Oberleitungsbus Salzburg

Oberleitungsbus Salzburg
Obusliniennetz in der Stadt Salzburg
Obusliniennetz in der Stadt Salzburg
Eröffnung: 1. Oktober 1940[1]
Betreiber: Salzburg AG
Stromsystem: 600 Volt Gleichspannung
Streckenlänge: 146,45 km[2]
Linien: 10
Haltestellen: 154
Unterwerke: 16
Fahrgäste: circa 38 Millionen jährlich[3]

Der Oberleitungsbus Salzburg, lokal meist Obus genannt, ist neben dem Oberleitungsbus Linz einer von zwei verbliebenen Oberleitungsbussen in Österreich. Mit zehn Linien, 154 Haltestellen und 96 Wagen – davon bis zu 82 gleichzeitig im Einsatz – besitzt Salzburg nach Athen/Piräus, San Francisco, Seattle und Vancouver das fünftgrößte Obus-System der westlichen Welt. Es besteht seit 1940 und ersetzte damals die Straßenbahn Salzburg.

Der Obus befördert jährlich mehr als 38 Millionen Fahrgäste,[4] wird heute von der 2000 gegründeten Salzburg AG betrieben und ist in den Salzburger Verkehrsverbund (SVV) integriert. Ergänzend zur S-Bahn Salzburg stellt der Obus das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadt Salzburg dar. Der 1927 aufgenommene städtische Autobusverkehr spielt hingegen nur eine untergeordnete Rolle und wird überwiegend vom Albus Salzburg Verkehrsbetrieb durchgeführt.

Inhaltsverzeichnis

Betreiber

Das bis 2012 verwendete Logo

Während die Straßenbahn noch von der Salzburger Eisenbahn- und Tramwaygesellschaft (SETG) im Auftrag der Stadt Salzburg betrieben wurde, übernahm diese 1940 im Zuge der Umstellung auf Oberleitungsbus selbst die Verantwortung. Hierzu gründete man die Städtischen Verkehrsbetriebe Salzburg, die anfangs nur für den Oberleitungsbus, ab 1. Oktober 1948 dann aber auch für die Lokalbahnstrecken nach Hangender Stein und nach Lamprechtshausen zuständig waren. Die Städtischen Verkehrsbetriebe Salzburg wiederum wurden am 3. Juli 1950 in das neue Dachunternehmen Salzburger Stadtwerke integriert. Ebenfalls 1950 nahm die Stadt auch den kommunalen Autobusverkehr auf. Die genaue Bezeichnung der Verkehrssparte lautete nun Salzburger Stadtwerke – Verkehrsbetriebe, kurz SStW–VB – ab 1972 dann in der Kurzform Salzburger Verkehrsbetriebe, kurz SVB.

Die nächste Umstrukturierung erfolgte 2000, als die Salzburger Stadtwerke und die Salzburger AG für Elektrizitätswirtschaft (SAFE) sich zur Salzburg AG zusammenschlossen. Fortan war der neue Teilbetrieb Salzburger Lokalbahn für die Lokalbahnstrecken und der ebenfalls neue Teilbetrieb StadtBus Salzburg für den kommunalen Oberleitungsbus- und Autobusverkehr zuständig. 2005 übernahm Albus schließlich alle Autobuslinien von der Salzburg AG, seither ist die Salzburg AG eine der wenigen Verkehrsunternehmen weltweit, die zwar Oberleitungsbusse, aber keine Autobusse betreiben. 2012 änderten sich die Marketingbezeichnungen erneut, die Verkehrsparte firmiert seither einheitlich unter Salzburger Lokalbahnen, der Obus wird als ObusSLB bezeichnet.[5]

Linien

Derzeit verkehren die zehn Salzburger Obus-Linien wie folgt, einige Linien überqueren dabei die Stadtgrenze Salzburgs:

Linie Strecke heute bis 2003 bis 1986 bis 1972
01 Kleßheim Kavalierhaus – Salzburg Arena Linie 01 Linie 1 Linie M
02 Walserfeld Schule – Obergnigl Linie 02 Linie 2 Linie L
03 Salzburg Süd S-Bahn – Itzling Pflanzmann Linie 51 Linie 3 Linie D
04 Mayrwies Daxluegstraße – Forellenwegsiedlung Linie 29 Linie 4 Linie A
05 Birkensiedlung – Itzling Pflanzmann Linie 05 Linie 5 Linie F
06 Parsch Ludwig Schmederer Platz – Itzling West Linie 06 Linie 6 -
07 Salzburg Süd S-Bahn – Salzachsee Linie 49 Linie 7 -
08 Walserfeld Schule – Salzburg Süd S-Bahn - - -
10 Lankessiedlung – Salzburg Arena / Bessarabierstraße - - -
14 Polizeidirektion – Forellenwegsiedlung (Verstärkerlinie) - - -

Die 1986 neu eingeführte Linie 77 wurde 2003 zugunsten der Linie 2 aufgelassen. Die 1989 neu eingeführte Verstärkerlinie 95 wurde ebenfalls 2003 eingestellt.

Geschichte

Oberleitungsplan 1993
Oberleitungsplan 1995
Verknüpfung zwischen Obus und S-Bahn in Gnigl

Am 1. Oktober 1940 fuhr der erste Obus durch die Straßen Salzburgs. Er verkehrte als Linie M – für Maxglan – auf der Strecke Sigmundsplatz–Maxglan, welche heute ein Teilstück der Linie 1 ist. Schon am 24. Oktober erfolgte die Verlängerung zum Makartplatz und am 10. November weiter bis Hauptbahnhof. Am 12. Dezember 1941 ging außerdem die erste Remise in der Zaunergasse in Betrieb.

Am 19. Februar 1942 wurde die Verbindungsstrecke Maxglan–Lehen–Hauptbahnhof eröffnet. Fortan verkehrten zwei Ringlinien, L stand dabei für Lehen:

  • M: Maxglan–Lehen–Hauptbahnhof–Zentrum–Maxglan
  • L: Maxglan–Zentrum–Hauptbahnhof–Lehen–Maxglan.

Am 1. Februar 1944 ging als dritte Verbindung die Linie A zwischen Sigmundsplatz und Obergnigl in Betrieb, am 21. Dezember 1949 folgte als vierte Verbindung die Linie D vom Hauptbahnhof in die Alpensiedlung. Am gleichen Tag wurde auch die an der neuen Strecke gelegene Zentralgarage Alpenstraße eröffnet. Eine fünfte Linie B führte ab 1. März 1951 vom Sigmundsplatz nach Liefering, eine sechste Linie F – für Friedhof – ab 1. November 1956 von Itzling Pflanzmann zum Kommunalfriedhof.

2004 verlängerte man die Obuslinie 1 um circa 500 Meter vom Messezentrum zur Salzburgarena. Als Besonderheit wurde die neue Endstelle zunächst nur bei Veranstaltungen angefahren, ansonsten blieb die Oberleitung in diesem Bereich abgeschaltet. Der jeweilige Status wurde den Obusfahrern mittels eines Lichtsignals angezeigt.

Am 1. Oktober 2005 wurde die Linie 1 vom Europark über das EM-Stadion bis zum Kavaliershaus erweitert. Am 11. Dezember 2005 ging die Verlängerung der Linie 2 vom Hauptbahnhof über den Mirabellplatz und die Sterneckstraße bis nach Obergnigl in Betrieb.

Eine Betriebsstrecke von der Versorgungshausstraße (Linie 2) über die Fürbergstraße zur Fadingerstraße wurde im Frühjahr 2006 erbaut und besonders während Veranstaltungen in der Innenstadt und während der UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2006 intensiv genutzt. Über diese Strecke rücken seither auch die Obusse der Linien 2 und 4 ein und aus. Damit wird zum ersten Mal in der Salzburger Obusgeschichte der Kapuzinerberg umrundet. Außerdem bildete dieser Abschnitt die Grundlage für die später erfolgte Elektrifizierung der Albus-Linie 20.

Auch die Kreuzung Gaswerkgasse/Ignaz-Harrer-Straße, sowie der Bereich am Hauptbahnhof um das Forum-Kaufhaus/Fanny-von-Lehnert-Straße wurde bis September 2006 mit zusätzlichen Abbiege- und Wendemöglichkeiten versehen. Ebenso sind seit Frühjahr 2007 eine Betriebsstrecke vom Landeskrankenhaus (Linie 7) zur Willibald-Hauthaler-Straße (Linie 4), sowie eine zusätzliche Wendemöglichkeit am Makartplatz, vor der Dreifaltigkeitskirche, in Betrieb. Eine neue Abbiegemöglichkeit an der Aiglhofkreuzung von der Linie 4 auf die Linie 2 wurde im Frühjahr 2008 ebenso geschaffen wie eine Standspur für Obusse in der Griesgasse im Zentrum. Letztere ermöglicht das Stapeln und bedarfsorientierte Abrufen von Obussen im Zentrum bei Veranstaltungen. Zum Fahrplanwechsel am 7. Dezember 2007 wurde die Linie 4 von Langwied über die Stadtgrenze hinweg nach Mayrwies verlängert und ersetzte damit die Autobuslinie 4A.

Im Herbst 2008 beschloss der Salzburger Gemeinderat, den Ast der Autobuslinie 20 nach Sam/Lankessiedlung zu elektrifizieren. Die Streckenführung folgt jener der Linie 20 von der Lankessiedlung über die S-Bahn-Haltestelle Salzburg-Gnigl, Fuggerstraße, Volksgarten, Hanuschplatz zum Landeskrankenhaus; über die Eduard-Baumgartner-Straße und den Karajanplatz wird die Linie wieder zum Hanuschplatz und nach Sam geführt. Diese Arbeiten wurden Mitte 2009 abgeschlossen, aus der Autobus-Linie 20 wurde die Obus-Linie 10.

Am 9. Juli 2009 wurden die Linien 3 und 5 um 500 Meter zur neuen Endhaltestelle Itzling Pflanzmann verlängert. Hierbei handelte es sich um die erste privat finanzierte Obusstrecke in Salzburg.[6]

Seit dem 25. September 2011 verkehren alle Kurse der Linie 1 einheitlich bis zur Salzburgarena. Die Abschaltung der Oberleitung entfiel.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 wurde eine neue Linie 14 von der Haltestelle Schmidingerstraße bei der Autobahnabfahrt Salzburg-Mitte über die Ignaz-Harrer-Straße zur Saint-Julien-Straße/Rainerstraße eingeführt . Von dort fährt sie – wie die Linie 3 – zur Josefiau weiter. Es ist eine Verstärkerlinie, die nur in der morgendlichen Hauptverkehrszeit – das heißt zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr – betrieben wird.

Am 7. März 2012 ging eine 1,3 Kilometer lange Erweiterung der Linie 10 in Betrieb. Sie verkehrt seither abweichend zur bisherigen Führung ab der Haltestelle Strubergasse durch die Gaswerkgase, die Strubergasse, die Rudolf-Biebl-Straße und die Schuhmacherstraße. Statt der bisherigen Endstelle Schule Lehen bedient sie nun abwechselnd die Endstellen Salzburg Arena beziehungsweise Bessarabierstraße. Dadurch wurde die Anbindung des Stadtwerke-Areals und der Neue Mitte Lehen mit der Stadtbibliothek verbessert.[7]

Planungen

Im Oktober 2010 wurden neue Pläne für Verlängerungen vorgestellt. So soll die Linie 8 durch eine Abzweigung in die Karolingerstraße viele Betriebe und Bewohner in diesem Stadtteil bedienen. Bis 2015 möchte die Stadt Salzburg für diese beiden Ausbaumaßnahmen rund 2,2 Millionen Euro investieren.[8] Schon seit längerem im Gespräch ist außerdem eine Verlängerung nach Eugendorf beziehungsweise eine grenzüberschreitende Linie ins deutsche Freilassing.

Ebenso debattiert wird eine Verlängerung der Linie 5 von der derzeitigen Endstation Birkensiedlung nach Grödig.

Fahrzeuge

Beschaffungen im Laufe der Jahre

Älteste Wagen des gegenwärtigen Bestands sind die 23 hochflurigen Gräf & Stift-Gelenkwagen der Baujahre 1988 bis 1994, bis auf Wagen 219 und 220 besitzen sie alle einen Drehstrommotor. Ursprünglich umfasste diese Serie einmal 26 Wagen. Davon wurden 25 für Salzburg hergestellt, während Wagen 220 gebraucht vom Oberleitungsbus Kapfenberg übernommen wurde.

Die ersten Niederflurwagen sind die 23 MAN-Gelenkwagen der Baujahre 1994 bis 1997. Einer von ihnen, der Wagen 240, ist dabei ebenfalls ein Gebrauchtwagen aus Kapfenberg.

Auch die Fahrzeuggeneration Van Hool ab Baujahr 2000 bietet ausschließlich Niederflureinstiege, 13 der insgesamt 32 Van Hool-Wagen verfügen außerdem, als Neuheit für Salzburg, über einen dieselbetriebenen Hilfsantrieb. Am 24. November 2008 gelangten außerdem zwei weitere Van Hool-Gelenkwagen gebraucht vom Trolleybus Vevey–Villeneuve aus der Schweiz in den Bestand des Salzburger Oberleitungsbusses. Hierbei handelt es sich um die 1995 gebauten Wagen 2 und 15, sie wurden nach einer Aufarbeitung mit den neuen Betriebsnummern 259 und 260 in Dienst gestellt. Außerdem wurden sie, wie die Züge der Salzburger Lokalbahn, in einem dunklen Rot lackiert.

Von der neuesten Fahrzeuggeneration Solaris Trollino 18 wurden die ersten drei Wagen am 14. September 2009 ausgeliefert. Die zwölf weiteren Fahrzeuge 304 bis 315 folgten 2010 und 2011. Die neuen Wagen sind ebenfalls dunkelrot lackiert und verfügen wiederum über einen Hilfsantrieb. Wagen 301 war dabei zu Präsentationszwecken im Februar 2010 an den Oberleitungsbus Eberswalde ausgeliehen.

Im Mai 2012 begann die Auslieferung der sogenannten MetroStyle-Oberleitungsbusse von Solaris, diese sind äußerlich einer Straßenbahn nachempfunden. Für 2017 ist außerdem die Beschaffung von Doppelgelenkwagen vorgesehen.

Tabelle ehemalige Fahrzeuge

Nummern Stück Hersteller Typ Art Einsatz ab Einsatz bis Bemerkungen
101–110 10 MAN / Schumann MPE I Solo 1940 1967 Obus 102 bis heute der am längsten in Linieneinsatz gefahrene Obus in Salzburg (1940-1967)
114–117 04 VETRA CS 60 Solo 1941 1943
111–117 10 MAN / Schumann MPE II Solo 1942 1966
121–126 06 MAN / Gräf & Stift EO I Solo 1948 1974 Ab 1. Januar 1965 111–116
127–130 04 MAN / Gräf & Stift EO II Solo (1950) 1956 1970 Ab 1. Januar 1965 117–120
131–133 03 Uerdingen / Henschel ÜHIIIs Solo 1956 1976 Ab 1. Januar 1965 121–123
134–135,
143–145
05 Henschel HS 160 OSL-G Gelenk 1961 1979 Ab 1. Januar 1965 124–128
136–142 07 Gräf & Stift GEO II Gelenk 1961 1980 Ab 1. Januar 1965 129–135
146–150 05 Gräf & Stift GE 105/54/57 Gelenk 1964 1983 Ab 1. Januar 1965 "136–140"
141–154 14 Gräf & Stift GE 105/54/54 Gelenk 1966 1989
Salzburg OBus1983 1.jpg 101 und 102 2 Gräf & Stift OE 105/54 Solo 1971 1986
103–112 10 Gräf & Stift OE 110/54/2 Solo 1971 1990
113–123 11 Gräf & Stift OE 110/54/A Solo 1975 1993
Salzburg OBus1983 2.jpg 155–160 06 Gräf & Stift GE 110/54/57/A Gelenk 1976 1992
161 01 Gräf & Stift GE 150 M 16 Gelenk 1979 1993 Drehstromantrieb
129–147,
162–177,
179–186
43 Gräf & Stift GE 110 M 16 Gelenk 1980 2002
Medias trolleybus 655, ex-Salzburg.jpg 101–106 06 Gräf & Stift OE 112 M 11 Solo 1986 2002
Medias Steyr trolleybus 654, ex-Salzburg 107.jpg 107–108,
110
03 Steyr STS 11 HU Solo 1989 2003
111–114 04 Steyr STS 11 HU 140 Solo 1990 2003
Bereits verschrotteter Obus 218.jpg 200 ... 228
mit Lücken
12 Gräf & Stift GE 112 M 16 Gelenk 1989 2012

Ein Teil der in Salzburg ausgemusterten Wagen wurde an andere Betriebe abgegeben. Sie gingen zum ehemaligen Oberleitungsbus Kapfenberg sowie nach Deutschland (Oberleitungsbus Eberswalde), Litauen (Vilnius), Rumänien (Mediaș und Oberleitungsbus Timișoara) beziehungsweise Russland (Perm und Rybinsk).

Bis 1975 verkehrten die Obusse außerdem mit Anhängern. Salzburg war das letzte österreichische Obus-Netz bei welchem diese Betriebsform anzutreffen war. Es standen vier verschiedene Baureihen zur Verfügung, sie stammten von Gräf & Stift (Typ OA I), Kässbohrer (ohne Typenbezeichnung), Lohner (Typ OM 5/1) und Schumann (ohne Typenbezeichnung).

Tabelle gegenwärtiger Bestand

Nummern Stück Hersteller Elektrik Baujahre Typ Niederflur Hilfsantrieb Bemerkungen
Obus 109 in der Kehre Obergnigl.jpg 109 01 Steyr Kiepe 1989 STS 11 HU 140 nein nein Museumswagen im Besitz von Pro Obus Salzburg e. V., zeitweise im Planbetrieb
Obus 178 im Planeinsatz.jpg 178 01 Gräf & Stift Kiepe 1985 GE 110 M 16 nein nein Museumswagen im Besitz von Pro Obus Salzburg e. V., zeitweise im Planbetrieb
12-11-02-bus-am-bahnhof-salzburg-by-RalfR-70.jpg 200 ... 228
mit Lücken
14 Gräf & Stift Kiepe 1988–1994 GE 112 M 16 nein nein 220 = ex Oberleitungsbus Kapfenberg 25, seit 2005 im Bestand, mit Schaffnersitz
Gräf&Stift 245 in der Haltestelle Walserfeld.jpg 229–238,
240–252
23 Gräf & Stift / MAN Kiepe 1994–1997 NGT 204 M 16 ja nein 240 = ex Oberleitungsbus Kapfenberg 35, seit 2003 im Bestand
Obus 259 in der Station Liefering.jpg 259–260 02 Van Hool Kiepe 1995 AG 300 T ja ja ehemals VMCV 2 und 15, seit 2009 im Bestand, ohne automatischen Stangenabzug
12-11-02-bus-am-bahnhof-salzburg-by-RalfR-44.jpg 261–290 30 Van Hool Kiepe 2000–2005 AG 300 T ja ja (261, 279–290)
nein (262–278)
12-11-02-bus-am-bahnhof-salzburg-by-RalfR-50.jpg 301–315 15 Solaris Cegelec 2009–2010 Trollino 18 ja ja
12-11-02-bus-am-bahnhof-salzburg-by-RalfR-24.jpg 321–330 10 Solaris Cegelec 2012 Trollino 18 MetroStyle ja ja

Technische Daten gegenwärtiger Bestand

Typ Länge in m Breite in m Leergewicht in t Leistung in kW v/max Sitzplätze Stehplätze
STS 11 HU 11,9 2,5 10,56 110 60 km/h 26 66
GE 110 M 16 16,5 2,5 13,8 105 60 km/h 34 112
GE 112 M 16.5 16,6 2,5 13,8 110 [2] / 147 60 [2] / 65 km/h 34 112
NGT 204 M 16 16,5 2,5 14,2 147 65 km/h 31 102
AG 300 T 17,95 2,5 16,76 / 16,96 [1] 155 / 185 [1] 65 km/h 29 / 30 129 / 98
Trollino 18 18 2,55 18,2 250 65 km/h 38 98

[1] = bezogen auf die Wagen mit Hilfsaggregat
[2] = bezogen auf die Gleichstromversion

Pro Obus Salzburg e. V. und Museumswagen

Der ÜHIIIs-Museumswagen mit der Nummer 123
Der HS 160 OSL-G in Kapfenberger Lackierung

Ältester betriebsfähiger Obus in Salzburg ist ein ÜHIIIs des Baujahrs 1957. Dieser ist jedoch kein Salzburger Originalfahrzeug, der Wagen mit der Nummer 123 stammt vom Oberleitungsbus Solingen (ehemalige Nummer 40) und ist eine Leihgabe englischer Sammler. In Salzburg ist er seit Juli 2007 im Rahmen von Sonderfahrten im Einsatz, hierzu trägt er Salzburger Lackierung. Das Fahrzeug kann auch privat gemietet werden. Anlässlich der Salzburger Festspiele ist der ÜHIIIs von Ende Juli bis Ende August jeden Freitag regelmäßig auf einer speziellen Museumslinie des Vereins Pro Obus Salzburg e. V. im Einsatz. 2012 soll der Wagen wieder nach England zurückkehren.

Der ehemals Kapfenberger Wagen 35 des Typs HS 160 OSL-G, dieser lief nie planmäßig in Salzburg, wird derzeit von Pro Obus Salzburg e. V. aufgearbeitet. Das Fahrzeug ist eine Leihgabe des Vereins Nostalgiebahnen in Kärnten und soll für zukünftige Einsätze in Salzburg die Wagennummer 134 bekommen.

Die anderen beiden betriebsfähigen Museumsfahrzeuge mit den Nummern 109 und 178 werden in den Hauptverkehrszeiten noch im planmäßigen Fahrgastbetrieb eingesetzt. Dies dient zum einen dazu Standschäden zu vermeiden, zum anderen können dadurch Nachfragespitzen besser abgedeckt werden.

Außerdem befindet sich der Kässbohrer-Anhänger Nummer 31 aus dem Jahr 1940 in der Aufarbeitung durch den Verein.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Geschichte des Salzburger Obusnetzes
  2. Obus Salzburg - Profil & Fakten
  3. Daten und Fakten über Salzburger Obus
  4. Neue Fahrzeugflotte in Salzburg auf www.salzburg24.at
  5. Salzburger Lokalbahnen: neue Obus-Generation, neue Marke, Meldung vom 22. Mai 2012
  6. [1]
  7. Wieder 1,3 km mehr Obusnetz, Meldung auf trolleymotion.com vom 7. März 2012
  8. Salzburg AG präsentiert neue Obusflotte

47.782264913.0421474Koordinaten: 47° 46′ 56″ N, 13° 2′ 32″ O