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vom 30.06.2017, aktuelle Version,

Waldkirchen an der Thaya

Waldkirchen an der Thaya
Wappen Österreichkarte
Wappen von Waldkirchen an der Thaya
Waldkirchen an der Thaya (Österreich)
Waldkirchen an der Thaya
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 42,69 km²
Koordinaten: 48° 56′ N, 15° 21′ O
Höhe: 478 m ü. A.
Einwohner: 532 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 3844
Vorwahl: 02843
Gemeindekennziffer: 3 22 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waldkirchen an der Thaya 65
3844 Waldkirchen an der Thaya
Website: www.waldkirchen-thaya.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Hofstätter (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
13
2
13  2 
Von 15 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Waldkirchen an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya
Dietmanns Dobersberg Gastern Groß-Siegharts Karlstein an der Thaya Kautzen Ludweis-Aigen Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya Raabs an der Thaya Thaya Vitis Waidhofen an der Thaya Waidhofen an der Thaya-Land Waldkirchen an der Thaya Windigsteig Niederösterreich Lage der Gemeinde Waldkirchen an der Thaya im Bezirk  Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Waldkirchen an der Thaya ist eine Marktgemeinde mit 532 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.

Geografie

Waldkirchen an der Thaya liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 42,72 Quadratkilometer. 31,46 % der Fläche sind bewaldet.

Im Ort Fratres besteht ein Grenzübergang nach Zlabings in Tschechien.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Fratres (22)
  • Gilgenberg (37)
  • Rappolz (82)
  • Rudolz (65)
  • Schönfeld (51)
  • Waldhers (96)
  • Waldkirchen an der Thaya (180)

Nachbargemeinden

Slavonice (CZ) Písečné u Slavonic (CZ)
Dobersberg Raabs an der Thaya
Karlstein an der Thaya

Geschichte

Waldkirchen wurde im Jahre 1188 erstmals urkundlich erwähnt und im Jahre 1928 zur Marktgemeinde erhoben.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 669 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 758 Einwohner, 1981 902 und im Jahr 1971 1070 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Rudolf Hofstätter (ÖVP), Vizebürgermeister Gerhard Braunsteiner (ÖVP). Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 2.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Reinhold Messner und Peter Coreth im Museum Humanum
  • Die Pfarrkirche von Waldkirchen zum heiligen Martin ist im Kern romanisch und wurde im Barock umgestaltet. Ihr Turm wurde zwischen 1713 und 1715 erbaut.
  • Das Beinhaus südöstlich der Kirche wurde 1773 errichtet.
  • Am Friedhof von Waldkirchen befindet sich eine Gedenkstätte für die sudetendeutschen Heimatvertriebenen aus Iglau für 25 Kleinkinder, die bei der Austreibung vom 21. Juni 1945 den Hungertod starben, sowie eine Gedenktafel für die Kriegstoten der Iglauer.
  • Das Schloss Gilgenberg ist ein Bauwerk der späten Renaissance und geht auf eine frühere Feste zurück.[2]
  • In Fratres befindet sich das Museum Humanum von Peter Coreth, der das Museum als Kulturbrücke über Jahrtausende zwischen Tschechien und Österreich darstellt.[3]
  • Unmittelbar vor dem Grenzübergang Fratres befindet sich eine Gedenkstätte für die sudetendeutschen Heimatvertriebenen aus Zlabings und dem Zlabingser Ländchen zum Gedenken an die Toten der Heimat.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 26, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 102. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 272. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42 Prozent.

Waldkirchen liegt an der Thayatalbahn, die von Schwarzenau über Waidhofen ursprünglich bis Slavonice (Zlabings) führte. Die Strecke nördlich von Waidhofen ist jedoch gesperrt, für Reisende ist seit dem 1. September 1986 ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Zukunft dieser Bahnstrecke war längere Zeit ungewiss, inzwischen wurde jedoch ihre endgültige Einstellung bekannt gegeben.

Auf dem ehemaligen Bahndamm wurde nun ein Radweg errichtet, da die Bahnstrecke kaum Steigungen aufweist. Dazu wurden die Gleise und sämtliche weitere Gleisanlagen abgerissen. Die Waggons, die seit der Einstellung am Bahnhofsgelände ihr Dasein fristeten, sind am Bahnhof verblieben und stehen auf dafür eigens übriggelassenen Gleisresten.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
    • Gerhard Stenzel: Von Schloss zu Schloss in Österreich. Kremayr & Scheriau, Wien 1976, ISBN 3-218-00288-5, S. 176.
  2. Eintrag zu Kulturbrücke in Fratres im Austria-Forum (im Heimatlexikon)
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