Maria Buch-Feistritz

Maria Buch-Feistritz
Wappen von Maria Buch-Feistritz
Maria Buch-Feistritz (Österreich)
Maria Buch-Feistritz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT
Hauptort: Maria Buch
Fläche: 28,5 km²
Koordinaten: 47° 9′ N, 14° 42′ O47.15416666666714.707222222222660Koordinaten: 47° 9′ 15″ N, 14° 42′ 26″ O
Höhe: 660 m ü. A.
Einwohner: 2.290 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 80,35 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8740, 8741, 8750
Vorwahl: 03577
Gemeindekennziffer: 6 20 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Zeltweger Str 40
8741 Weißkirchen
Website: www.maria-buch-feistritz.at
Politik
Bürgermeister: Rupert Enzinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
13
2
13 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Maria Buch-Feistritz im Bezirk Murtal
Amering Apfelberg Bretstein Eppenstein Feistritz bei Knittelfeld Flatschach Fohnsdorf Gaal Großlobming Hohentauern Judenburg Kleinlobming Knittelfeld Kobenz Maria Buch-Feistritz Obdach Oberkurzheim Oberweg Oberzeiring Pöls Pusterwald Rachau Reifling Reisstraße Sankt Anna am Lavantegg Sankt Georgen ob Judenburg Sankt Johann am Tauern Sankt Lorenzen bei Knittelfeld Sankt Marein bei Knittelfeld Sankt Margarethen bei Knittelfeld Sankt Oswald-Möderbrugg Sankt Peter ob Judenburg Sankt Wolfgang-Kienberg Seckau Spielberg bei Knittelfeld Unzmarkt-Frauenburg Weißkirchen in Steiermark Zeltweg SteiermarkLage der Gemeinde Maria Buch-Feistritz im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf die Ortschaft Maria Buch von Westen
Blick auf die Ortschaft Maria Buch von Westen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Maria Buch-Feistritz ist eine Gemeinde mit 2290 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Murtal in der Steiermark. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Judenburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Maria Buch-Feistritz liegt im Südosten des Aichfelds - im Osten des Bezirkes Judenburg. Erreichbar ist sie über die Anschlussstellen Zeltweg West und Zeltweg Ost der S36 Murtal Schnellstraße, die derzeit bei Judenburg endet.

Nachbargemeinden

Zeltweg, Spielberg bei Knittelfeld, Großlobming, Reisstraße, Eppenstein, Weißkirchen in Steiermark, Kleinlobming, Oberweg, Judenburg und Fohnsdorf.

Ortschaften

Maria Buch-Feistritz besteht aus 4 Katastralgemeinden und 17 Ortschaften:

  • Allersdorf (Allersdorf, Baumkirchen, Unzdorf)
  • Feistritz (Möbersdorf, Möbersdorfsiedlung, Pichling, Thann, Großfeistritz, Hopfgarten)
  • Fisching (Fisching, Silberrain, Murwald, Baierdorf)
  • Maria Buch (Maria Buch, Wielandsiedlung, Wöllmerdorf, Murdorf) – Hauptort der Gemeinde

Geschichte

Maria Buch-Feistritz ist eine relativ junge Gemeinde. Sie wurde per 1. Jänner 1965 durch Zusammenlegung der Gemeinden Maria Buch (mit Wöllmerdorf), Feistriz bei Weißkirchen (mit Möbersdorf, Pichling, Thann, Großfeistritz, Hopfgarten) und Fisching (mit Baierdorf) sowie Teilen der aufgelösten Allersdorf (mit Baumkirchen, Unzdorf) gebildet.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:

  • 13 [ÖVP]
  • 2 [SPÖ]

Wappen

Wappen Maria Buch-Feistritz.jpg

Das Wappen blasoniert sich:

Zwischen blauen Zinnenflanken in Silber über einem blauen Buch mit silbernen Beschlägen eine blaue Lilie.


Die Zinnen symbolisieren die Wehranlagen, Ruine Liechtenstein, Sitz der Kämmerer des Herzogtums Steiermark, und Schloss Oberthann. Das Buch ist sprechend, und ist schon auf einem Siegel von 1415 eines Konrad von Buch zu finden. Die Lilie steht für unsere Liebe Frau zu Buch. Die Farben blau-weiß sind die der Baiern, die das Tal weiter urbar machten, was so auch namentlich bei Baierdorf zu finden ist.[1]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juni 1989 (LGBl. 1989, 12. Stück, Nr. 42).[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die bekannteste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Wallfahrtskirche Maria Buch, der bedeutendste Wallfahrtsort des oberen Murtales und der älteste der Steiermark. Maria Buch wurde als Pouche im Jahr 924 erstmals erwähnt - das Gebiet wurde von dem Edlen Hartwig an seinen verwandten Erzbischof Adalbert von Salzburg im Tauschweg übergeben. Quasi extraterritoriale Gebiete des damalig sehr mächtigen Salzburg waren keine Seltenheit - auch die im Mittelalter mächtige Stadt Friesach (Kärnten) gehörte bis ins 19. Jahrhundert zu Salzburg. Selbst heute ist die geschichtliche Verbundenheit von Maria Buch zu Salzburg im Ort noch zu sehen - so trägt die Fassade des nebst der Wallfahrtskirche errichteten Hauses des Metallbetriebes Röhrich zwei nach außen gedrehte, auf den Kopf gestellte Schlüssel - noch heute (allerdings nicht am Kopf stehend) das Zeichen des 987 von dem Erzdiözese Salzburg getrennten Stiftes St. Peter zu Salzburg. Maria Buch fiel später an den Herzog Berthold von Kärnten, der ihn im Jahre 930 dem Eppensteiner Markwart übertrug.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger:

  • 1985 Johann Grangl (Bürgermeister von Maria Buch-Feistritz 1970-1985)
  • 1995 Jakob Sattler (Bürgermeister von Maria Buch-Feistritz 1985-1995)

Literatur

Johann Andritsch: Maria Buch – Kirchen- und Ortsgeschichte. = Judenburger Museumsschriften XI. Judenburg 1992.

Weblinks

 Commons: Maria Buch-Feistritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Heinrich Purkarthofer: Die im Jahre 1989 verliehenen Gemeindewappen steirischen Gemeindewappen. Digitalisat, 2,5MB. Abgerufen am 3. Mai 2012.
    Maria Buch-Feistritz: Das Gemeindewappen, maria-buch-feistritz.at