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Schweinerassen#

Hausschweine stammen vom asiatischen und europäischen Wildschwein ab. Domestiziert wurde sie wahrscheinlich an mehreren Orten unabhängig voneinander - so wurden in Mitteleuropa Knochen domestizierter Schweine aus der Zeit 4000 v. Chr., in Asien und Nordafrika aus 6000 v. Chr. und im östlichen Mittelmeerraum aus 9000 v. Chr. gefunden.


Bis ins 18. Jahrhundert unterschied sich das Leben der Hausschweine nicht wesentlich von dem ihrer wilden Artgenossen. Sie mussten ihr Futter in den Wäldern suchen und bekamen Hausabfälle zugefüttert.

Ende des 18. Jahrhunderts steigerte die beginnende Industrialisierung und steigender Wohlstand die Nachfrage nach Fleisch und Fett. Durch Verbesserungen in der landwirschaftlichen Produktion konnten auch die Tiere besser ernährt werden und damit begann die gezielte Rassenzucht, zunächst vor allem in England.


Durch Kreuzung der vorhandenen Schweine mit asiatischen und neapolitanischen Schweinen entstand die erste moderne Schweinerasse, die den Namen "Leicester" erhielt.


Die Grundlage für eine hohe Fruchtbarkeit, eine gute Mastleistung und eine marktgerechte Fleischqualität liegt in den Erbanlagen der Schweine.


Die drei wichtigsten österreichischen Schweinerassen sind "Edelschwein", "Landrasse" und "Pietrain"; weitere Rassen wie "Turopolje", "Ungarisches Wollschwein" ("Mangalitza Schwein"), "Duroc", "Schwäbisch-Hällisches Schwein" haben geringe Bedeutung.


Als Muttertiere werden in Österreich meistens Tiere der Rasse Edelschwein und Landrasse verwendet. Die Schweine dieser Rassen haben gute Muttereigenschaften, sind widerstandsfähig und produzieren viel qualitativ gutes Fleisch.
Als Väter werden hauptsächlich Schweine der Rasse Pietrain eingesetzt, die wegen ihrer Fleischfülle weit verbreitet sind.


In zunehmendem Maße kommt es bei der Schweinehaltung zu einer Arbeitsteilung. Da die Tiere im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Ansprüche an Haltung und Fütterung haben, haben sich die Betriebe entweder auf Zucht, Ferkel oder Mast spezialisiert.



Der gesamte Schweinebestand in Österreich betrug 2011 ca. 3.004.907 Tiere, die in knapp 30.000 Betrieben gehalten wurden.
(2002: 3,304.000 Schweine in 68.794 Betrieben; 1992: 3,720.000 Schweine in 130.906 Betrieben), wobei sich rd. 72 % aller österreichischen Schweinebetriebe in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark befinden. (Dort begünstigen die Klimaverhältnisse den Maisanbau, der die Futtergrundlage in der Schweinemast darstellt.)

Quellen#


--> Mangalitzaschwein (Heimatlexikon, Video Clip)



Redaktion: I. Schinnerl