Zeller Ache

Zeller AcheVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Oberösterreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Seeache → Ager → Traun → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung Abfluss des Irrsees
47° 53′ 27″ N, 13° 18′ 56″ O47.89073213.315605553
Quellhöhe 553 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung in Mondsee in den Mondsee47.84977413.347694481Koordinaten: 47° 50′ 59″ N, 13° 20′ 52″ O
47° 50′ 59″ N, 13° 20′ 52″ O47.84977413.347694481
Mündungshöhe 481 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 72 m
Länge 7,5 km[1]
Einzugsgebiet 38,3 km²[2]
Abfluss am Pegel Mondsee (Armaturenwerk)[3]
AEo: 37.0 km²
NNQ (17.11.1984)
MQ 1961-2009
Mq 1961-2009
HHQ (21.02.1999)
60 l/s
1,3 m³/s
35,1 l/s km²
18,6 m³/s
Rechte Nebenflüsse Ritzinger Bach
Linke Nebenflüsse Steinerbach
Gemeinden Tiefgraben, MondseeVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Die Zeller Ache ist ein Bach im Mondseeland in Oberösterreich. Sie entwässert den Irrsee zum südöstlich und rund 70 m tiefer gelegenen Mondsee. Nach der Fuschler Ache ist sie der wichtigste Zufluss des Mondsees. Ihren Namen hat sie vom Irrsee, der nach dem Ort Zell am Moos auch Zeller See genannt wird.

Die Zeller Ache (links unten) als Abfluss des Irrsees

Die Zeller Ache verlässt den Irrsee an seinem südöstlichen Ende in einem Schilfbereich und verläuft anfangs in einem geschwungenen Lauf durch Feuchtwiesen im Verlandungsbereich des Irrsees. Auch auf der weiteren Strecke weist sie einen mäandrierenden, strukturreichen Lauf auf und fließt in einem tiefen Bett mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit. Im Unterlauf ist das Bachbett häufig begradigt und eingeengt. Kurz vor Mondsee fließt die Zeller Ache durch das Helenental, einen naturbelassenen bewaldeten Bereich mit höherem Gefälle. Der letzte Abschnitt verläuft durch das Ortsgebiet von Mondsee, wo der Bach hart reguliert und die Gewässersohle zum Teil vollständig gepflastert ist. Beim Alpenseebad Mondsee mündet die Ache in den Mondsee. Früher lag die Mündung ca. 250 m weiter westlich, sie wurde im Zuge der Begradigung verlegt.

Das breite Tal, durch das die Zeller Ache verläuft, wird vom Kolomansberg (1114 m) im Westen und Lackenberg (925 m) und Mondseeberg (1029 m) im Osten begrenzt. Im oberen Bereich hat das Tal ein durchschnittliches Gefälle von 3 ‰, das letzte Viertel neigt sich mit einem Gefälle von 50 ‰ rasch dem Mondsee zu.

Das Wasser der Zeller Ache wurde und wird durch Mühlen und kleine Kraftwerksanlagen energetisch genutzt. 19 Querbauwerke, viele davon heute ungenutzt, und mehrere Ausleitungsstrecken beeinträchtigen den natürlichen Flusslauf. Die 1416 erstmals erwähnte Erlachmühle ist die letzte in Betrieb befindliche Getreidemühle im Mondseeland.[4]

Die Zeller Ache wird von zahlreichen Fischarten aus dem Mondsee zum Laichen aufgesucht. Zu den am häufigsten vorkommenden Fischarten gehören Seelaube (Alburnus mento), Rußnase, Aitel, Perlfisch, Hasel und Flussbarsch.[5]

Literatur

  • Eberhard Fugger: Die oberösterreichischen Voralpen zwischen Irrsee und Traunsee. Jahrbuch d. k. k. geol. Reichsanstalt, 1903, 63. Band, 2. Heft, S.306 (PDF)
  • Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Potentialstudie Salzkammergut. Ökologischer Zustand und Verbesserungsmöglichkeiten an den Zuflüssen von Mondsee und Irrsee. Gewässerschutz Bericht 44, Linz 2011 (PDF)
  • Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Natur und Landschaft/Leitbilder für Oberösterreich. Band 12: Raumeinheit Attersee-Mondsee-Becken. Überarb. Fassung, Linz 2007 (PDF)

Einzelnachweise

  1. Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System (DORIS)
  2. Reinhard Wimmer: Flußordnungszahlen, Gewässersystemanalyse und Abflußregime der Traun. In: Die Traun - Fluß ohne Wiederkehr. Katalog des OÖ. Landesmuseums, 2. Band, Linz 1992, S. 37 (PDF)
  3. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2009. Wien 2011 (PDF)
  4. Erlachmühle Mondsee
  5. Daniela Csar, Michael Schauer & Clemens Gumpinger: Die Migration der Fischfauna in Seeache und Zeller Ache unter besonderer Berücksichtigung der Natura 2000 Schutzgüter Perlfisch (Rutilus meidingeri) und Seelaube (Alburnus mento). Wels 2010 (PDF)