Liste der denkmalgeschützten Objekte in Altenburg (Niederösterreich)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Altenburg enthält die 17 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Altenburg im niederösterreichischen Bezirk Horn. 2 Objekte wurden per Bescheid, 15 durch § 2a des Denkmalschutzgesetzes unter Schutz gestellt.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Gesamtanlage Stift Altenburg
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Gesamtanlage Stift Altenburg
ObjektID: 84421
Status: § 2a
Abt-Placidus-Much-Straße 1
Standort
KG: Altenburg
GstNr.: 1; 2; 3/1; 3/2; 3/3; 3/4; 5; 6; 7; 8; 9; 10; 11; 12; 17; 18; 20; 21/1; 21/2; 21/3; 76/2; 724; 844/3; 14
Das Benediktinerstift Altenburg ist eine weitläufige, barocke Anlage mittelalterlichen Ursprungs.
Hauptartikel: Stift Altenburg
Figurenbildstock Pietá Datei hochladen Figurenbildstock Pietà
ObjektID: 28870
Status: § 2a
Friedhof
Standort
KG: Altenburg
GstNr.: 76/1
Der Figurenbildstock Pietà mit Engelkopfkapitell am Friedhof von Altenburg stammt aus dem späten 17. Jahrhundert.
Figurenbildstock Maria Immaculata Datei hochladen Figurenbildstock Maria Immaculata
ObjektID: 28867
Status: § 2a
Altenburg
Standort
KG: Altenburg
GstNr.: 820
Figurenbildstock Hl. Florian Datei hochladen Figurenbildstock Hl. Florian
ObjektID: 28868
Status: § 2a
Altenburg
Standort
KG: Altenburg
GstNr.: 814/19
Die Steinfigur des Heiligen Florian erhebt sich auf einem Volutensockel mit Inschriftmedaillon und ist mit 1801 bezeichnet.
BW Datei hochladen Burgruine Ödes Schloss - Tursenstein
ObjektID: 70993
Status: § 2a
Altenburg
Standort
KG: Altenburg
GstNr.: 767
Die Burgruine Ödes Schloss auf dem kleinen Umlaufberg südöstlich des Stiftes wurde früher auch Stein am Kamp oder, nach dem ehemaligen Besitzer Reinprecht Turs von Lichtenfels, Tursenstein genannt. Die ersten Besitzer waren wohl die Grafen von Poigen-Rebgau. 1288 war die Burg im Eigentum Heinrichs von Stein, eines Lehensritters der Herren von Sunnberg. 1347 ging sie an die Tursen und 1396 an das Stift Altenburg mit der Auflage, die Burg zu brechen. Die Ruine liegt auf steil abfallendem, von Süden zugänglichem Gelände. Zu den erhaltenen Teilen zählen Bruch- und Hausteinmauerreste, vier bis fünf Meter hohe Teile der Umfassungsmauer mit Ausgleichslagen, turmartige Mauerteile im Nordosten und unterhalb davon Reste einer Bruchsteinbrücke mit Tonnenunterwölbung.
Wohnhaus, ehem. Rauschermühle Datei hochladen Wohnhaus, ehem. Rauschermühle
ObjektID: 28865
Status: Bescheid
Am Umlauf 1
Standort
KG: Altenburg
GstNr.: 807/4
Die ehemalige Rauschermühle war lange Zeit Sommersitz des Altenburger Abtes. Sie wurde 1613 von Abt Thomas Zienner erworben. Der stattliche Ansitz ist eine zweigeschoßige, hakenförmige Anlage mit hinterem Wirtschaftstrakt. Die Hauptfront zeichnet sich aus durch Ortsteinquaderung, umlaufendes Konsolengesims und eine Giebelfront mit Schopfwalm über Giebelfußgesims. Im profiliert gerahmten Giebelfeld befinden sich Luken sowie Fenster in profilierten Steinrahmungen mit gekehlten Sohlbänken und profiliertem Sturzbalken. Die Anlage ist durch ein Rundbogenportal in gequadertem Rahmenfeld mit Kämpfern und Volutenkeilstein zugänglich. Das mit 1613 bezeichnete Gebälk ist durch mehrere Bauinschriften des Abtes Zienner gekennzeichnet. Am hohen Walmdach befinden sich Kamine mit Gesimsgliederung und Dachgaupen mit Treppengiebeln. Die tonnengewölbte Einfahrt mit Stichkappen, dreiteiligem Längsspiegel und durch Perlstab, Eierstab und Rankwerk belegten Graten hat stuckatierte Kreuze und Engelsköpfe in den Zwickeln und Spiegelfeldern. Im Erdgeschoß liegen tonnengewölbte Räume und solche mit Hängezapfen. Am Wirtschaftstrakt mit Bruchstein- und Umfriedungsmauer ist ein Nischenfigürchen des heiligen Johannes Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert angebracht. Die Anlage ist über eine zweibogige Betonbrücke mit dem 1908 errichteten Elektrizitätswerk am gegenüberliegenden Kampufer verbunden.
BW Datei hochladen Glockenturm
ObjektID: 28872
Status: § 2a
Burgerwiesen
Standort
KG: Burgerwiesen
GstNr.: 242/3
BW Datei hochladen Bildstock Mühlkreuz
ObjektID: 28873
Status: § 2a
Burgerwiesen
Standort
KG: Burgerwiesen
GstNr.: 255
Der Bildstock Mühlkreuz in Burgerwiesen ist ein wuchtiger Nischenbildstock aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit Pyramidendach auf abgefasten Pfeilern.
BW Datei hochladen Figurenbildstock
ObjektID: 28875
Status: § 2a
Burgerwiesen
Standort
KG: Burgerwiesen
GstNr.: 250
Die toskanische Säule am östlichen Dorfausgang mit Eierstabring am Kapitell stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
BW Datei hochladen Figurenbildstock Gnadenstuhl
ObjektID: 28877
Status: § 2a
Fuglau
Standort
KG: Fuglau
GstNr.: 951
Figurenbildstock Maria Dreieichen Datei hochladen Figurenbildstock Maria Dreieichen
ObjektID: 28878
Status: § 2a
Fuglau
Standort
KG: Fuglau
GstNr.: 950
Die Dreieichengruppe aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auf abgefastem Schaft und gekehlter Platte am östlichen Ortsausgang ist mit 1769 bezeichnet.
Figurenbildstock Pietà Datei hochladen Figurenbildstock Pietà
ObjektID: 28879
Status: § 2a
Fuglau
Standort
KG: Fuglau
GstNr.: 955
Die Figurengruppe Pietà auf toskanischer Säule ist mit 1749 bezeichnet und befindet sich gegenüber der Dreieichengruppe.
BW Datei hochladen Flur-/Wegkapelle Hl. Rochus
ObjektID: 28880
Status: § 2a
Fuglau
Standort
KG: Fuglau
GstNr.: 937/2
Die korbbogig geöffnete Flur- und Wegkapelle mit fragmentierter Figur des heiligen Rochus liegt nordwestlich des Ortes und stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Kath. Pfarrkirche hl. Nikolaus Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Nikolaus
ObjektID: 53705
Status: § 2a
Fuglau
Standort
KG: Fuglau
GstNr.: 906
Die dem heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche liegt erhöht und weithin sichtbar westlich des Ortes. Als Pfarre wurde Fuglau 1365 urkundlich erwähnt und war 1544 eine Filiale von Altenburg. Die im Kern ältere, 1680 barock umgebaute Saalkirche hat im nördlichen Chorwinkel einen Turm aus der Zeit um 1750, der 1860 teilweise neugotisch umgestaltet wurde. Die Kirche ist von einem Friedhof und einer spätmittelalterlichen Kirchhofmauer, möglicherweise einer ehemaligen Wehrmauer, mit kammförmiger Mauerkrone umgeben. Das sattelgedeckte Langhaus mit getrepptem Giebel an der Westseite mit kleinen Aufsätzen ist von je drei profilierten Rundbogenfenstern durchbrochen. Der eingezogene Chor ist niedrig und rundbogig geschlossen. Der Turm mit Schulterbogenportal ist über der Traufe des Langhauses achteckig und mit spitzbogigen Schallfenstern, Gieblekranz und Spitzhelm versehen. An der nördlichen Langhauswand befindet sich eine Rundbogennische aus der Zeit um 1700 mit barockem Sockel. Der Innenraum mit Stichkappentonne auf flachen Pilastern ist unter Anderem mit einem schwarz-goldenen Knorpelwerk-Hochaltar von Johann Samner aus der Zeit um 1680 ausgestattet.
Ortskapelle Mahrersdorf Datei hochladen Ortskapelle Mahrersdorf
ObjektID: 54867
Status: § 2a
Mahrersdorf
Standort
KG: Mahrersdorf
GstNr.: 396/3
Die Ortskapelle von Mahrersdorf ist ein 1889 geweihter, schlichter Bau mit Halbkreisapsis, profiliertem Traufgesims und Spitzbogenfenstern mit vorgestelltem Westturm mit Pyramidenhelm. Der Innenraum hat eine Flachdecke mit Kalottenapsis. Zur Ausstattung zählen ein Altar aus der Zeit um 1900, ein expressives Holzkruzifix aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ein Vortragekreuz aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
BW Datei hochladen Figurenbildstock Hl. Florian
ObjektID: 28882
Status: § 2a
Mahrersdorf
Standort
KG: Mahrersdorf
GstNr.: 396/1
Der Figurenbildstock des Heiligen Florian steht vor der Kapelle und ist mit 1856 bezeichnet.
BW Datei hochladen Burgruine Mahrersdorf
ObjektID: 26193
Status: Bescheid
Mahrersdorf
Standort
KG: Mahrersdorf
GstNr.: 70; 73/3; 71; 72; 73/2; 143/2; 143/6; 73/1; 74; 143/1; 144/2; 143/7; 75/1
Die Burgrunine Mahrersdorf liegt nördlich des Ortes auf einem Hügel über der kleinen Taffa. Die Burg war 1276–1409 im Besitz der Marichatsdorfer und ging später an die Dachsner über. Degenhart Dachsner wurde 1474 nach einem Kampf gegen die österreichischen Landstände bezwungen. 1480 wurde die Burg von ungarischen Truppen zerstört und 1496 von Stift Altenburg gekauft. Die Anlage hat eine beachtliche Ausdehnung. Vom Graben mit Ringmauer, Rundtürmen und westlichem Vorwerk sind Rest erhalten. Ein Mauerzug zur Taffa mit Zinnen und Wehrgang wurde zum Teil wieder aufgebaut und ergänzt. Die innere Westmauer verfügt über einen Pecherker. Der Palasteil mit rund- und spitzbogigen Öffnungen stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[2] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Altenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


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