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Neudau#

ehemaliges Wappen Neudau
ehemaliges Wappen Neudau [1]

Bundesland: Steiermark Neudau, Steiermark
Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Einwohner: 1.458 (Stand 2016)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 289 m
Fläche: 13,69 km²
Postleitzahl: 8292
Website: www.gemeinde-neudau.at
Mit 1.1.2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform des Landes Steiermark die Gemeinde Neudau mit der Gemeinde
Limbach bei Neudau zusammengeschlossen. Die Gemeinde führt weiterhin den Namen Neudau.
[1] Durch die Gemeindezusammenlegung wurde das Wappen ab 1. 1. 2015 ungültig. Dieses muss von der Steiermärkischen Landesregierung neuerlich verliehen werden.


Die Marktgemeinde Neudau (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) liegt an der Lafnitz, direkt an der Grenze zum Burgenland.

Die Gegend war bereits früh besiedelt, was Brandgräberfunde und spätere Funde aus der Römerzeit belegen. Im 6. Jahrhundert siedelten hier die Alpenslawen, im 9. Jahrhundert folgten die Bajuwaren, die von Ungarneinfällen wieder zurückgedrängt wurden.
Im frühen 13. Jahrhundert wurde das völlig entvölkerte Gebiet wieder von deutschen Kolonisten besiedelt und ein Wehrschloss errichtet; der Ort selbst wurde als langgestrecktes Straßendorf angelegt. Die Wasserburg der 'Herren von Neuberg' scheint erstmals 1371 urkundlich auf.
Einfälle von Ungarn, Türken, Haiducken und Kuruzzen zwischen 1418 und 1711 führten zur mehrmaligen Zerstörung von Neudau und der Umgebungsdörfer; Pest und Cholera wüteten im ausgehenden 16. Jahrhundert.

Ende des 18. Jahrhundert begann sich Neudau zu einem Industrieort zu entwickeln: 1789 wurde die Textilfabrik Bockenstein in Burgau gegründet, die 1845 in Neudau ein Zweigwerk errichtete - die heutige Fabrik. 1870 wurde das Neudauer Werk vergrößert, zwischen 1907 wurde die gesamte Spinnerei hier konzentriert, 1920 kam noch eine Weberei dazu. Ab 1870 begann die Einwohnerzahl zu steigen, Handel und Gewerbe blühten. Nach einem Rückschlag durch die beiden Weltkriege setzte nach 1945 wieder ein stetiger Aufschwung ein; Neudau wurde 1959 zur Marktgemeinde erhoben. Seit der Gemeindefusionierung 2015 mit Limbach präsentiert sich die neue Marktgemeinde als Industrie- und Gewerbeort mit der Fa. Borckenstein als Leitbetrieb und vielen Gewerbe- und bäuerlichen Betrieben.

Sehenswert im Ort und der Gemeinde sind u.a.

Neudau

  • Gotisch-barocke Pfarrkirche Hl. Andreas (1418): 1968 innen umgestaltet
  • Mariensäule (1765)
  • Altes Rathaus
  • Schloss (urkundlich 1371, Umbauten 16.-19. Jahrhundert): ehemaliges Wasserschloss im Park kleines Theater
  • 1845 gegründete Spinnfabrik mit gründerzeitlichen Türmen ist Industriedenkmal

Unterlimbach

  • Kirche hl. Bartholomäus

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