter anderem Josef Hader, die Gruppe Schlabarett und Karl Ferdinand Kratzl förderte.

Danach nahm er seine etwas ins Stocken geratene Solo-Laufbahn erfolgreich wieder auf und startete (beginnend mit einer Bearbeitung von Bernhard Ludwigs „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit“) eine Serie von – wieder mit Hannes Vogler gemeinsam getexteten – Themenprogrammen wie „Selbstbewusst Waschlapp sein!“ (2002), „Warum Frauen besser aussehen und Männer besser fernsehen“ (2004), „Wer kriecht, stolpert nicht“ (2006), „Der Frauenflüsterer“ (2007), "Wir Helden" (2009) und "Es gilt die Ungustlvermutung" (2011).

Stangl, der in der Szene auch als streitbarer Vertreter für die Interessen der Kabarettbühnen und der Künstler gilt, trat damit mehr als 2000 Mal in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol auf und erhielt den „Österreichischen Kleinkunst Förderungspreis“ (1984) sowie den „Salzburger Stier“ (1993).

Daneben produzierte er zahlreiche Kinder-Musicals und trat immer wieder in Filmen (beispielsweise Müllers Büro und Werner – Beinhart!) sowie am Theater auf (unter anderem „Zappzarapp“ mit Andreas Vitasek, „Warten auf Godot“ mit Vitasek und Karl Ferdinand Kratzl, „Elling“ mit Gregor Seberg).

Werke

Solo-Kabarett-Programme

  • Doktor Macher & Mister Soft
  • Qualium und Coca Collaps
  • Denken ist kein Schicksal!
  • Duo für Solo
  • GNIF – Garantiert nicht im Fernsehen,
  • Wählt Wappler!
  • Furchtbar witzig
  • Radio Kasachstan ist nicht böse
  • Selbstbewusst Waschlapp sein!
  • Warum Frauen besser aussehen und Männer besser fernsehen
  • Wer kriecht, stolpert nicht
  • Der Frauenflüsterer
  • Wir Helden
  • Es gilt die Ungustlvermutung

Theaterstücke

  • mit Andreas Vitasek: Zappzarapp
  • Pippi Langstrumpf (Musical, als Produzent)
  • Papageno & der kleine Mozart (Musical, als Produzent)
  • Single mit 4 Frauen (Komödie, gemeinsam mit Hannes Vogler)

Filme

Bücher

  • mit Hannes Vogler: Endlich Strache – Eine Reportage aus der Zukunft. 2009
  • mit Hannes Vogler: Ich, Carlo-Enrico Grassa. Eine sizilianische Biographie 2011

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. a b Niederösterreichische Nachrichten 37/2010 Seite 44

Weblinks