Manfried Welan

Manfried Welan (* 13. Juni 1937 in Wien) ist ein österreichischer Rechtswissenschaftler und Politiker.

Leben

Manfried Welan studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und wurde dort 1961 zum dr. iur. promoviert. Nach Tätigkeit an der TU Wien war er von 1962 bis 1967 für den österreichischen Verfassungsgerichtshof tätig und 1967/1968 in der wissenschaftlichen Abteilung der Bundeswirtschaftskammer.

1968 wurde er zum ausserplanmässigen Professor an der Universität für Bodenkultur Wien ernannt, seit 1973 ordentlicher Universitätsprofessor für Recht und Politik an der BOKU und Vorstand des Institutes für Rechtswissenschaften, 1974/75 war er stellvertretender Rektor der BOKU, später Rektor. Von 1979 bis 1981 war Welan Vorsitzender der Österreichischen Rektorenkonferenz.

Manfried Welan war von 1983 bis 1986 Gemeinderat in Wien. Von 1986 bis 1987 war er Stadtrat und Mitglied der Wiener Landesregierung und wurde für die Amtszeit 1988 bis 1991 zum Zweiten Landtagspräsident gewählt.

1993 war er Vizepräsident der Unesco-Kommission, später Vorstand des österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung. Er ist Mitglied zahlreicher Organisationen. Er ist unter anderem engagiert für die Zeitschrift für Verwaltung und die Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft.

Manfried Welan ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.Ö.H.V. Franco-Bavaria Wien im ÖCV.

2003 wurde Manfried Welan der Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften verliehen.

Manfried Welan ist gemeinsam mit Wolfgang Mantl und Christian Brünner Herausgeber der Studien zu Politik und Verwaltung.

Eigene Werke

  • Der Bundespräsident. Kein Kaiser in der Republik, Band 40 der Studien zu Politik und Verwaltung, Böhlau-Verlag, Wien / Köln / Graz 1992, ISBN 3-205-05529-2
  • Die Universität für Bodenkultur Wien. Von der Gründung in die Zukunft 1872–1997, Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weinmar 1997, ISBN 3-205-98610-5
  • Ein Diener der Zweiten Republik. Vorwort Heinz Fischer, Österreichischer Kunst- und Kulturverlag, Wien 2012, ISBN 978-3-85437-311-7

Weblinks