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Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft#

1881 durch Zusammenschluss steirischer und Kärntner Hüttenbetriebe gegründet, mit Zentrum Leoben-Donawitz. Der Standort ergab sich aus der Nähe der Eisenerzförderung am Erzberg (Steiermark) und am Hüttenberg (Kärnten), Kohle kam aus den Braunkohlegruben in der Nähe, Steinkohle aus Böhmen und Mähren. Wichtigster Abnehmer des Stahls waren die Werften an der österreichischen Adria.

1893 führte Donawitz als 1. Hüttenwerk in Europa das Roheisenerzverfahren im Siemens-Martin-Ofen ein; 1902 wurde der damals größte Hochofen Europas (300 t täglich) errichtet. 1907 besaß Donawitz die größte einheitliche Stahlwerksanlage Europas. Nach 1918 folgte ein mehrmaliger Besitzerwechsel; die Aktienmajorität ging aus italienischem Besitz 1926 in deutsches Eigentum über (Stinnes und Siemens-Schuckert). 1938 wurde die Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft mit der in Linz neugegründeten Hütte zur "Reichswerke AG Alpine Montanbetriebe ,Hermann Göring´" vereinigt. 1946 wieder selbständig, wurde die Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft verstaatlicht (verstaatlichte Industrie). Neue Verfahren, besonders das 1953 in Betrieb genommene LD-Verfahren, und der gestiegene Bedarf ließen das Werk expandieren. Zweigwerke des Konzerns standen unter anderem in Zeltweg, Krieglach und Judenburg. Um die österreichische Schwerindustrie zu konzentrieren, wurde der Konzern mit 1. 1. 1973 mit der VÖEST AG (VOEST, Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke AG) zur VOEST-Alpine AG fusioniert. Nach mehrmaliger Umstrukturierung dieses Konzerns in den darauffolgenden Jahrzehnten gehört das Hauptwerk der ehemaligen Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft in Donawitz nun zur VOEST-ALPINE STAHL AG.

Literatur#

  • M. Scherb und I. Morawetz (Hg.), Stahl und Eisen bricht. Industrie und staatliche Politik in Österreich, 1986