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vom 26.06.2017, aktuelle Version,

Übersbach

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Übersbach (Ehemalige Gemeinde)
Historisches Wappen von Übersbach
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Übersbach (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hartberg-Fürstenfeld (HF), Steiermark
Gerichtsbezirk Fürstenfeld
f5
Koordinaten 47° 1′ 31″ N, 16° 3′ 13″ Of1
Höhe 265 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 1146 (31. Oktober 2013)
Gebäudestand 414 (2001f1)
Fläche 15,13 km²
Postleitzahlenf0 8362, 8280f1
Vorwahl +43/3387f1
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 62267

Lage der ehemaligen Gemeinde im Bezirk
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014;

KG: 62210 Ebersdorf, 62219 Hartl
62241 Rittschein, 62248 Übersbach
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Ortsansicht von Übersbach

Übersbach ist eine ehemalige Gemeinde mit 1146 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] in der Oststeiermark im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist Übersbach ab 2015 mit den Gemeinden Altenmarkt und Fürstenfeld zusammengeschlossen,[2] die neue Gemeinde führt den Namen Stadtgemeinde Fürstenfeld weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3]

Geographie

Lage und Gemeindegliederung

Übersbach liegt im oststeirischen Thermenland, angrenzend an Fürstenfeld.

Die Gemeinde Übersbach hatte eine Gesamtfläche von 15,13 km².

Die ehemalige Gemeinde setzte sich aus folgenden Katastralgemeinden zusammen (Flächen 2001):

  • Ebersdorf (207,09 ha)
  • Hartl (316,84 ha)
  • Rittschein (365,08 ha)
  • Übersbach (624,25 ha) im Rittscheintal

Ortschaften der ehemaligen Gemeinde sind (Einwohner 2011):

  • Ebersdorf (64) (mit Ebersdorfberg),
  • Hartl bei Fürstenfeld (227) (mit Greuth),
  • Rittschein (184) (mit Außerberg, Buchberg, Gladen, Großkögeln und Mitterberg)
  • Übersbach (689) (mit Neubruchäcker, Welsdorf und Wolfsbichl)

Seit 1. Jänner 2015 gehört Übersbach zur Stadt Fürstenfeld.

Nachbarorte

Altenmarkt bei Fürstenfeld Fürstenfeld
Söchau Loipersdorf bei Fürstenfeld
Hatzendorf, Unterlamm Stein

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1197 als die Übersbacher Kirche durch den Salzburger Erzbischof Adalbert geweiht wurde. Herrand von Wildon übergab damals seine Eigenkirche mitsamt dem Patronats- und Zehentrecht dem Johanniterorden (dem heutigen Malteserritterorden). Der Name Übersbach stammt höchstwahrscheinlich vom „Üblen Bache“, dem heutigen Hartlerbach, der fast alljährlich arge Überschwemmungen verursachte. Im 13. Jahrhundert wurde dann das Pfarrrecht nach Altenmarkt übertragen und von nun an war Übersbach eine Filialkirche von Altenmarkt. Seit 1790 ist Übersbach ein Teil der Pfarre Söchau.

Die Bevölkerung musste im Laufe der Geschichte oft harte Bewährungsproben bestehen. Die Pest und immer wiederkehrende kriegerische Auseinandersetzungen setzten dem Ort und den Bewohnern schwere Schäden zu, zuletzt 1945 als der Zweite Weltkrieg hinter dem Ortsgebiet von Übersbach endete und 70 Menschenleben forderte. Im Zuge der Kampfhandlungen brannten 64 Häuser, davon 17 total ab.

Um das Jahr 1600 wurde das Schloss Welsdorf von Jonas von Wilfersdorf erbaut.[4] Die Herrschaft Welsdorf wurde 1603 errichtet und blieb bis zur Bauernbefreiung 1848 bestehen. Das Kirchengebäude ist Eigentum der Stadtgemeinde Fürstenfeld.

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 9. Juli 1979.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schulen

  • Volksschule
  • Landwirtschaftliche Fachschule für Hauswirtschaft - 1972 bis 2012

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter von Übersbach

  • Alois Kowald (1930–2012), akademischer Maler
  • Johannes Riegler (1901–1955), Diözesanbischof von Lydenburg Bistum Witbank, Südafrika
  • Richard Heschl (1824–1881), Anatom
  • Eduard Spörk (1943), Caritas Socialis, wuchs in Übersbach auf[5]

Ehrenbürger

Galerie

Blick von Südosten (Großkögeln) auf Übersbach
Blick von Südwesten (Ebersdorfberg) nach Übersbach
  Commons: Übersbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 3 Abs. 4 Z 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  4. Eintrag über Schloss Welsdorf auf Burgen-Austria
  5. |Eduard Spörk, Buchtitel Franzosenkind