Thaya (Niederösterreich)

Thaya
Wappen von Thaya
Thaya (Niederösterreich) (Österreich)
Thaya (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 43,3 km²
Koordinaten: 48° 51′ N, 15° 17′ O48.8515.283333333333484Koordinaten: 48° 51′ 0″ N, 15° 17′ 0″ O
Höhe: 484 m ü. A.
Einwohner: 1.419 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 32,77 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3842
Vorwahl: 02842
Gemeindekennziffer: 3 22 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 32
3842 Thaya
Website: www.thaya.at
Politik
Bürgermeister: Eduard Köck (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
13
4
2
13 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya
Dietmanns Dobersberg Gastern Groß-Siegharts Karlstein an der Thaya Kautzen Ludweis-Aigen Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya Raabs an der Thaya Thaya Vitis Waidhofen an der Thaya Waidhofen an der Thaya-Land Waldkirchen an der Thaya Windigsteig NiederösterreichLage der Gemeinde Thaya (Niederösterreich) im Bezirk  Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Thaya ist eine Marktgemeinde im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich mit 1419 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Thaya im Waldviertel

Thaya liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich und wird von der Deutschen Thaya durchflossen. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 43,34 Quadratkilometer. 27,95 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Katastralgemeinden sind Eggmanns, Großgerharts, Jarolden, Niederedlitz, Oberedlitz, Peigarten, Ranzles, Schirnes und Thaya.

Nachbargemeinden

Gastern Dobersberg
Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya Nachbargemeinden Karlstein an der Thaya
Waidhofen an der Thaya

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Thaya im Jahr 1175. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Unter den Besitztümern der Grafen von Raabs war Thaya einer der Hauptorte. 1294 erfolgte die Markterhebung. Bevor der alte Friedhof um die Pfarrkirche 1793 aufgelassen wurde, wurde der heutige Friedhof 1787 angelegt und dann 1894 noch erweitert. Im 19. Jahrhundert wurde der Schweinehandel zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor.

Die Katastralgemeinden Großgerharts und Schirnes wurden erstmals 1112 urkundlich genannt, Peigarten um 1200 und Eggmanns, Jarolden, Niederedlitz, Oberedlitz sowie Ranzles im Jahr 1230.

Die Wüstung Hard (erste Nennung 1112, letzte Nennung als bewohnter Ort 1369) östlich von Thaya gilt als am besten dokumentierte Wüstung in Niederösterreich.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1468 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1424 Einwohner, 1981 1548 und im Jahr 1971 1755 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Eduard Köck, Amtsleiter Alois Semper. Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 4, L.FPÖ 2.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Peigarten
  • Schloss Peigarten: Schloss Peigarten ist eine Vierflügelanlage mit zum Teil mittelalterlichem Mauerwerk, die um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert ausgebaut wurde.
  • Pfarrkirche von Thaya: Die Pfarrkirche zu Petrus und Paulus ist ein gotisches Bauwerk mit romanischem Kern. Die Kreuzwegbilder in der Kirche wurden 1889 aus der Pfarrkirche von Unken übernommen. Die heute als Aufbahrungshalle genutzte Spitalskirche wurde 1689 erbaut. Die Ortskapellen von Niederedlitz, Jarolden und Großgerharts sind barocke Bauwerke.
  • Vier Kilometer östlich gibt es zwei Wüstungen Hard und Kleinhard, die im Spätmittelalter aufgegeben wurden. Die beiden Orte wurden 1975 wiederentdeckt und zählen durch die archäologischen Ausgrabungen zu den bestdokumentierten Ortswüstungen in Österreich. Ausgestellt sind Grabungsdokumentationen im Heimatmuseum in Thaya. Im Herrenhof befindet sich auch ein Erdstall.[1]

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 30, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 126. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 635. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,93 Prozent.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Thaya – Erdställe – Geheimnisvolles Thayaland auf der Seite des Bundesdenkmalamts abgerufen am 7. Februar 2010

Weblinks