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vom 28.08.2019, aktuelle Version,

Kautzen

Marktgemeinde
Kautzen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kautzen
Kautzen (Österreich)
Kautzen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 35,38 km²
Koordinaten: 48° 55′ N, 15° 14′ O
Höhe: 525 m ü. A.
Einwohner: 1.117 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 32 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3851
Vorwahl: 02864
Gemeindekennziffer: 3 22 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waidhofner Straße 14
3851 Kautzen
Website: www.kautzen.gv.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Wühl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
14
4
1
14  4  1 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Kautzen im Bezirk Waidhofen an der Thaya
DietmannsDobersbergGasternGroß-SieghartsKarlstein an der ThayaKautzenLudweis-AigenPfaffenschlag bei Waidhofen an der ThayaRaabs an der ThayaThayaVitisWaidhofen an der ThayaWaidhofen an der Thaya-LandWaldkirchen an der ThayaWindigsteigNiederösterreich Lage der Gemeinde Kautzen im Bezirk Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Kautzen ist eine Marktgemeinde mit 1117 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.

Geografie

Kautzen liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich, die Fläche der Marktgemeinde umfasst 35,41 Quadratkilometer. 35,37 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Von Klein-Taxen führt an der Wüstung Košťálkov eine Straße ins tschechische Staré Město pod Landštejnem.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Engelbrechts (92)
  • Großtaxen (83)
  • Kautzen (599)
  • Kleingerharts (29)
  • Kleintaxen (62)
  • Pleßberg (127)
  • Reinberg-Dobersberg (31)
  • Tiefenbach (52)
  • Triglas (42)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Engelbrechts, Großtaxen, Illmau, Kautzen, Kleingerharts, Kleintaxen, Plessberg, Reinberg-Dobersberg, Tiefenbach und Triglas.

Nachbargemeinden

Staré Město pod Landštejnem (CZ)
Eggern Dobersberg
Gastern

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kautzen im Jahr 1212.[2] (Urkunde im Stiftsarchiv Michaelbeuern).

Kautzen diente der Herrschaft Illmau (1337 erstmals erwähnt) als Hauptort. Ein Markt wurde 1520 und 1675 erwähnt. Ende des 17. Jahrhunderts siedelten sich Betriebe zur Glas- und Papiererzeugung an. Aus dieser Zeit ist noch eine alte Papiermühle erhalten. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Textilproduktion bedeutend. Im Schloss Illmau bestand zwischen 1914 und 1917 das Internierungslager Illmau, vorrangig für Staatsbürger aus mit Österreich-Ungarn im Krieg befindlichen Staaten.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl von Kautzen nimmt seit 1951 kontinuierlich ab. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Bevölkerungsrückgang verlangsamt, es sind aber weiterhin Geburtenbilanz und Wanderungsbilanz negativ.[3]

Politik

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 3 SPÖ, und 2 Sonstige.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 3 SPÖ, 1 Bürgerliste, und 1 F-UPW.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 3 SPÖ, und 2 UFW.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 SPÖ, und 3 UFW.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 4 SPÖ, und 1 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 4 SPÖ, und 1 FPÖ.
Bürgermeister
  • bis 2010 Erwin Hornek (ÖVP)
  • seit 2010 Manfred Wühl (ÖVP)
Pfarrkirche Kautzen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Groß-Taxen: Das hochgelegene Schloss wurde 1347 erstmals erwähnt. Nach einem Brand im Jahr 1621 wurde es baulich erneuert und im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts nochmals umgebaut. Der nördliche und westliche Trakt wurden im 19. Jahrhundert weiter ausgebaut.[4]
  • Schloss Illmau: Das erstmals 1337 erwähnte Schloss diente ursprünglich als Grenzfeste. Der heutige Renaissance-Bau stammt aus dem 16. Jahrhundert.
  • Katholische Pfarrkirche Kautzen hl. Jakobus der Ältere: Die Kirche ist ein barockes Bauwerk mit gotischem Kern, das von 1868 bis 1870 stark vergrößert wurde.
  • Naturdenkmal WT-041: Sommerlinde bei Kautzen
    In Groß-Taxen befindet sich die Naturdenkmäler "5 Eichen", "Lindenalle Groß-Taxen" und mehrere "Sommerlinden",[5]
  • Im Illmauer Wald befindet sich eine kleine Pyramide aus Granit, die 1825 zu Ehren der Familie des Generals Philipp Ferdinand von Grünne errichtet wurde.
  • In einem Wald bei Engelbrechts liegt eine Formation von Granitsteinen ( Welt-Icon ), die Skorpionstein genannt wird und inzwischen ein international bekannter Wallfahrtsort für Esoteriker ist.[6]
  • Gleich daneben liegt ein UFO-Landeplatz.[7]

Wirtschaft

In Kautzen gibt es 78 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Davon sind 28 Haupterwerbsbetriebe, die insgesamt mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche bewirtschaften (Stand 2010).[8] Der Produktionssektor beschäftigt in 17 Betrieben 123 Arbeitnehmer, hauptsächlich bei der Herstellung von Waren und im Bau. Im Dienstleistungssektor arbeiten 106 Menschen in 48 Betrieben, beinahe die Hälfte in sozialen und öffentlichen Dienstleistungen (Stand 2011).[9][10]

Infrastruktur

Verkehr

Kautzen liegt an der Thayatal Straße (B 30), die von Guntersdorf über Retz nach Drosendorf führt.[11]

Gesundheit

In der Gemeinde ordiniert ein praktischer Arzt.[12]

Bildung

In Kautzen gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.[13]

Heimatmuseum Kautzen, Schuhmacherwerkstatt

Museen

Das Heimatmuseum Kautzen hat die Schwerpunkte Handwerk und Landwirtschaft.[14]

Sport

Der USV/UTV Kautzen unterhält die Sektionen Fußball, Tennis, Cheerleader, Radfahren, Tischtennis und Turnen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Franz Fraißl: Das Werden der Großgemeinde Kautzen 1938–1988. 1988
  Commons: Kautzen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Die oft angeführte Jahreszahl 1112 beruht auf der Annahme, dass das Zehentverzeichnis, das Ende des 13. Jahrhunderts geschrieben wurde, schon bei der Gründung des Stiftes St. Georgien 1112 den gleichen Inhalt hatte. Das ist aber sicher nicht der Fall gewesen, da es Ortsnamen enthält, die zu dieser Zeit noch gar nicht existiert haben (z. B. Wüstung Hard bei Thaya). Außerdem kann ein Schriftstück ohne Datum nicht als „erste urkundliche“ Nennung verwendet werden.
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kautzen, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 25. August 2019.
  4. Eintrag über Schloss Taxen auf NÖ-Burgen online – Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
  5. Land Niederösterreiich, Naturschutz, Naturdenkmäler, Waidhofen/Thaya, Kautzen. Abgerufen am 25. August 2019.
  6. Skorpionstein im SOL NET
  7. Neues aus Kautzen, dem kleinen Waldviertler Dorf mit UFO-Landeplatz auf Ufo.at
  8. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kautzen, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Abgerufen am 25. August 2019.
  9. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kautzen, Arbeitsstätten. Abgerufen am 25. August 2019.
  10. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kautzen, Beschäftigte. Abgerufen am 25. August 2019.
  11. OpenStreetMap, Kautzen. Abgerufen am 25. August 2019.
  12. Gemeinde Kautzen, Service, Gesundheit. Abgerufen am 25. August 2019.
  13. Gemeinde Kautzen, Gemeinde. Abgerufen am 25. August 2019.
  14. Gemeinde Kautzen, Tourismus, Lebendes Museum. Abgerufen am 25. August 2019.