Oberplank

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Oberplank (Dorf)
Ortschaft Oberplank
Katastralgemeinde Oberplank
Verwaltungssprengel
Oberplank (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems-Land (KR), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Schönberg am Kamp
Koordinaten 48° 33′ N, 15° 40′ O48.55694444444415.668888888889247Koordinaten: 48° 33′ N, 15° 40′ Of1
Höhe 247 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 44 (2001)
Fläche d. KG 3,28 km²dep1
Postleitzahl A-3564f1
Vorwahl +43/02733f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04324
Katastralgemeindenummer 12221
Zählbezirk/Zählsprengel Plank am Kamp (31355 005)
Bild
Blick auf Oberplank
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Oberplank ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Schönberg am Kamp im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Ort liegt im Kamptal am rechten Flussufer gegenüber von Plank am Kamp zwischen Gars am Kamp und Schönberg am Kamp. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 247 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 3,28 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 44 Einwohner (Stand: 2001).

Postleitzahl

In der Marktgemeinde Schönberg am Kamp finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Oberplank hat die Postleitzahl 3564.

Bevölkerungsentwicklung[1]

Bevölkerungsentwicklung von Oberplank zwischen 1830 und 2001
1830 1846 1869 1951 1961 1981 1991 2001

202

141 159 136 90 64 59 44

Geschichte

Eine im benachbarten Plank am Kamp freigelegte Kreisgrabenanlage belegt die Besiedlung des Ortes bereits für die Jungsteinzeit. Im Mittelalter wurde der Ort erstmals 1113 als Gutshof Blaeunikke in einer Schenkungsurkunde Markgraf Leopold III. von Österreich, des Heiligen, an das Stift Melk erwähnt. Um 1130 sitzt ein Rittergeschlecht Plauniche in Plank am Kamp (damals Unterplank) und Oberplank. Ihr befestigter Edelsitz befand sich in Oberplank. Die Kapelle St. Magdalena[2] und das Anwesen Oberplank Hausnummer 5 dürften wohl Teil der Burganlage gewesen sein. Ab dem 14. Jahrhundert waren die Grafen von Puchberg Grundherren[3]
Mit der Inbetriebnahme der Kamptalbahn entwickelte sich Oberplank zu einer kleinen Sommerfrische mit einigen Sommerfrische-Villen. Nach 1945 konnte der Ort nicht mehr an die Tradition der Sommerfrische anschließen. Veränderte Reisegewohnheiten, aber auch der Bau der Kamptal-Stauseen, der zu einem starken Temperaturrückgang des von zahlreichen Badeanstalten gesäumten Kamps führte, entzogen dem Tourismus im Kamptal seine wichtigsten Grundlagen.[4] Seit der Gemeindezusammenlegung 1972 ist Oberplank ein Ortsteil der Großgemeinde Schönberg am Kamp.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Filialkirche St. Magdalena
Die auf einem exponierten Felsvorsprung stehende kleine Kirche mit gotischem Kern war Teil einer Burganlage aus dem 12. Jahrhundert. Im Inneren ist ein Ölgemälde der Hl. Maria Magdalena bemerkenswert, die von einem österreichischen Meister im Stil Correccios gemalt wurde.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Oberplank ist durch eine Straßenbrücke an die Kamptalstraße (B34) angebunden. Der Ort liegt nahe der Kamptalbahn. Der nächstgelegene Bahnhof der ÖBB ist Plank/Kamp.

Bedeutende in Oberplank geborene oder hier wirkende Menschen

  • Trude Marzik (*1923), österreichische Erzählerin und Lyrikerin, langjähriger Sommerfrischegast im Ortsteil Oberplank, dem sie mit dem autobiographischen Werk Geliebte Sommerfrische ein literarisches Denkmal setzte.[6]

Einzelnachweise

  1. Historisches Ortslexikon Niederösterreich, Teil 2, S. 103.
  2. Website über Burgen und Ruinen in Österreich
  3. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 181, ISBN 390017301X.
  4. Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft. Wien-Köln-Weimar 1995. ISBN 978-3-205-98315-6.
  5. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 181, ISBN 390017301X.
  6. Trude Marzik: Geliebte Sommerfrische. Wien 1994, ISBN 3218005833.

Weblinks