Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ober-Grafendorf

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ober-Grafendorf enthält die acht denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Ober-Grafendorf im niederösterreichischen Bezirk Sankt Pölten-Land. Fünf Objekte wurden per Bescheid, drei durch § 2a[1] des Denkmalschutzgesetzes unter Schutz gestellt.

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Schloss Fridau, "Neuschloss"
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Schloss Fridau, "Neuschloss"
ObjektID: 31640
Status: Bescheid
Fridau 1
Standort
KG: Fridau
GstNr.: .1
Das Neuschloss ist eine dreigeschoßige, dreiflügelige Anlage mit Ehrenhof. Der hofseitig siebenachsige Mittelteil wird dominiert vom dreiachsigen Mittelrisalit, in der Mitte der Gartenseite springt ein dreiachsiger Risalit polygonal aus der 13-achsigen Fassade hervor.
Vorwerkanlage, "Altschloss"
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Vorwerkanlage, "Altschloss"
ObjektID: 73818
Status: Bescheid
Fridau 2
Standort
KG: Fridau
GstNr.: .2/2; .2/1
Das sogenannte „Altschloss“ ist ein unregelmäßiger Gebäudekomplex und umfasst einen weiten, U-förmigen Hof. Die Gebäude bestehen im Kern teilweise seit dem 15. Jahrhundert und wurden seit Errichtung des Neuschlosses vor allem als Wirtschaftsgebäude genutzt.
Kanzleigebäude des Schlosses, ehem. Reitschule
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Kanzleigebäude des Schlosses, ehem. Reitschule
ObjektID: 31639
Status: Bescheid
Fridau 7
Standort
KG: Fridau
GstNr.: .20
Das Kanzleigebäude befindet sich westlich des Neuschlosses und wurde um das Jahr 1800 von einer Reitschule umgebaut. Das dreigeschoßige Gebäude wird aktuell als Wohnhaus genutzt.
Pranger Datei hochladen Pranger
ObjektID: 73832
Status: § 2a
Hauptplatz
Standort
KG: Obergrafendorf
GstNr.: 1264/5
Der Pranger wurde wahrscheinlich 1652 errichtet.
Pfarrhof
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Pfarrhof
ObjektID: 55178
Status: § 2a
Hauptplatz 1
Standort
KG: Obergrafendorf
GstNr.: 2/1
Der L-Förmige Bau ist zweigeschoßig und besteht seit dem 18. Jahrhundert.
Kath. Pfarrkirche hl. Josef
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Kath. Pfarrkirche hl. Josef
ObjektID: 33046
Status: Bescheid
Hauptplatz 1
Standort
KG: Obergrafendorf
GstNr.: .3
Die heute dem hl. Josef geweihte Pfarrkirche hat ihren Ursprung in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit über einem älteren Vorgängerbau erbaut. Das Langhaus der gotischen Pfeilerbasilika ist vierjochig ausgeführt, wobei sich das Mittelschiff in niedrigen Spitzbogenarkaden zu den Seitenschiffen öffnet. Über dem südlichen Seitenschiff finden sich Obergadenfenster aus dem 18. Jahrhundert, während an der Nordseite dieser Bereich durch die später ergänzte Empore eingenommen wird.
Anlagenteile der Mariazeller Bahn Datei hochladen Anlagenteile der Mariazeller Bahn
ObjektID: 127089
Status: Bescheid
Werkstättenstraße 18
Standort
KG: Obergrafendorf
GstNr.: 1286/1; .190; .191
Am 4. Juli 1898 wurde der Bahnhof Ober-Grafendorf in Betrieb genommen.

Damals bestand der Bahnhof aus dem Aufnahmegebäude, einem Magazin, der Laderampe und einer Wasserstation. Die Gleisanlagen umfassten 6 Weichen, 3 durchgehende Gleise sowie ein Stumpfgleis. In den folgenden Jahren wurde der Bahnhof oftmals umgebaut, bzw. erweitert. Im Zeitraum 1917/18 präsentierte sich der Bahnhof in folgendem erweitertem Ausmaß: eine Wagenhalle, ein Werkstättengebäude, zwei Hallen mit 9 Ständen, eine Schiebebühne, sowie alle zu den Werkstättenanlagen führenden Gleise kamen zum Bestand hinzu. Im Bau war der Rundlokschuppen und die Zugförderungsanlagen. 1918 wurde noch die Drehscheibe von St. Pölten Alpenbahnhof hierher verlegt. 1960 übersiedelte die gesamte Werkstätte nach St. Pölten. In all den Jahren wurden natürlich auch die Gleisanlagen saniert oder umgebaut, bei diesen Arbeiten wurde auch modernisiert, z.B. wurden schlanke Weichen verbaut und die Eisenmaste durch Betonmaste ersetzt. Seit 1999 schließlich, da es durch betriebliche Veränderungen (Kompletteinstellung des Güterverkehrs) weitere Veränderungen an den Gleisanlagen gab, präsentiert sich der Bahnhof weitgehend so, wie er heute vorzufinden ist. Ende 2010 büßte der Bahnhof weiter an Bedeutung ein, da die hier abzweigende Bahn nach Mank (früher bis Ruprechtshofen und Wieselburg) auch bekannt als „Krumpe“, eingestellt wurde. Im Rundlokschuppen und im angrenzenden Gelände findet man zahlreiche, abgestellte Nostalgiefahrzeuge, die vom Eisenbahnclub Mh.6 betreut werden.[2][3]

Zwei Priestergräber Datei hochladen Zwei Priestergräber
ObjektID: 73831
Status: § 2a

Standort
KG: Obergrafendorf
GstNr.: 1217
Das Grab vom 1834 verstorbenen Franz Joseph Leydenstöttner ist sarkophagähnlich geformt, das vom 1857 verstorbenen Timotheus Werner neugotisch dekoriert.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[4]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[1] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Fridau. In: Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Österreichs - Niederösterreich südlich der Donau, in zwei Teilen. Teil 1: A–L. Verlag Berger, Horn 2003, ISBN 3-85028-364-X, S. 456–458.
  • Ober-Grafendorf. In: Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Österreichs - Niederösterreich südlich der Donau, in zwei Teilen. Teil 1: M–Z. Verlag Berger, Horn 2003, ISBN 3-85028-365-8, S. 1584–1587.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Ober-Grafendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
  2. MH6, Obergrafendorf
  3. Felsinger/Schober:Die Mariazellerbahn
  4. Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing