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Wels#

Wels, Wappen
Wappen von Wels
© Verlag Ed. Hölzel, Wien

Bundesland: Oberösterreich Wels, Oberoesterreich
Bezirk: Wels (Stadt), Statutarstadt
Einwohner: 61.233 (Stand 2018)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 317 m
Fläche: 45,92 km²
Postleitzahl: 4600
Website: www.wels.at


Zweitgrößte Stadt von Oberösterreich, Verkehrsknoten, Messe-, Handels- und Industriestadt an der Traun, am Rand der Welser Heide.

Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, -Bauamt, Landesgericht und Gefangenenhaus, Bundespolizeidirektion, Arbeitsmarktservice, Finanzamt, Eich- und Vermessungsamt, Tierzuchtamt, Zollamt, Arbeitsinspektorat, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Berufsförderungsinstitut, Bezirksbauernkammer, Landeskammer der Tierärzte Oberösterreich, Gebietskrankenkasse mit Ambulatorien, Krankenhaus, Privatklinik, Psychiatrische Klinik, Hessenkaserne, Logistikzentrum der ÖBB (Abteilung Cargo Expreß), Altstoffsammelzentrum, Müllverbrennungsanlage, Bildungshaus Puchberg, Eltern-Kind-Zentrum, Bewährungshilfe, Frauenhaus, Alkoholiker-, Familien-, Jugend- und Drogenberatung, schulpsychologische Beratungsstelle, mehrere Tagesheimstätten, Sporthalle Lichtenegg, Kunsteisbahn, Hallenbad, Erlebnisbad, Campingplatz, Bosch-Halle, Europa-Center, Stadthalle, Stadtmuseum, Stadttheater, Stadtbücherei, Puppenweltmuseum, Caritas (unter anderem Beratungsstelle), Kolpinghaus, Volkshilfe, Straßen-, Autobahn- und Brückenmeisterei, Landesbauhof, Wasser-, Gas- und Fernheizkraftwerk, Kraftwerk Traunleiten (errichtet 1901, 8,3 MW), Wehrkraftwerk, Kraftwerke Breitenbach und Noitzmühle, Flugplatz, Versteigerungshalle, oberösterreichische Fruchtbörse; Fachhochschule, 2 Bundesgymnasien (beide auch Bundesrealgymnasien), Bundesrealgymnasium, Wirtschaftskundliches Realgymnasium der Schulschwestern, Handelsakademie, Höhere Technische Lehranstalt, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Höhere Technische Lehranstalt für Lebensmitteltechnologie (Zweig Getreidewirtschaft) und Meisterschule für Müllerei des Landes Oberösterreich, landwirtschaftliche Fach- und Berufsschule, Volkshochschule.

Wels: Stadtplatz mit Ledererturm
© Österreich Werbung, Haider

Schülerheime, Türkische Moschee, Islamisches Kulturzentrum; alle 2 Jahre im September, jeweils alternierend mit Ried im Innkreis, "Internationale Landwirtschaftsmesse Wels" mit "Welser Volksfest" (seit 1878), daneben jährlich auch 20 Fachmessen (Messe- und Volksfestgelände, neues Messezentrum); 34.989 Beschäftigte (1991), davon rund 63 % im Dienstleistungssektor (vor allem persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Einzel- und Großhandel, Geld-, Speditions- und Frachtwesen); der Produktionssektor ist vor allem klein- und mittelbetrieblich strukturiert: Metall verarbeitende (Landmaschinen), Textil- sowie Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Motorenwerk, Stempelerzeugung, vor allem Messetourismus (139.977 Übernachtungen).

Als Ovilava bereits in der Römerzeit Verwaltungszentrum und eine der bedeutendsten römischen Siedlungen auf österreichischem Boden (reichhaltige Funde im Stadtmuseum), urkundlich 776 als "castrum Uueles" erwähnt, im Mittelalter Handelsplatz; von den alten Stadtbauten sind unter anderem der Ledererturm, Schloss Polheim (urkundlich 1280) und die ehemalige kaiserliche Burg erhalten. Anschließend an den barocken Stadtplatz (Fassaden von Gotik bis Jugendstil, Rathaus 1748), einen der schönsten Stadtplätze in Österreich, romanisch-spätgotische Pfarrkirche (urkundlich 888), romanische Pfeilerbasilika mit Westtor (2. Hälfte 12. Jahrhundert), im 14. Jahrhundert gotisiert, Glasgemälde (2. Hälfte 14. Jahrhundert; einige der besten Beispiele dieser Art in Österreich), zahlreiche Grabdenkmäler (16.-19. Jahrhundert); auf dem Stadtplatz Brunnen (1593), Kremsmünstererhof (16. Jahrhundert); profanierte Minoritenkirche (1283), einer der frühesten gotischen Bauten in Österreich, mit spätgotischen Fresken in der Barbarakapelle; profanierte Spitalskirche, 1712-14 nach Plänen von J. M. Prunner erbaut; Kalvarienbergkirche (1715/16); Schloss Puchberg (1612, im 18. Jahrhundert umgebaut); Schloss Lichtenegg (16. Jahrhundert); Schloss Pernau (1610); Kulturzentrum Burg Wels (Stadtgeschichte, Sterbezimmer Kaiser Maximilians I.), Landwirtschafts- und österreichisches Gebäckmuseum, Biedermeiersammlung Krackowizer, Museum der Heimatvertriebenen.

Weiterführendes#

Literatur#

  • Österreichisches Städtebuch, Band I, Die Städte Oberösterreichs, 1968
  • H. Grassner, Die Messestadt Wels und ihre Umgebung, 1976
  • W. Aspernig, Wels (Kulturführer), 1984
  • K. Holter und G. Trathnigg, Wels von der Urzeit bis zur Gegenwart, 1986
  • K. Holter (Schriftleitung), Quellen und Darstellungen zur Geschichte von Wels, Band 1, 1988