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Rust#

Wappen - Rust
© Copyright Verlag Ed. Hölzel, Wien.

Bundesland: Burgenland Rust, Burgenland
Bezirk: Rust (Stadt), Statutarstadt
Einwohner: 1.911 (Stand 2016)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 123 m
Fläche: 20,01 km²
Postleitzahl: 7071
Website: www.rust.at


Hauptplatz
Hauptplatz.
Foto: Jacquesverlaeken. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0

"Österreichische Weinhauptstadt" unweit des Westufers des Neusiedler Sees; seit 1975 neben Salzburg und Krems eine der 3 österreichischen Modellstädte für Denkmalpflege.

Bezirksschulrat, Österreichische Weinakademie mit Vinothek, Seebad; Weinbau und -handel (vor allem Qualitätsweine, rund 500 ha Weingärten, bereits im Mittelalter wichtiger Weinort, seit 1524 Privileg der Fasskennzeichnung "R"), Sommertourismus (139.606 Übernachtungen), Schilfmattenerzeugung.

Bereits römerzeitliche Besiedlung, urkundlich 1317 als "Ceel", 1681 Erhebung zur "königlichen Freistadt", bis 1921 bei Ungarn.

Teilweise erhaltene Befestigung mit Wehrmauern und Pulverturm (1614); romanisch-gotische Fischerkirche mit den bedeutendsten mittelalterlichen Fresken (romanisch und gotisch) im Burgenland und gotischer Marienstatue (um 1450), frühbarocke katholische Pfarrkirche (Weihe 1651); evangelische Pfarrkirche (1784/85); Häuser mit dörflichem und städtischem Charakter, oft mit Fassadendekor (Rathaus, Haus zum Auge Gottes, Nattl-Haus, Feiler-Haus, Seehof); Storchennester (gemeinsam mit WWF Ruster Storchenschutzprogramm); Rathaus (1673). Damm und Kanal durch den Schilfgürtel zum See.

Rust ist bekannt für Qualitätsweine in großer Sortenvielfalt, ganz besonders aber für den Ruster Ausbruch, einen der beeindruckendsten Süßweine der Welt.

Das Seebad mit seinen Sportmöglichkeiten, die Wander- und Radwege, die Buschenschenken, die artenreiche Flora und Fauna des Neusiedlersees laden sportlich Aktive, Erholungssuchende und Weinliebhaber gleichermaßen ein.

Weiterführendes#

Literatur#

  • O. Aull, Die Freistadt Rust am Neusiedler See, 1933
  • Österreichisches Städtebuch Band II, Burgenland, 1970
  • G. Roth-Fuchs, Rust. 300 Jahre Freistadt, 1981