Kautzen

Kautzen
Wappen von Kautzen
Kautzen (Österreich)
Kautzen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 35,38 km²
Koordinaten: 48° 55′ N, 15° 14′ O48.91666666666715.233333333333525Koordinaten: 48° 55′ 0″ N, 15° 14′ 0″ O
Höhe: 525 m ü. A.
Einwohner: 1.183 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 33,44 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3851
Vorwahl: 02864
Gemeindekennziffer: 3 22 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waidhofner Straße 14
3851 Kautzen
Website: www.kautzen.gv.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Wühl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
14
4
1
14 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
  • ÖVP: 14
  • SPÖ: 4
  • UFW Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel: 1
Lage der Marktgemeinde Kautzen im Bezirk Waidhofen an der Thaya
Dietmanns Dobersberg Gastern Groß-Siegharts Karlstein an der Thaya Kautzen Ludweis-Aigen Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya Raabs an der Thaya Thaya Vitis Waidhofen an der Thaya Waidhofen an der Thaya-Land Waldkirchen an der Thaya Windigsteig NiederösterreichLage der Gemeinde Kautzen im Bezirk  Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Kautzen ist eine Marktgemeinde mit 1183 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kautzen liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich, die Fläche der Marktgemeinde umfasst 35,41 Quadratkilometer. 35,37 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Katastralgemeinden sind Engelbrechts, Groß-Taxen, Illmau, Kautzen, Klein-Taxen, Kleingerharts, Pleßberg, Reinberg-Dobersberg, Tiefenbach und Triglas.

Von Klein-Taxen führt an der Wüstung Košťálkov eine Straße ins tschechische Staré Město pod Landštejnem.

Nachbargemeinden

Staré Město pod Landštejnem (CZ)
Eggern Nachbargemeinden Dobersberg
Gastern

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kautzen im Jahr 1212[1] (Urkunde im Stiftsarchiv Michaelbeuern). Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Kautzen diente der Herrschaft Illmau(1337) als Hauptort. Ein Markt wurde 1520 und 1675 erwähnt. Ende des 17. Jahrhunderts siedelten sich Betriebe zur Glas- und Papiererzeugung an. Aus dieser Zeit ist noch eine alte Papiermühle erhalten. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Textilproduktion bedeutend. Im Schloss Illmau bestand zwischen 1914 und 1917 das Internierungslager Illmau, vorrangig für Staatsbürger aus mit Österreich-Ungarn im Krieg befindlichen Staaten.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1275 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1389 Einwohner, 1981 1533 und im Jahr 1971 1803 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Manfred Wühl, Amtsleiter Franz Eglau. Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 14, SPÖ 4, UFW 1.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das hochgelegene Schloss Groß-Taxen wurde 1347 erstmals erwähnt. Nach einem Brand im Jahr 1621 wurde es baulich erneuert und im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts nochmals umgebaut. Der nördliche und westliche Trakt wurden im 19. Jahrhundert weiter ausgebaut. Das erstmals 1337 erwähnte Schloss Illmau diente ursprünglich als Grenzfeste. Der heutige Renaissance-Bau stammt aus dem 16. Jahrhundert. Beide Schlösser befinden sich in Privatbesitz.

Die Pfarrkirche von Kautzen zum heiligen Jakobus dem Älteren ist ein barockes Bauwerk mit gotischem Kern, das von 1868 bis 1870 stark vergrößert wurde.

Im Illmauer Wald befindet sich eine kleine Pyramide aus Granit, die 1825 zu Ehren der Familie des Generals Philipp Ferdinand von Grünne errichtet wurde.

In einem Wald bei Dittersberg liegt ein Formation von Granitsteinen, die Skorpionstein genannt wird und inzwischen international bekannten Wallfahrtsort für Esoteriker ist.[2] Gleich daneben liegt ein UFO-Landeplatz.[3]

Sport

Der USV/UTV Kautzen unterhält die Sektionen Fußball, Tennis, Cheerleader, Radfahren, Tischtennis und Turnen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 53, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 96. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 534. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,58 Prozent.

Persönlichkeiten

Literatur

Franz Fraißl: Das Werden der Großgemeinde Kautzen 1938-1988. (1988)

Weblinks

 Commons: Kautzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Die oft angeführte Jahreszahl 1112 beruht auf der Annahme, das das Zehentverzeichnis, das Ende des 13. Jahrhunderts geschrieben wurde, schon bei der Gründung des Stiftes St. Georgien 1112 den gleichen Inhalt hatte. Das ist aber sicher nicht der Fall gewesen, da es Ortsnamen enthält, die zu dieser Zeit noch gar nicht existiert haben (z. B. Wüstung Hard bei Thaya). Außerdem kann ein Schriftstück ohne Datum nicht als „erste urkundliche“ Nennung verwendet werden.
  2. Skorpionstein im SOL NET
  3. Neues aus Kautzen, dem kleinen Waldviertler Dorf mit UFO-Landeplatz auf Ufo.at