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Tullnerfeld#

Niederösterreich, Südteil des Tullner Beckens, eines fruchtbaren Schwemmlands beiderseits der Donau, das sich zwischen der Wachau (Krems) und der Wiener Pforte (Korneuburg) bzw. zwischen dem Nordrand von Wienerwald und Alpenvorland und dem Wagram erstreckt, Teil der Molassezone, mit einem zirka 5 km breiten Auland beiderseits der Donau; das Tullnerfeld ist 48 km lang und 14 km breit. Das Tullner Becken ist eine weite Stromebene der Donau, eine Senkungszone, die mit Tertiärsedimenten und Schotterablagerungen der Donau und der Alpenvorlandflüsse aufgefüllt ist. Durch die Donauregulierung wurde fruchtbares Neuland gewonnen.

Durch das langsame Einschneiden der Flüsse in die Schotterflächen sind die das Landschaftsbild bestimmenden Schotterterrassen entstanden. Auf den ausgedehnten fruchtbaren Terrassenflächen wird intensive Landwirtschaft (Weizen, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben) betrieben. Hauptort des Tullnerfelds ist Tulln an der Donau, am Nordostrand liegt Stockerau. Große Versorgungsanlagen sind die Donaukraftwerke bei Altenwörth und bei Greifenstein sowie die kalorischen Kraftwerke Dürnrohr und Theiss. In Moosbierbaum stand während des 2. Weltkriegs eine große Ölraffinerie; das Kernkraftwerk in Zwentendorf wurde nicht in Betrieb genommen. Donau-Nebenflüsse: im Süden Traisen, Perschling, Große Tulln und Kleine Tulln, im Norden Kamp, Schmida und Göllersbach. Im Tullnerfeld berühren sich das mitteleuropäisch-ozeanische und das pannonisch-kontinentale Klima.