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vom 14.06.2017, aktuelle Version,

Aldrans

Aldrans
Wappen Österreichkarte
Wappen von Aldrans
Aldrans (Österreich)
Aldrans
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 8,85 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 11° 26′ O
Höhe: 760 m ü. A.
Einwohner: 2.658 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 300 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6071
Vorwahl: 0512
Gemeindekennziffer: 7 03 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 34
6071 Aldrans
Website: www.aldrans.at
Politik
Bürgermeister: Johannes Strobl (Gemeinschaftsliste Aldrans mit Bürgermeister Hannes Strobl)
Gemeinderat: (2016)
(15 Mitglieder)
7
3
3
2
7  3  3  2 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
  • Gemeinschaftsliste Aldrans: 7
  • Aldrans Vorwärts: 3
  • GRÜNE: 3
  • FPÖ: 2

Lage der Gemeinde Aldrans im Bezirk Innsbruck-Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl Tirol Lage der Gemeinde Aldrans im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Aldrans von Nord-Westen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Aldrans von Südwesten, dahinter das Inntal und das Bettelwurfmassiv im Karwendel
Aldrans im Winter

Aldrans ist eine Gemeinde mit 2658 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Innsbruck Land des Bundeslandes Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie

Aldrans liegt auf der Mittelgebirgsterrasse südöstlich angrenzend an Innsbruck. Der Name stammt vom alten Flurnamen Allrainer Veld, das 1312 als Alrains in einer Urkunde erwähnt wurde.

Aldrans hat durch die Nähe zu Innsbruck hauptsächlich die Funktion einer Wohngemeinde. Am Ortsrand führt die Straßenbahnlinie 6 mit einer Haltestelle vorbei, wichtiger für die öffentliche Verkehrserschließung sind jedoch Regionalbusse des Mittelgebirges.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an Aldrans: Ampass, Ellbögen, Innsbruck, Lans, Rinn, Sistrans, Igls.

Gemeindegliederung

Zu Aldrans gehören noch die Ortsteile:

Die einzige Alm im Gemeindegebiet ist die Aldranser Alm.

Geschichte

Ausgrabungen bei Aldrans belegen eine Ansiedlung schon in der Spätbronzezeit. Es wurden auch Eisenobjekte aus der La-Tène-Zeit und ein langobardischer Münzschatz gefunden, was für eine anhaltende Besiedlung spricht.

Als wichtiger Ort an der Salzstraße wird Aldrans bereits in den Jahren 995–1005 als „locus Alarein“[1] als Besitz der Bischöfe von Brixen erwähnt. 1157 schenkten die Grafen von Wolfratshausen, eine Seitenlinie der Grafen von Andechs, ihren Aldranser Besitz (hier als „Alreines“ bezeichnet) an Wiesen, Weiden, Mühlen, Schwaighöfen und Almen dem Kloster Tegernsee.[2] Bereits im Mittelalter bildete Aldrans mit Ampass eine Marktgemeinschaft. Im 13. und 14. Jahrhundert gehörte der Großteil der Besitzungen in Aldrans entweder dem Tiroler Landesfürsten oder dem Stift Wilten.[3]

Die Aldranser Bevölkerung war berühmt für ihren Enthusiasmus beim Schauspiel. So sind aus den Jahren 1750 und 1757 Martinsspiele nachweisbar. Daneben gab es noch ein „Amazonentheater“, bei dem nur weibliche Schauspieler mitwirkten, was zu dieser Zeit eine absolute Besonderheit darstellte.[4]

Das Haufendorf breitet sich auf einer Terrassenlandschaft aus. Ein Dorfbrand im Jahr 1893 zerstörte nahezu vollständig die gesamte Bausubstanz. Am Ortsrand von Aldrans wurde 1927 der Sender Aldrans errichtet. Der Mittelwellensender war für Rundfunksendungen gedacht. Die Anlage wurde später in einen Kurzwellensender umgebaut und 1984 demontiert.

Wappen

Blasonierung: In Gold ein schwarzer Adlerflügel, der mit einem oben eingezogenen, nach unten gerichteten goldenen Seeblatt belegt ist.

Das Gemeindewappen wurde 1979 verliehen und erinnert an die Schenkung der Grafen von Andechs an das Kloster Tegernsee im Jahr 1157. Der Adlerflügel erinnert an die Andechser, die einen Adler im Wappen führten, das Seeblatt ist dem Wappen des Klosters Tegernsee entnommen.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Politik

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt.[6]

Johannes Strobl wurde zum Bürgermeister und Christine Allmaier-Flögel zur Vizebürgermeisterin gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat
Gemeinschaftsliste Aldrans mit Bürgermeister Hannes Strobl 47,00 % 612 7
Aldrans Vorwärts 19,89 % 259 3
Die Grünen Aldrans 18,51 % 241 3
Gemeindeliste Aldrans und Freiheitliche 14,59 % 190 2

Töchter und Söhne der Gemeinde

  Commons: Aldrans  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Aldrans, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“

Einzelnachweise

  1. Oswald Redlich: Die Traditionsbücher des Hochstifts Brixen: vom zehnten bis in das vierzehnte Jahrhundert (Acta Tirolensia 1). Innsbruck: Wagner 1899, Nr. 39.
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 106–107, Nr. 514.
  3. Erwin Stockhammer: Im Reich des Patscherkofel: Sagen und Fakten rund um Innsbrucks Hausberg. Wagner, Innsbruck 1961.
  4. Aldrans auf Geschichte Tirol
  5. Tirol Atlas: Wappen von Tirol, Bezirk Innsbruck-Land
  6. Gemeinde Aldrans. tirol.gv.at. Abgerufen am 7. März 2016.