Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast

Hall in Tirol#

Hall in Tirol
Wappen von Hall in Tirol

Bundesland: Tirol Hall in Tirol
Bezirk: Innsbruck-Land, Stadt
Einwohner: 13.801 (Stand 2017)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 574 m
Fläche: 5,54 km²
Postleitzahl: 6060
Website: www.hall-in-tirol.at


Hall in Tirol
Hall in Tirol: Münzerturm.
© Copyright Österreichwerbung, Trumler, für AEIOU.

Ehemalige Salinenstadt am Inn, 10 km östlich von Innsbruck; 1938-74 Bezeichnung als Solbad Hall, seit 1975 Hall in Tirol - Bezirksgericht, Landesgendarmeriekommando, Arbeitsmedizin. Zentrum, Krankenhaus, Rehabilitationsstätte für autistische Kinder; Gebietskrankenkasse, Lebenshilfe, Speckbacher- und Straub-Kaserne, Bezirksforstinspektion, Bergbaumuseum (Darstellung des Salzbergbaus, Mineraliensammlung), Kunsthalle (im ehemaligen Salinengebäude), Kolpinghaus, Sportplatz, Jugendhaus, Landesjugendheim Kleinvolderberg, Gymnasium der Franziskaner, 2 Berufsschulen, Handelsakademie, private Meisterschule für Optiker, Haushaltungsschule und Krankenpflegeschule der Kreuzschwestern, Leopoldinum-Colleg der Franziskaner, Volkshochschule, Mädcheninternat der Schulschwestern; Laufkraftwerk Voldertal der Stadtwerke Hall in Tirol (errichtet 1966, 31.000 MWh, Gemeindegebiet Volders).

Dienstleistungssektor dominiert mit rund 59 % (besonders persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Handel); in der Produktion: metallverarbeitende Industrie (Rohrbau, Armaturen, Turbinen- und Maschinenbau), Textilindustrie, Kunststoffverarbeitung (Kunststoffteile, Sportartikel), Nahrungs- und Genussmittelindustrie (Tee, Eierteigwaren, Käse und Milchprodukte), Holzverarbeitung (zum Beispiel Fenster), Natur- und Kunststeinwerk, Erzeugung von Markisen, Wachswaren, Großbaufirmen, Kfz-Großwerkstätte und -Verkauf; Fremdenverkehr (56.885 Übernachtungen); "Tiroler Zollfreizone" (Betriebsgesellschaft mit Lager für unverzollte Waren, besonders Neuwagen).

Salzabbau urkundlich seit dem 13. Jahrhundert, 1303 als Stadt erwähnt, bereits im Mittelalter wirtschaftliches Zentrum infolge Saline und Innschiffahrt, 1477-1809 Münzstätte, Einstellung des Salzbergbaus 1967. Geschlossen erhaltene, von ehemaligem Stadtgraben umgebene Altstadt; mittelalterlicher Oberer Stadtplatz mit Rathaus (15.-16. Jahrhundert), Pfarrkirche und spätgotischen Häusern (15.-16. Jahrhundert) mit Erkern und Rundbogenportalen; spätgotische Stadtpfarrkirche, Langhaus (bis 1352) mit Chor (1312-18), Turm (1345), 1420-37 Erweiterung, Fiegersche Kapelle (1490), 1751/52 barockisiert (Malerei von J. A. Mölk), barocker Hochaltar (Mitte 17. Jahrhundert) mit Altarblatt von J. E. Quellinus (1657), Marmorfiguren (1751 und 1754) von C. Wörndle, Waldaufkapelle (Weihe 1505) mit Schmiedeeisengitter; im Friedhof Magdalenenkapelle (14. Jahrhundert) mit spätgotischem Schnitzaltar (um 1490), jetzt Kriegergedächtniskapelle; frühbarocke Allerheiligenkirche (1608); ehemalige Damenstiftskirche (erbaut 1567-70), barockisierter Renaissancebau mit barockem Turmabschluss (1681); Stift mit Renaissancekreuzgang und "Sommerhaus" (1715/16); Franziskanerkloster und -kirche (errichtet 1644, spätere Umbauten); Kloster der Kreuzschwestern (1910/11); Salesianerinnenkloster und -kirche mit ehemaligem Ansitz Thurnfeld (1582); Salinenkapelle mit Deckenfresken von Mölk (1756); Burg Hasegg (1482-89, 1974-77 Renovierung und Ausbau zu Kulturzentrum, Stadtmuseum) mit Münzerturm (1489), dem Wahrzeichen von Hall in Tirol, und Kapelle (1515-19); Thöml-Schlössl; Ansitze Scheidenstein, Breitenau, Reinegg, ehemaliger Ansitz Scheibenegg (1534-1630 Sitz der Glasindustrie).

Weiterführendes#

Literatur#

  • H. Hochenegg, Kulturbilder aus Solbad Hall und Umgebung, 1979
  • Österreichisches Städtebuch, Band V, Teil 1, Die Städte Tirols, 1980
  • F.-H. Hye, Hall in Tirol. Geschichte, Kunst, Stadtbild, 1983.