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Venedigs Theater- und Opernhäuser#

Von

Georg Halper (31. 3. 2020)


Venedig hat eine große Theatertradition. So soll hier angeblich im Hotel Danieli, einem Vorgängerbau des heutigen Hotels, die erste Opernaufführung in Venedig überhaupt stattgefunden haben – es soll Claudio Monteverdis „Il Combattimento di Tancredi e Clorinda“ gewesen sein. 1709 fand auch die Uraufführung von Friedrich Händels „Agrippina“ in Venedig im Teatro San Giovanni Grisostomo, das lange Zeit als das bedeutendste Opernhaus Venedigs gegolten hat, statt.

Die meisten Theater- bzw. Opernhäuser existieren heute leider nicht mehr; insgesamt 17 sollen es gewesen sein. Im Regelfall wurden die Theaterhäuser nach einer nahegelegenen Kirche benannt.

So gab es das Teatro San Benedetto (auch Teatro Gallo), das 1773 abgebrannt ist – an dessen Stelle trat das heute existierende und weltberühmte Gran Teatro La Fenice. Das Teatro San Cassiano war jedoch das älteste Theater der Stadt aus dem Jahre 1637; 1812 wurde es abgerissen.

Das Teatro San Moise nahe der Kirche S. Moise, hatte von 1640 bis 1818 Bestand. Heute erinnert nur mehr der Corte del Teatro San Moise daran. Das Teatro San Giovanni e Paolo nahe der gleichnamigen Kirche eröffnete 1638, wurde aber 1715 wieder geschlossen. Das Teatro Apostoli öffnete 1648 seine Pforten, hatte aber keine lange Lebensdauer; dem Teatro San Gregorio, eröffnet 1650, erging es ebenso. Das Teatro San Appolinare (Apollo) wurde 1651 eröffnet, musste aber nach zehn Jahren wieder schließen; heute ist es ein Wohnhaus.

Das Teatro S. Angelo hingegen existierte lange, nämlich von 1677 bis 1803; danach diente es kurz als Lagerhaus, während heute dort ein Hotel ist. Das Teatro Novissimo eröffnete 1641, musste aber nach wenigen Jahren 1645 wieder schließen. Weitere Theaterhäuser waren das Teatro San Samuele, das Teatro Salvatore, das Teatro Grimani (auch Rossini) und das Teatro San Luca. Da die Bauten vielfach aus Holz waren und die Beleuchtung mittels Fackeln und Kerzen erfolgte, waren Brände an der Tagesordnung. Ursprünglich war es für die Zuschauer verpflichtend, während der Vorstellungen Masken zu tragen. Drei Theaterhäuser hat Venedig auch heute noch: Das Haus, das vornehmlich für das „Sprechtheater“ verwendet wird, also das Haus für Schauspiele, nämlich das „Teatro Goldoni“. Die beiden Opernhäuser sind das „Teatro Malibran“, das ursprünglich das Teatro San Giovanni Grisostomo gewesen war, und das „Gran Teatro La Fenice“.

1773 war das ursprüngliche Gebäude des Teatro San Benedetto abgebrannt. Da es aber zwischen den Betreibern des Hauses zu keiner Einigung kam, bildete sich eine neue Trägergemeinschaft, und so wurde in den Jahren 1790 bis 1792 ein neuer Bau an einem anderen Standort, am Campo San Fantin Nr. 1965, errichtet. Das „neue“ Haus, „Phönix aus der Asche“ (Fenice), wurde am 16. Mai 1792 feierlich mit Giovanni Paisiellos „I Giuochi di Agrigento“, einem heute vollkommen (zu Recht??) vergessenen Werk, eröffnet. Der Bau war ein nüchternes, im klassizistischen Stil gehaltenes Gebäude und bot 1.500 Zuschauern Platz und sollte eine Konkurrenz zu den damaligen Opernhausgiganten Mailänder Scala und Teatro San Carlo in Neapel sein. Die Innenausstattung war fast vollständig aus Holz, und so war es fast natürlich, dass das Haus im Jahre 1836 ein Raub der Flammen wurde. Aber das Erstaunliche an der Sache war, dass der Wiederaufbau und die Renovierung des Theaterhauses binnen Jahresfrist möglich waren – alle Schäden waren behoben. Es war ein prunkvolles, barockes Opernhaus geworden. Wenn man bedenkt, welch kärgliche technische Mittel den Menschen damals zur Verfügung standen, ein wahres Wunder! Im Jahre 1883 hatte hier der „Ring des Nibelungen“ seine italienische Erstaufführung. Nach dem 2. Weltkrieg wurde hier ein Festival für zeitgenössische Musik veranstaltet.

Und dann kam dieser verhängnisvolle 29. Jänner 1996. Ein Brand vernichtete dieses herrliche Haus; nur die Grundmauern bleiben stehen. Das Feuer konnte nicht gelöscht werden, weil der Kanal in der Nähe gerade „ausgelassen“ war, um ihn zu reinigen.

Als ich die Nachricht vom Brand im Radio hörte, war ich zutiefst erschüttert, hatte ich doch selbst etliche herrliche Aufführungen in diesem wunderbaren Haus miterleben dürfen. Und mit vielen anderen Kunstbegeisterten stockte mir der Atem. Ich kann mich noch sehr gut an Gaetano Donizettis selten gespielte Oper „Maria de Rudenz“, die hier 1836/37 ihre Uraufführung erlebt hatte, erinnern, mit Katja Ricciarelli in der Titelpartie.

Ein eher unbekanntes und selten aufgeführtes Werk von Giacomo Puccini, „La rondine“, also „Die Schwalbe“, habe ich hier miterlebt. Sie sollte eigentlich für das Wiener Carltheater komponiert werden. Sie gelangte dann aber 1917, wegen des 1. Weltkrieges, in Monte Carlo zur Uraufführung. Denn damals durfte eine Oper eines lebenden Komponisten aus Feindesland dort nicht gebracht werden. Österreich und Italien waren im Ersten Weltkrieg Gegner! Ich war damals vor dem Besuch der „Rondine“ auf Puccinis Spuren gewandelt und hatte eine Reise in Puccini-Orte gemacht, so in Lucca sein Geburtshaus besucht, bin durch Viareggio spaziert und habe in Torre del Lago (Puccini) am Lago di Massaciuccoli sein Wohnhaus, das zugleich auch die Grablege für ihn, seine Frau Elvira und „seine Tochter“ Fosca ist, besichtigt. Und seine überlebensgroße Statue am Molo des Sees ist sehr beeindruckend. Berührend sind seine Briefe und Zettel, vor allem seiner letzten Tage (in einem Krankenhaus in Brüssel), an denen er unter Atemnot und starken Schmerzen gelitten hatte und praktisch nicht mehr sprechen konnte. All das findet sich in „seinem“ Haus.

Wunderbar war auch Francesco Cileas „Adriana Lecouvreur“ mit Raina Kabaivanska in der Titelpartie und Alberto Cupido als Maurizio. Der Dirigent war Daniel Oren. Eine herrliche, stückgetreue, römische Inszenierung, mit sehr viel Stimmung; besonders die wehenden Vorhänge im Zimmer Adrianas im 4. Akt werden mir unvergesslich bleiben. Damals war das Haus für mich zuletzt intakt; es war das Fenice II, wie es dann später, als es das neue Fenice, das Fenice III gab, genannt wurde. Gleich nach dem Brand überlegte man, ob man das Haus am selben Ort wiedererrichten sollte, aber vielleicht doch moderner. Dann aber setzte sich Gott sei Dank das Traditionsbewusstsein durch und man entschied sich für einen möglichst originalgetreuen Wiederaufbau des alten Hauses, „Com´ era e dov´ era“, also wie es war und wo es war, allerdings mit modernisierter Bühnentechnik! Ein wirklich modernes Opernhaus, etwa wie die Oper von Sidney, hätte wahrlich nicht hierher gepasst!

Dann begannen erst die Streitigkeiten und es ging nichts weiter; ich kam jedes Jahr zumindest einmal an der abgeplankten Brandruine vorbei und war jedesmal von neuem zutiefst erschüttert. Und es dauerte Jahre, bis tatsächlich mit dem Wiederaufbau begonnen wurde. Es war trostlos, immer durch die leeren Fensterhöhlen und durch das nicht vorhandene Dach nur den Himmel zu sehen.

Am 14. Dezember 2003, also fast acht Jahre nach dem Feuer, fand die erste Eröffnung statt, diesmal nur mit einer Woche mit Orchesterkonzerten, da die Bühne noch nicht fertiggestellt war. Und am 12. November 2004 – nach fast neun langen Jahren - konnte endlich die erste Opernaufführung stattfinden. So hatte es beinahe neun Jahre gedauert, bis das Haus wieder voll funktionsfähig war – was war das doch beim Brand im Jahre 1836 ein läppisch kurzer Zeitraum für den Wiederaufbau gewesen! Der Vergleich zwischen 1836 und 1996 ist ernüchternd!

Das Haus ist zwar in alter Schönheit wiedererstanden, aber man merkt immer, dass es „neu“ ist, am Geruch, an der fehlenden Patina, an der leider spürbar fehlenden Atmosphäre usw. Aber seien wir froh, dass es überhaupt wieder bespielt werden kann. Und man kann es auch besichtigen, im Zuge von Führungen und mit einem Audioguide.

Ursprünglich wurde die Saison in drei Teile, sogenannte „stagioni“ geteilt, nämlich in die Karnevalssaison, die am 26. Dezember begann und über den Fasching (Karneval) dauerte, also bis Februar/März. Dann kam die Frühjahrssaison, „primavera“ genannt, die sich über die Monate April und Mai hinzog, und zuletzt kam die Herbstsaison, die von Oktober bis Anfang Dezember dauerte.

Jedes der berühmten Opernhäuser in Italien hatte seinen traditionellen Saisonauftakt, das Fenice eben am 26. Dezember, die Scala in Mailand beginnt die Saison auch heute immer noch am 7. Dezember, dem Tag des Mailänder Stadtheiligen Sant´ Ambrogio.

Viele Uraufführungen haben im Fenice, diesem bedeutenden Haus, am Tag der Saisoneröffnung stattgefunden. Mancher Komponist ist heute vergessen, unbekannt, mancher wird heute noch gespielt und mancher ist heute noch „in“. Niccoló Zingarelli, Domenico Cimarosa, Giovanni Simone Mayr, er war der Lehrer Gaetano Donizettis, Gioachino Rossini, Saverio Mercadante, Giuseppe Persiani und Gian Francesco Malipiero, um nur einige zu nennen. Aber im Laufe der Jahre haben auch viele andere Uraufführungen hier stattgefunden, wie Opern von Giacomo Meyerbeer, Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Igor Strawinski, Benjamin Britten, Sergej Prokofjew, Luciano Berio, Luigi Nono, Bruno Maderna und Luca Mosca.

Die meisten Komponisten, von denen Uraufführungen in Venedig erstmals über die Bühne eines Opernhauses gegangen sind, sind heute unbekannt, einige sind nur Insidern bekannt, ganz wenige haben wirklich „überlebt“ und sind der Allgemeinheit, der „Öffentlichkeit“ ein Begriff.

Die unbekannten, vergessenen Komponisten sind (in Klammer werden die hier über die Bühne gegangenen Uraufführungen des jeweiligen Komponisten angeführt):#

Giovanni Domenico Perotti (1), Carlo Mellara (1), Francesco Bianchi (1), Giuseppe Giordani (1 – eine “Ines de Catsro” wie Giuseppe Persiani), Sebastiano Nasolini (3), Felice Alessandri (1), Marcello di Capua (1), Giuseppe Nicolini (2), Marcos Antonio Portugal (1 – eine Alceste bekannt ist jene von Händel), Francesco Basili (2), Giuseppe Farinelli (8 – zwischen 1802 und 1815), Francesco Gnecco (1), Stefano Pavesi (11 – zwischen 1804 und 1831), Pietro Generali (4), Vincenzo Lavigna (1), Felice Radicati (1), Francesco Basile (1), Michele Carafa (3), Vittorio Trento (1), Hartmann Struntz (1), Francesco Morlachi (1), Giacomo Cordella (1), Giovanni Tadolini (1), Alberto Guillon (1), Antonio Granara (1), Giuseppe Lillo (1), Giovan Battista Ferrari (3), Vincenzo Gabussi (1), Antonio Buzzola (3), Samuele Levi (1), Giuseppe Pontiatowski (1), Gualtiero Sanelli (1), Francesco Chiaramonte (1), Carlo Ercole Bosoni (1), Antonio Buzzi (1), Francesco Tessarin (1), Angelo Villanis (2), Serafino Amadeo de Ferraris (1), Gustavo Riuz (1), Francesco Schiva (2), Luigi Ricci-Stolz (1), Ciro Pinsuti (1), Gian Raimondo Serponti (1), Tommaso Benvenuti (1), Cellio Benvenuto Cornaro (1), Ernesto Boezi (1), Antonio Lozzi (1), Francesco Ghin (1), Giuseppe Cicogniani (1), Adolfo Gandino (1), Vittorio Venziani (1), Carlo Merli (1), Guido Bianchini (2), Nino Cattozzo (3), Mario Castelnuovo Tedesco (1), Vincenzo Gusmini (1), Vittorio Gui (1 – er war früher der „Hausdirigent“ am Fenice), Cesare Sodero (1), Igino Robbiani (1), Giorgio Federico Ghedini (2), Sante Zanon (1), Mario Peragallo (1), Riccardo Nielsen (1), Vieri Tosatti (1), Gino Negri (2), Alberto Bruni-Tedesco (1), Angelo Paccagnini (1), Sylvano Bussotti (1), Camillo Togni (1), Salvatore Sciarrino (1), Aldo Clementi (1), Nocoló Castiglioni (2) und Luca Mosca (1). Ob nicht auch hier die eine oder andere Oper wiederzuentdecken wäre?

Nun kommen jene Komponisten an die Reihe, die zumindest Insidern bekannt sind:#

Giovanni Paisiello (1), Nicoló Zingarelli (7 – zwischen 1793 und 1802), Giovanni Simone (eigentlich Johann Simon) Mayr, ein gebürtiger Bayer! (11 – zwischen 1794 und 1808), Domenico Cimarosa (2), Carlo Coccia (3), Nicola Vaccai (1), Giuseppe Persiani (1), Giovanni Pacini (7), Alessandro Nini (1), Federico Ricci (1), Giuseppe Apolloni (2), Antonio Smareglia (1), Giacomo Orefice (1), Domenico Monleone (1 – „Il mistero“, eine Neukomposition, eine Oper, die ursprünglich unter Verwendung seiner Musik von seiner „Cavalleria rusticana“ herauskommen sollte), Gian Francesco Malipiero (3), Luciano Berio (1), Luigi Nono (1), Bruno Maderna (1). Hier gibt es von den meisten genannten Komponisten zumindest eine Oper auf CD oder Schallplatte.

Und nun begeben wir uns auf sichereres Terrain und stoßen auf allgemein bekannte Komponisten. Es sind dies:#

Gioachino Rossini (3), Saverio Mercadante (6, darunter auch seine großartige „Emma d´ Antiochia“), Vincenzo Bellini (2 – „I Capuleti e i Montecchi“ und „Beatrice di Tenda“), Gaetano Donizetti (3 – „Belisario“, Pia di Tolomei“ und „Maria de Rudenz“), Guiseppe Verdi (5 – „Ernani“, „Attila“, Rigoletto“, „La Traviata“ – ein totaler Misserfolg auf Grund der zu dicken Kameliendame, und die Dogenoper „Simon Boccanegra“), Ruggiero Leoncavallo (1 – „La Boheme“ – die meisten kennen nur jene von Puccini), Ermanno Wolf-Ferrari (2), Pietro Mascagni (1 – „Le maschere“, ein Commedia dell´ Arte-Werk mit wunderbaren Stellen, z. B. gegen Ende des 1. Aktes), Igor Strawinski (1 – „The Rake´s Progress“), Benjamin Britten (1 – „The Turn in the Screw“), Sergej Prokofiew (1).

Das Hauptaugenmerk lag in Venedig immer auf der Musik, sowohl der Opern- als auch der Kirchenmusik (vor allem in San Marco und in den Ospedale). Das Sprechtheater spielte eher eine untergeordnete Rolle. Aber die Commedia dell´ Arte war hier daheim. Im Teatro Goldoni ist heute das Sprechtheater meist zuhause; aber auch Opern und Ballett auffürhungen fanden dort statt. Das Gebäude, ein Logentheater mit 800 Plätzen, hatte ursprünglich Teatro Vendramin di Salvador geheißen. Nach dem Brand von 1720 im Teatro San Luca war hier das Sprechtheater zuhause. Leiter wurde Carlo Goldoni damals war es das Teatro Apollo – erst 1875 wurde ihm der Namen Goldoni gegeben. Heute ist das Fenice das Haus für die „große Oper“, das Malibran für die kleine (weniger aufwändige) Opern, für die man weniger Raum braucht, und auch Konzerte. Im Teatro Goldoni ist das Sprechtheater zuhause.

Das Teatro Malibran wurde 1678 als Teatro San Giovanno Crisostomo (nahe der gleichnamigen Kirche) gegründet und 1830 in Teatro Malibran (nach der berühmten Sängerin) umbenannt. In den Achtzigerjahren wurde es von der Biennale bespielt. Ich habe das Malibran schon in den Siebzigerjahren bzw. Anfang der Achtzigerjahre, noch vor der Renovierung, als Konzertsaal kennengelernt. Es hat damals recht heruntergekommen gewirkt. 1986 wurde es geschlossen und erst nach dem Brand des Fenice aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Die Wiedereröffnung fand 2001 statt.

Als dann das Fenice noch vor dem Brand „in restauro“ war, gab es das „Palafenice“, das Zelt auf Tronchetto, wo die Opernaufführungen über die Bühne gingen. Und das Palafenice wurde dann noch länger „gebraucht“. Eine Opernaufführung in einem „Zirkuszelt“, wenn es auch relativ komfortabel ausgestattet ist, ist fast unvorstellbar und nicht der Traum eines Opernbesuchers. Eine Freiluftarena ja, aber ein Zelt? Und auch herrschte hier keine wirkliche Opernhausatmosphäre. Als nach dem großen Brand der Wiederaufbau des Fenice jahrelang stockte, entschloss man sich sehr spät, das Malibran doch zu renovieren, und es wurde reaktiviert – es ist ein wirklich schönes Haus geworden. Etliche Produktionen finden noch heute jährlich hier statt, z. B. Vivaldi. Warum musste das Fenice überhaupt abbrennen? Professionisten hätten damals angeblich hohe Konventionalstrafen zahlen müssen, da sie den Zeitplan für die Renovierungsarbeiten nicht hatten einhalten können. Die Brandstifter wurden dann zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Renovierungsarbeiten sind immer problematisch, vor allem Lötarbeiten. Noch dazu war vieles beim alten Haus aus Holz, und auch der Umstand, dass zum damaligen Zeitpunkt die Kanäle in der Nähe des „Fenice“ wegen der Reinigung der Kanäle ohne Wasser waren, haben das Ihre zur Katastrophe beigetragen.