Mühlviertler Schnellstraße

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Schnellstraße S10 in Österreich
Mühlviertler Schnellstraße
Mühlviertler Schnellstraße
Karte
Verlauf der S 10
 In Betrieb    In Bau    In Planung
Basisdaten
Betreiber: ASFINAG
Gesamtlänge: 38 km
  davon in Betrieb: 2,5 km
  davon in Bau: 19,5 km
  davon in Planung: 16 km

Bundesland:

Oberösterreich

Das erste fertiggestellte Teilstück 2012
Tunnelbau bei Freistadt 2012
Archäologische Grabungen auf der Unterweitersdorfer Trasse 2010

Die Mühlviertler Schnellstraße S 10 ist eine in Bau befindliche Schnellstraße in Oberösterreich und Teil der Europastraße 55. Sie soll zwischen Unterweitersdorf und der Staatsgrenze nach Tschechien bei Wullowitz die Mühlkreis Autobahn (A 7) mit der geplanten tschechischen Schnellstraße R 3 bei Dolní Dvořiště verbinden. Die S 10 wird auf ca. 38 km weitgehend parallel zur bestehenden Mühlviertler Straße (B 310) verlaufen.

Inhaltsverzeichnis

Abschnitt Süd

Bestand

Die westliche Röhre des derzeit 1,3 km langen Tunnels Neumarkt wird bereits im Rahmen des Straßenzuges B 310 genutzt. Nach Fertigstellung der S 10 wird diese Tunnelröhre auf 1,9 km verlängt ein Teil der neuen Schnellstraße sein. Die östliche Röhre ist derzeit nur als Fluchtstollen in Betrieb.

Bauvorbereitung

Im Zuge der Bauvorbereitungen wurden bei Unterweitersdorf durch Luftaufnahmen Gräberfelder aus der Hallstattzeit festgestellt. Im Oktober 2010 begannen Grabungsarbeiten von Archäologen. Dabei wurden zwölf Hügelgräber mit einem Durchmesser von bis zu 28 Metern und einer Höhe von bis zu zwei Metern freigelegt. Erste Grabungsergebnisse wurden in der Folge in den Anrainergemeinden Hagenberg im Mühlkreis, Pregarten, Wartberg ob der Aist und Unterweitersdorf in Ausstellungen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bau

Der Bau des 22 km langen Abschnitts Süd (Unterweitersdorf bis Freistadt Nord) begann am 1. August 2009 an zwei Stellen gleichzeitig: einerseits in Unterweitersdorf, andererseits in Freistadt.[1] Am 30. Juli 2012 wurde jener kurze Abschnitt (Abschnitt 1) bei Unterweitersdorf eröffnet, der über einen neuen Kreisverkehr die Anschlussstelle zur A7 bildet. Mit einer Verkehrsfreigabe der Gesamtstrecke wird für das Jahr 2015 gerechnet.[2]

2010 wurde mit dem Bau der Kreisverkehre der Anschlussstellen begonnen und es wurden diverse Baustraßen errichtet. Am 25. Mai 2012 wurde mit dem Bau des knapp 300 m langen Tunnels Satzingersiedlung und des Tunnels Manzenreith (mehr als 700 m) begonnen. Diese stellen gemeinsam mit 13 Brücken und der 800 m langen Unterflurtrasse Walchshof das Herzstück der Umfahrung Freistadt dar. Der knapp sechs Kilometer lange Abschnitt von Freistadt Süd bis Freistadt Nord wird Ende 2014 für den Verkehr freigegeben werden können.[3]

Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt werden mit rund 689 Millionen Euro netto angegeben. Für das Jahr 2015 beträgt das prognostizierte Verkehrsaufkommen 10.300–12.400 Kfz/Tag. Für das Jahr 2025 werden im Abschnitt Süd 19.000–40.000 Kfz/Tag prognostiziert.

Abschnitt Nord

Der Errichtung des Abschnitts Nord von Freistadt Nord bis Wullowitz (14,6 km) wird im Anschluss an den Südabschnitt in Abhängigkeit von den verkehrlichen Erfordernissen und dem Baufortschritt auf tschechischer Seite erfolgen.

Auf Grund von Sparmaßnahmen im Ministerium wurde die Planung für diesen Abschnitt bis auf Weiteres ausgesetzt.[4]

Einzelnachweise

  1. OÖ Nachrichten: Baubeginn für die Mühlviertler Schnellstraße mit 1. August fixiert, abgerufen am 14. Februar 2009
  2. Asfinag-Straßenbauprojekte: S 10, abgerufen am 15. April 2009
  3. ASFINAG: Ein Fest für zwei Tunnel bei der Umfahrung Freistadt, abgerufen am 1. August 2012
  4. OÖ Nachrichten: Für Umfahrung Freistadt werden 300.000 Kilo Sprengstoff gebraucht, abgerufen am 10. Juni 2010

Weblinks