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Heimatkunstbewegung#

Literarische Bewegung, die Heimat, Bauerntum und dörfliches Leben idealisiert und als Alternative zur modernen Zivilisation propagiert. In Anlehnung an die Entwicklung im Deutschen Reich (F. Lienhard) verstand sie sich als Reaktion auf den großstädtischen Literaturbetrieb und die literarischen Richtungen des Symbolismus und der Dekadenzdichtung. In der so genannten "Los-von-Wien-Bewegung" richtete sie sich unter anderem gegen die "Cliquenwirtschaft" des "Jungen Wien".

Initiiert wurde die Diskussion um die Heimatkunstbewegung von Hermann Bahr in seiner Wochenschrift "Die Zeit". Peter Rosegger, Friedrich von Gagern, Hugo und Rudolf Greinz traten in der Folge für die "Entdeckung der Provinz" ein.

Vorbereitet worden war dieses Bekenntnis zu den "ewigen Werten" Natur, Landschaft und Volkstum unter anderem durch Werke von Adalbert Stifter, Adolf Pichler, Peter Rosegger, Franz Michael Felder, Ludwig Anzengruber, Ferdinand von Saar und Marie von Ebner-Eschenbach.

Weiterführendes#

Literatur#

  • K.-H. Rossbacher, Heimatkunstbewegung und Heimatroman, 1975